Rio de Janeiro 2016

Olympische Spiele vom 5. bis 21. August 2016

Das brasilianische Rio de Janeiro war vom 5. bis 21. August 2016 als erste Stadt in Südamerika Gastgeber der Olympischen Spiele. Unter dem Motto "Viva sua Paixão" (Lebe deine Leidenschaft) wurden bei den Spielen der XXXI. Olympiade 306 Medaillenentscheidungen in 28 verschiedenen Sportarten ausgetragen – sechs davon im Reiten. Jeweils eine Einzel- und eine Mannschaftsentscheidung gab es in den olympischen Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit. Pro Disziplin durfte Deutschland vier Athleten mit ihren vierbeinigen Partnern sowie ein Ersatzpaar nach Rio entsenden. Ausgetragen wurde die Wettkämpfe im Olympic Equestrian Centre in Deodoro.

Deutsche Reiter gewinnen 2016 sechs Medaillen in Rio

Sechs olympische Medaillen für die deutschen Reiter, zwei in jeder Farbe – mehr Medaillen hat es seit den Spielen in Barcelona 1992 nicht mehr gegeben. Damit war die deutsche Mannschaft die beste der Reitwettbewerbe in Rio de Janeiro. „Unsere Zielvorgabe, die wir im Vorfeld mit dem Deutschen Olympischen Sportbund vereinbart hatten, waren drei bis fünf Medaillen. Dieses Ziel haben wir nun sogar übertroffen. Das ist ein großartiges Ergebnis“, sagte Dr. Dennis Peiler, Chef de Mission der deutschen Reiter in Rio de Janeiro. „Besonders schön ist dabei auch, dass alle drei Disziplinen zu diesem tollen Ergebnis beigetragen haben.

Vielseitigkeit: Silber für das Team und Einzel-Gold für Michael Jung

Den Auftakt bei den Olympischen Spielen in Rio machte das deutsche Vielseitigkeitsteam. Für Sandra Auffahrt mit Opgun Louvo, Michael Jung und Sam FBW, Ingrid Klimke und Hale Bob OLD und Julia Krajewski mit Samourai du Thot war es eine Achterbahnfahrt mit glücklichem Ausgang: Das deutsche Vielseitigkeitsteam gewinnt Silber und damit das erste Edelmetall für Deutschland überhaupt bei den Olympischen Spielen in Rio. Kurze Zeit später sichert sich Vielseitigkeitsreiter Michael Jung mit seinem Württemberger Sam FBW zum zweiten Mal in Folge die Goldmedaille in der Einzelwertung.

Dressur: Gold, Silber und Bronze

Mit gleich drei Medaillen kehren Deutschlands Dressurreiter von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro zurück. Gold gab es in der Teamwertung: Nach einer Unterbrechung im Jahr 2012 knüpften Isabell Werth mit Weihegold OLD, Dorothee Schneider mit Showtime FRH, Kristina Bröring-Sprehe mit Desperados FRH und Newcomer Sönke Rothenberger mit Cosmo mit einem fulminanten Sieg an die von 1984 bis 2008 andauernde Goldserie deutscher Dressurteams an. Auch in der abschließenden Kür, in der es um die Einzelmedaillen ging, trumpften die deutschen Dressurreiter auf: Silber für Isabell Werth und Weihegold OLD, Bronze für Kristina Bröring-Sprehe und Desperados FRH. Mit nunmehr sechs Goldmedaillen und viermal Mal Silber übertrifft Isabell Werth den bislang erfolgreichsten Olympiareiter Dr. Reiner Klimke, der ebenfalls sechs Goldmedaillen, aber „nur“ zwei Mal Bronze gewinnen konnte.

Springen: Bronze nach spannendem Stechen

Die deutschen Springreiter haben als Team die Bronzemedaille bei den olympischen Spielen in Rio de Janeiro gewonnen. In einem spannenden Stechen gegen Kanada holten Christian Ahlmann mit Taloubet Z, Ludger Beerbaum mit Casello, Daniel Deußer mit First Class und Meredith Michaels-Beerbaum mit Fibonacci, die für Marcus Ehning und den vor Ort ausgefallenen Cornado NRW nachgerückt waren, damit erstmals seit 2004 wieder eine Medaille. In der Einzelwertung landeten Christian Ahlmann und Daniel Deußer als beste Deutsche auf Rang neun, gemeinsam mit fünf weiteren Reitern. Beide mussten im zweiten Umlauf des Finales einen Abwurf hinnehmen.

Paralympics: Zwei Medaillen für die Para-Dressurreiter

Zwei Wochen nach den Olympischen Spielen wurden in Brasilien vom 7. bis 18. September auch die Paralympics ausgetragen. Es sind die XV. Paralympischen Sommerspiele. Wenngleich Para-Pferdesportler in immer mehr Disziplinen aktiv sind, ist die Para-Dressur als bisher einzige olympisch. Zwei Medaillen haben Deutschlands Para-Dressurreiter von den Paralympics in Rio de Janeiro mitgebracht. Silber gab es in der Teamwertung für Elke Philipp (Grade Ia) mit Regaliz, Alina Rosenberg (Grade Ib) mit Nea’s Daboun, Carolin Schnarre (Grade IV) mit Del Rusch und Steffen Zeibig (Grade II) mit Feel Good. Damit konnte der Vize-Titel von den Paralympics 2012 in London erfolgreich verteidigt werden. Für Steffen Zeibig und Feel Good gab es in der Grade II zudem Bronze in der Kür.

Stand: 17.07.2019