Pikeur & Eskadron - Hauptsponsor der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. (FN) - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht
Pferdesport - Breitensport, Turniersport, Spitzensport - Foto: Julia Rau

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Tierschutz rund ums Pferd

Jeder, der ein Pferd hält, muss sich am Wohle und an der Gesundheit des Pferdes zu orientieren.Die Richtlinien zur Haltung, Fütterung, Gesundheit und Zucht formulieren die grundlegenden Anforderungen an die Pferdehaltung, Gesunderhaltung, Pflege und Fütterung von Pferden. Die in den Richtlinien zur Grundausbildung von Reiter und Pferd beschriebenen Lektionen und Übungen sowie die Anforderungen an ihre Ausführung sind aus dem Wissen um anatomische und biomechanische Zusammenhänge entwickelt worden. Sie sind kein Selbstzweck, sondern Teil eines systematischen Trainingssystems mit dem Ziel einer gesunden körperlichen und mentalen Entwicklung des Pferdes. Eine gute Ausbildung gemäß der Richtlinien der Deutschen Reiterlichen Vereinigung ist vor diesem Hintergrund gelebter (und gerittener) Tierschutz.

Gesetzesauszüge zum Tierschutz
Seit 2002 ist der Tierschutz als Staatsziel in die Verfassung der Bundesrepublik aufgenommen (Grundgesetz, Art. 20a). Der Mensch darf Pferde zu seinen Zwecken nutzen, wenn er die Anforderungen des Tierschutzgesetzes beachtet:

§ 1
Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.

§ 2
Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,

  1. muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
  2. darf die Möglichkeit desTieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,
  3. muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.

§ 3
Es ist verboten, einem Tier außer in Notfällen Leistungen abzuverlangen, denen es wegen seines Zustandes offensichtlich nicht gewachsen ist oder die offensichtlich seine Kräfte übersteigen.

Leitlinien des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft
Welche Anforderungen sich aus der Verantwortung für den Pferdebesitzer, Pferdehalter und Reiter ergeben, ist in den Leitlinien des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft ausführlich beschrieben.

Die Leitlinien zur Pferdehaltung können aber nicht jeden Einzelfall beschreiben. Im Zweifel beantwortet das Tierschutzgesetz jede Frage. Sobald dem Pferd aus einem Umstand heraus vermeidbare Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden, handelt es sich um einen Tierschutzfall. In Gerichtsverfahren dienen die Leitlinien bei der Urteilsfindung als Orientierung. "Leitlinien sind keine Rechtsnormen und damit nicht rechtsverbindlich", heißt es in der Formulierung. Am häufigsten finden sie Anwendung, wenn durch unsachgemäße Haltung Schäden am Pferd entstehen. Die Leitlinien stufen nur wenige Missstände ausdrücklich als tierschutzrelevant ein, was dann zur Anzeige gebracht werden kann, berichtet Dr. Christiane Müller, FN-Tierschutzbeauftragte und Mitautorin der Leitlinien.

Tierschutzrelevante Missstände in Pferdehaltungen:

  • die Tasthaare des Pferdes kürzen oder die Ohr­muscheln ausrasieren
  • Pferde nicht gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) impfen
  • Einzäunung von Pferdeweiden mit Stacheldraht, alleinigen Metalldrähten oder Knotengitter
  • dauerhafte Anbindehaltung (Ständerhaltung)
  • ein einzelnes Pferd ohne Artgenossen halten
  • Elektrozäune in Boxen oder Kleinausläufen

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