Deutsche Reiterliche Vereinigung

Europameisterschaften 2023

Dressur in Riesenbeck, Springen in Mailand und Vielseitigkeit in Le Pin au Haras

Die Höhepunkte im Pferdesport sind 2023 die Spring-EM in Mailand, die Dressur-EM in Riesenbeck, und die Vielseitigkeits-EM in Le Pin au Haras. Die Springreiter und -reiterinnen tragen ihre EM vom 29. August bis 3. September in Italien aus. Die Europameisterschaft in der Dressur und Para-Dressur findet vom 4. bis 10. September in Riesenbeck auf der Anlage von Ludger Beerbaum statt. Die EM in der Vielseitigkeit ist 2023 vom 9. bis 13. August in Le Pin au Haras in Frankreich. Die Voltigierer und Voltigiererinnen ermitteln Europas Beste vom 26. bis 30. Juli in Schweden und die EM der Vierspänner ist vom 23. bis 27. August in den Niederlanden.

Ein ganz besonderes Championat ist aus deutscher Sicht vor allem die Dressur-EM und Para-EM, denn diese findet im eigenen Land und damit vor heimischem Publikum statt. Das Turnierzentrum Riesenbeck International, das Springreiter Ludger Beerbaum und sein Team in den vergangenen Jahren stetig vergrößert und professionalisiert haben, hat inzwischen eine hervorragende Bilanz bei der Ausrichtung von nationalen und internationalen Pferdesportveranstaltungen auf höchstem Niveau vorzuweisen, darunter zuletzt auch die Europameisterschaft im Springreiten 2021. Die Anlage verfügt über mehrere Außenplätze, eine Reithalle und 336 hochmoderne Boxen.

Rückblick Europameisterschaften 2021

Dressur- und Para-Dressur Europameisterschaften in Deutschland 

„Es ist eine Freude, das Riesenbecker Organisationskomitee für die Ausrichtung der FEI Dressur- und Para-Dressur-Europameisterschaften an Bord zu haben“, sagte FEI-Generalsekretärin Sabrina Ibáñez. „Das Organisationskomitee hat bei der Ausrichtung der Longines FEI Spring-Europameisterschaften 2021 fantastische Arbeit geleistet, und wir wissen, dass unsere Dressur- und Para-Dressurreiter in Riesenbecks hochmodernen Anlagen ihre besten sportlichen Leistungen erbringen werden.“

Riesenbeck ist die Heimat der deutschen Springreiterlegende Ludger Beerbaum, vierfacher Olympiasieger und sechsfacher Europameister, der auch Präsident des Riesenbecker Organisationskomitees ist. „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir eine weitere Europameisterschaft in Riesenbeck ausrichten dürfen“, sagte Beerbaum. Die Organisation der Europameisterschaften, die auch als Qualifikationsveranstaltung für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 dienen, sei eine große Verantwortung für das Veranstalterteam, das bereits hart an der Planung arbeite. „Unsere oberste Priorität ist die Sicherheit und das Wohlergehen all unserer Athleten, sowohl Menschen als auch Pferde. Aber wir wissen auch, wie wichtig es ist, allen, die an der Organisation der Veranstaltung beteiligt sind, qualitativ hochwertige Arbeitsbedingungen zu bieten“, sagte Beerbaum und ergänzte: „Wir sind bestrebt, diese Meisterschaften für alle angenehm zu gestalten, vor allem für unsere Reitsportfans, die wir hoffentlich in großer Zahl begrüßen können, damit sie all das genießen können, was Dressur und Para-Dressur zu bieten haben.“

Soenke Lauterbach, Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), sagte: „Wir freuen uns sehr, dass Riesenbeck International den Zuschlag für die FEI Dressur- und Para-Dressur-Europameisterschaften 2023 erhalten hat. Riesenbeck hat eine erfolgreiche Championatsgeschichte und es ist toll, dass Ludger Beerbaum und sein Team, nachdem sie die Longines FEI Spring-Europameisterschaften 2021 in kürzester Zeit organisiert haben, gleich die nächste große Aufgabe in Angriff nehmen.“

Wettkampfmodus Dressur bei den Europameisterschaften

Die Entscheidung über die Mannschaftsmedaillen fällt nach dem Grand Prix, der an zwei Tagen stattfindet. Es zählen die besten drei von vier Ergebnissen einer Mannschaft, es gibt also anders als bei den Olympischen Spielen ein Streichergebnis. 

Die besten 30 Teilnehmer aus dem Grand Prix starten am nächsten Tag im Grand Prix Special, in dem die ersten Einzelmedaillen vergeben werden.

Danach steht dann die Grand Prix Kür auf dem Programm, in der es noch einmal um Einzelmedaillen geht. Die 15 besten Starter aus dem Special dürfen in der Kür antreten, jedoch nur drei pro Nation.

Wettkampfmodus Springen bei den Europameisterschaften

Die Europameisterschaften im Springen werden in drei Prüfungen ausgetragen. Zum Auftakt steht ein Zeitspringen auf dem Programm, bei dem die erreichte Zeit und mögliche Fehler in Strafpunkte umgerechnet werden. Diese Punkte zählen sowohl für die Einzel- als auch für die Teamentscheidung.

Es folgt der Nationenpreis über zwei Umläufe nach Fehlern und Zeit. Die besten zehn Teams aus dem ersten Umlauf bzw. die 50 besten Reiter und Reiterinnen aus Zeitspringen und erstem Umlauf qualifizieren sich für die zweite Runde. Bei Strafpunktgleichheit auf den ersten drei Plätzen folgen Stechen um jede einzelne Medaille, bei denen noch einmal alle vier Teamreiter antreten. Für die Teamentscheidung zählen die besten drei Ergebnisse einer Mannschaft, es gibt also ein Streichergebnis.

Im Einzelfinale über zwei Umläufe nach Fehlern und Zeit treten die 25 punktbesten Reiter und Reiterinnen aus Zeitspringen und Nationenpreis an. Im zweiten Umlauf starten nur noch die zwölf Besten, die dann auch alle platziert werden. Bei Strafpunktgleichheit nach beiden Umläufen entscheidet ein Stechen über den Sieg.

Stand: 20.01.2023