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Umwelt und Pferdehaltung - Ausreiten, TREC, Naturschutz - Foto: Christiane Slawik

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Pferdehaltung

Artgerechte Pferdehaltung - Foto: iStock/Somogyvari

Was braucht ein Pferd, um zufrieden zu sein? Kurz gesagt: Licht, Luft, Bewegung und Sozialkontakte. Die ausführliche Antwort liefern die Leitlinien zur Pferdehaltung. Sie beinhalten Anforderungen, die alle Pferdehaltungen erfüllen müssen.

Für den Umgang mit Pferden sind Kenntnisse über die Verhaltensweisen der Pferde, über ihre Haltung und Fütterung sowie über Pflege und Gesundheitsvorsorgemaßnahmen wie Impfen und Entwurmen unerlässlich. Das besagt auch der Paragraph 2 des Tierschutzgesetzes, der den Leitlinien zugrunde liegt:

„Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,

  1. muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
  2. darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,
  3. muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.“

Die Leitlinien zur Pferdehaltung können nicht jeden Einzelfall beschreiben. Im Zweifel beantwortet das Tierschutzgesetz jede Frage. Sobald dem Pferd aus einem Umstand heraus vermeidbare Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden, handelt es sich um einen Tierschutzfall. In Gerichtsverfahren dienen die Leitlinien bei der Urteilsfindung als Orientierung. „Leitlinien sind keine Rechtsnormen und damit nicht rechtsverbindlich“, heißt es in der Formulierung. Am häufigsten finden sie Anwendung, wenn durch unsachgemäße Haltung Schäden am Pferd entstehen. Die Leitlinien stufen nur wenige Missstände ausdrücklich als tierschutzrelevant ein, was dann zur Anzeige gebracht werden kann, berichtet Dr. Christiane Müller, FN-Tierschutzbeauftragte und Mitautorin der Leitlinien.

Tierschutzrelevante Missstände in Pferdehaltungen:

  • die Tasthaare des Pferdes kürzen oder die Ohr­muscheln ausrasieren
  • Pferde nicht gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) impfen
  • Einzäunung von Pferdeweiden mit Stacheldraht, alleinigen Metalldrähten oder Knotengitter
  • dauerhafte Anbindehaltung (Ständerhaltung)
  • ein einzelnes Pferd ohne Artgenossen halten
  • Elektrozäune in Boxen oder Kleinausläufen

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