Deutsche Reiterliche Vereinigung

Isabell Nowak

Para-Dressurreiterin

Isabell Nowak - Foto: KaupIsabell Nowak stammt aus einer Reiter-, Züchter- und Polizistenfamilie. So wundert es nicht, dass sie bereits als kleines Kind vor allem im Stall anzutreffen war und nach dem Abitur die Ausbildung zur Polizistin machte. Als Mitglied eines mobilen Einsatzkommandos in Niedersachsen hatte die ambitionierte Triathletin und Läuferin die Chance, Beruf, Training und Wettkampf unter einen Hut zu bringen. 2007 – kurz nachdem sie den Halbmarathon in der persönlichen Bestzeit gelaufen hatte – erlitt sie bei einem Verkehrsunfall einen schweren Schaden der Halswirbelsäule und der linken Hüfte. Mit Hüftprothese und Physiotherapie kämpfte sie sich ins Leben zurück, geblieben ist eine Bewegungs-/Kraftschwäche im rechten Arm und im linken Bein. Dabei bewahrte sie das Reiten und die dadurch entwickelte gute Rückenmuskulatur vor einer künstlichen Versteifung der Halswirbelsäule. „Ich muss aber jeden Tag reiten, um das so zu erhalten“, erklärt Isabell Nowak.

Mit dem Polizeiberuf war es nach dem Unfall vorbei. Dafür baute Isabell „Bella“ Nowak 2012 zusammen mit ihrem Mann Torsten Nowak, den sie bei der Polizei kennengelernt hatte, den Pferdebetrieb Sonnenbrink in Apelern auf. Während er für die gesamte Logistik zuständig ist, kümmert sie sich um die Ausbildung der Reit-, Zucht- und Jungpferde. Auf Anraten der Landwirtschaftskammer legte Isabell Nowak 2019 ihre Meisterprüfung mit Schwerpunkt Reiten ab – als erste Para-Dressurreiterin mit Stensbeck-Auszeichnung. Denn während des Vorbereitungslehrgangs war bei einer Sitzschulung ihre Bewegungseinschränkung aufgefallen. Hannes Müller, Leiter der Deutschen Reitschule, empfahl sie daraufhin an den für den Nachwuchs zuständigen Co-Bundestrainer Rolf Grebe, der Isabell Nowak dann an den Para-Dressursport heranführte.

2019 bestritt Isabell Nowak ihre ersten internationalen Para-Dressurturniere und wurde 2022 in den Para-Bundeskader berufen. Bei den Deutschen Meisterschaften in München gewann sie mit Fayola DB die Silbermedaille.

Fayola DB ist eine achtjährige Westfalenstute von Fahrenheit aus einer Roh Magic-Mutter aus dem berühmten Stamm der Dodona, dem unter anderem Dr. Reiner Klimkes Ahlerich und der Hengst Rubinstein entstammen. Im Regelsport sind die beiden bis Dressurpferdeprüfung Klasse S hoch platziert.

  • Geburtsdatum: 17. Oktober 1982
  • Wohnort: Apelern
  • Grade: V

Championatspferd 2022: Fayola DB

  • Geburtsjahr: 2014
  • Geschlecht: Stute
  • Rasse: Westfale
  • Vater: Fahrenheit
  • Mutter: Ramona von Roh Magic
  • Züchter: Jürgen de Baey
  • Besitzerin: Isabell Nowak

2022 München Einzel Fayola DB Silber
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Stand: 01.08.2022