Deutsche Reiterliche Vereinigung

Coronavirus: Auswirkungen auf den Pferdesport

Aktuelle Informationen

Als Bundesverband orientiert sich die FN an den Vorgaben der Bundesregierung, interpretiert sie aus fachlicher Sicht und leitet daraus Empfehlungen im Sinne von Pferdesport und Pferdezucht ab. Die FN kann keine bundeseinheitlichen und rechtsverbindlichen Regeln zum Umgang mit dem Coronavirus aussprechen. Dafür sind Bundesregierung, Bundesländer, Landkreise und Kommunen zuständig. So kommt es, dass es regional und lokal unterschiedliche Regelungen für Pferdesport und Pferdezucht gibt. Die FN rät allen Pferdesportlern und Züchtern, sich die Veröffentlichungen des Landespferdesportverbandes, der Regierung und Ministerien des eigenen Bundeslandes sowie der Kommunen durchzulesen und im Zweifel beim zuständigen Ordnungsamt nachzufragen.

Regional unterschiedliche Regelungen

Wie die Regelungen in den einzelnen Bundesländern aussehen, geben die Corona-Schutzverordnungen der Länder vor. Die jeweiligen Verordnungen und Allgemeinverfügungen, die in den Regionen gelten, sind auf den Seiten der Bundesländer zu finden: www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-bundeslaender-1745198. Sobald neue Länder-Verordnungen oder Konkretisierungen vorliegen, sichten wir diese und aktualisieren die untenstehende Übersicht. Wir können jedoch keine rechtsverbindlichen Antworten geben. Ihre Fragen können Sie an die E-Mail-Adresse corona@fn-dokr.de senden.

Training drinnen und draußen

  • keine Beschränkungen

Weiterführende Informationen

STAND 10. Mai 2022

Training drinnen und draußen

  • keine Beschränkungen

Turniere und Veranstaltungen

  • Sportveranstaltungen und gastronomische Angebote dürfen sowohl in geschlossenen Räumen als auch unter freiem Himmel angeboten werden

Weiterführende Informationen

STAND 10. Mai 2022

Training drinnen und draußen

  • keine Beschränkungen

Turniere und Veranstaltungen

  • Veranstaltungen im Kultur-, Sport oder Freizeitbereich sind ohne Einschränkungen der Personenanzahl oder besonderen Zugangsvoraussetzungen erlaubt.
  • Es gilt keine allgemeine Maskenpflicht.

Weiterführende Informationen

STAND 10. Mai 2022

Training drinnen und draußen

  • keine Beschränkungen

Turniere und Veranstaltungen

  • Keine Zugangsbeschränkungen

Weiterführende Informationen

STAND 10. Mai 2022

Training drinnen und draußen

  • keine Beschränkungen

Weiterführende Informationen

STAND 10. Mai 2022

Training drinnen und draußen

  • ohne Einschränkungen

Weiterführende Informationen

STAND 10. Mai 2022

Training drinnen und draußen

  • keine Beschränkungen

Weiterführende Informationen

STAND 10. Mai 2022

Training drinnen und draußen

  • keine Beschränkungen

Turniere und Veranstaltungen

  • Maskenpflicht im Innenbereich

Weiterführende Informationen

STAND 10. Mai 2022

Training drinnen und draußen

  • keine Beschränkungen

Turniere und Veranstaltungen

  • keine Beschränkungen

Weiterführende Informationen

STAND 10. Mai 2022

Training drinnen und draußen

  • keine Beschränkungen

Turniere und Veranstaltungen

  • keine Beschränkungen

Weiterführende Informationen

STAND 10. Mai 2022

Training drinnen und draußen

  • keine Beschränkungen

Weiterführende Informationen

STAND 10. Mai 2022

Training drinnen und draußen

  • keine Beschränkungen

Weiterführende Informationen

STAND 10. Mai 2022

Training drinnen und draußen

  • keine Beschränkungen

Turniere und Veranstaltungen

  • keine Beschränkungen

Weiterführende Informationen

STAND 10. Mai 2022

Training drinnen und draußen

  • keine Beschränkungen

Weiterführende Informationen

STAND 10. Mai 2022

Generelle Bestimmungen

  • Hygienekonzept bei Sportausübung in Innenbereichen und Sportveranstaltungen

Training drinnen und draußen

  • keine Einschränkungen

Weiterführende Informationen

STAND 10. Mai 2022

Training drinnen und draußen

  • keine Beschränkungen

Weiterführende Informationen

STAND 10. Mai 2022

Für den Fall einer häuslichen Quarantäne sind Planung und Organisation im Vorfeld wichtig. Denn im Falle einer Quarantäne darf man das Haus nicht verlassen, auch nicht, um sein Pferd zu versorgen. Hier gelten die Anordnungen der zuständigen Behörden (Gesundheits-/Ordnungsamt). Es empfiehlt sich, bereits vorab wichtige Informationen zu sammeln und Vertretungsregelungen zu treffen (Beispiel: im Falle einer Quarantäne weiß Person XY welches Zusatzfutter mein Pferd braucht, wie es zu bewegen ist und wo Sattel und Trensen zu finden sind). Es ist auch ratsam, dem Stallbetreiber eine Liste mit den wichtigsten Daten zukommen zu lassen (Hufschmied, Tierarzt, Besonderheiten beim Reiten/ Longieren etc.), damit dieser im Falle einer Quarantäne alle Pferde entsprechend versorgen kann. Bitte seien Sie solidarisch und helfen Sie sich gegenseitig!

Was ist, wenn Betriebsleiter/-besitzer unter Quarantäne gestellt werden?
Jeder Betreiber/Besitzer eines Pensionsstalls/einer Reitanlage muss für den Fall einer Erkrankung eine Vertretungsperson ernennen – das gilt auch unabhängig von Corona. In dem Fall, dass eine Person aufgrund einer Infektion unter häusliche Quarantäne gestellt wird, hat sie den Anweisungen der zuständigen Behörde (Gesundheits-/Ordnungsamt) unbedingt zu folgen und darf das Haus/die Wohnung nicht verlassen. Das bedeutet in der Regel auch, dass der Betreiber/Besitzer den Stall/die Reitanlage nicht mehr betreten darf. Die ernannte Vertretungsperson muss dann die notwendige Versorgung und Bewegung der Pferde in Abstimmung mit den Pferdebesitzern/Einstellern koordinieren.

Jegliche Absage eines Turniers – aus welchen Gründen auch immer – müssen die Turnierveranstalter an ihre zuständige Landeskommission melden. Die Landeskommissionen müssen wiederum zeitnah die FN über die Absage informieren, damit diese im Online-Nennungssystem Nennung-Online eingetragen werden kann. Alle Teilnehmer, die bisher für das entsprechende Turnier genannt haben, werden durch das System automatisch über die Absage informiert.

Welche Turniere sind bereits abgesagt? 
Welche Turniere abgesagt sind, ist dem Online-Nennungssystem Nennung-Online (www.nennung-online.de) zu entnehmen oder kann direkt bei den Veranstaltern sowie den zuständigen Landesverbänden erfragt werden. Hier gibt es eine Übersicht der Landesverbände.

Wie sieht es mit den Kosten aus? Bekomme ich mein Nenngeld zurück?
Müssen Turniere abgesagt werden, erhebt die FN keine Veranstaltergebühren. Sofern in der Ausschreibung keine anderslautende Regelung enthalten ist, muss der Veranstalter bei Turnieren, bei denen das Nenngeld bereits abgebucht und an den Veranstalter überwiesen wurde, das Nenngeld an die Nenner/Teilnehmer zurückerstatten. Da die Absagen im Zusammenhang mit dem Coronavirus in der Regel als höhere Gewalt eingestuft werden, können die Veranstalter drei Euro je reserviertem Startplatz behalten (Vielseitigkeits-LP zehn Euro). Die Nennung-Online-Gebühr bleibt bei der FN. Der Verbleib der LK-Abgabe ist in den Landesverbänden unterschiedlich geregelt.

Und so läuft das ab: Sobald die Veranstaltung in Nennung-Online als "abgesagt" gekennzeichnet ist, wird dem Turnierverwalter in Nennung-Online an der Stelle, an der auch die Nennungsdaten heruntergeladen werden, eine Datei mit Daten zur Rückabwicklung zur Verfügung gestellt (siehe dazu auch FAQ unter www.nennung-online.de/faq/turnierverwaltung/68).

Wie können Turnierveranstalter Teilnehmer und Zuschauer informieren?
Turnierverwalter können in Nennung-Online „Wichtige Informationen“ bereitstellen. TORIS unterstützt beim Versenden von Informationen an Teilnehmer/Richter (Übersichten-Listen > Veranstaltung Vorbereitung > Briefe / Email-Exportdatei)

Welche Schäden drohen einem Veranstalter, wenn eine Veranstaltung wegen des Coronavirus abgesagt werden muss?
Der wahrscheinlichste Fall eines Schadens sind sogenannte frustrierte Aufwendungen. Diese kommen zustande, wenn ein Veranstalter zur Vorbereitung der Veranstaltung bereits Dinge angeschafft oder Dienstleister beauftragt hat. Teilweise wird sich der Veranstalter von diesen Verträgen wieder lösen können, weil mit der zwangsweisen Absage der Veranstaltung die Geschäftsgrundlage für die Anschaffung bzw. Dienstleistung weggefallen ist. In anderen Fällen kann er auf seinen Aufwendungen sitzen bleiben, wenn zum Beispiel bei Vertragsschluss nicht klar war, dass die Anschaffung/der Auftrag explizit für die Durchführung der Veranstaltung getätigt worden ist oder eine Rückabwicklung schlicht nicht möglich ist. Ein Haftungsschaden wegen Schadensersatzansprüchen von Teilnehmern o.ä. ist dem gegenüber unwahrscheinlich, weil in Fällen höherer Gewalt das erforderliche Verschulden des Veranstalters nicht vorliegt. Sonstige Kostenregelungen für Veranstalter ergeben sich aus den jeweiligen Verträgen mit Dienstleistern und Partnern.

Tritt eine Versicherung ein, wenn einem Veranstalter wegen einer Absage der Veranstaltung aufgrund des Coronavirus Schäden verbleiben?
Das kommt auf die Schadensform im Einzelfall und auch auf das Zustandekommen des Schadens an. Viele Versicherungsbedingungen schließen eine Haftung der Versicherung bei höherer Gewalt allerdings aus. Einzelfragen können letztlich nur von der jeweiligen Versicherung beantwortet werden.

Wie gehe ich als Veranstalter mit bereits abgeschlossenen Verträgen um?
Im Hinblick auf viele geplante Veranstaltungen sind bereits Verträge mit Dienstleistern abgeschlossen worden. Die Veranstalter sind nun mit der Frage konfrontiert, ob sie sich von diesen Verträgen lösen können, wenn die Veranstaltung wegen des Coronavirus ausfallen muss. Eindeutig kann Frage nur im Einzelfall und auf Grundlage der konkret abgeschlossenen Verträge beantwortet werden. Grundsätzlich enthält das deutsche Recht eine Vorschrift, nach der man die Anpassung eines Vertrages verlangen oder sich ggf. auch ganz von dem Vertrag lösen kann, wenn ein weiteres Festhalten an dem unveränderten Vertrag unzumutbar ist. Es ist naheliegend, dass diese Vorschrift angewendet werden kann, wenn eine Veranstaltung aufgrund einer behördlichen Verfügung abgesagt werden muss. Auch wenn hoheitliche Auflagen, wie zum Beispiel eine Beschränkung der Anzahl der Besucher, gemacht werden, können diese Auswirkung auf das Interesse an dem abgeschlossenen Dienstvertrag haben, so dass über eine Vertragsanpassung verhandelt werden kann. Die Frage nach der Zumutbarkeit ist immer eine Werte-Entscheidung, bei der die Interessen aller Vertragsparteien berücksichtigt und zum Ausgleich gebracht werden müssen. Es ist deshalb wichtig, nicht vorschnell einen Rücktritt vom Vertrag zu erklären, sondern zuvor die Möglichkeiten einer Vertragsanpassung sorgfältig zu prüfen und ggf. anzubieten.

Vielen Vereinen/Betrieben und anderen Selbständigen in Pferdesport und Pferdezucht beschert die Coronavirus-Pandemie harte finanzielle Einschnitte. Welche aktuellen staatlichen Hilfsprogramme es gibt, die jetzt von Pferdesportvereinen und Pferdebetrieben in Anspruch genommen werden können, erklärt Steuerberater Frank Scheele in unserer Infosammlung zu finanziellen Hilfen für Pferdesportvereine und Pferdebetriebe.

Ausführliche Informationen zu den aktuellen Fördermöglichkeiten finden sich in der Übersicht Förderprogramme "Corona" von Bund und Ländern. Diese wird regelmäßig aktualisiert.

Video-Tutorials von lexoffice erklären Antragsverfahren
Auch wenn die Förderprogramme kompliziert sind und es aufwendig ist, sich damit zu beschäftigen: Reitschulen können Steuerberaterkosten und Wartezeit auf Finanzhilfen sparen, indem sie sich mit der Überbrückungshilfe beschäftigen. Unterstützung finden sie bei Steuerberater Frank Scheele. Der Finanzcoach von FN-Kooperationspartner lexoffice zeigt in mehreren kurzen Videos, wie Reitschulen die Überbrückungshilfe beantragen können und auf was sie dabei besonders achten müssen. Denn richtig ausgefüllte und korrekt vorbereitete Unterlagen vermeiden lange Laufzeiten. In den Videos geht es um Fragen wie: Wer ist antragsberechtigt? Wie läuft der Antragsprozess ab? Warum kann sich der Antrag verzögern? Auf der Seite finden sich auch eine Checkliste für die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater und ein Excel-Tool für die Antragstellung. Hier geht es zu den Hilfestellungen beim Antragsverfahren.

Welche Hilfe bietet die Bundesregierung?
Die Bundesregierung hat ein Milliarden-Schutzschild für Beschäftigte, Betriebe und Unternehmen entwickelt, die von der Corona-Krise betroffen sind. Es beinhaltet die Flexibilisierung des Kurzarbeitergeldes, steuerliche Liquiditätshilfen für Unternehmen und die Ausweitung bestehender Programme für Liquiditätshilfen. Dies soll Unternehmen den Zugang zu günstigen Krediten erleichtern, etwa durch die Lockerung von Kredit-Bedingungen. Mehr Informationen, Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) sowie Corona-Hotlines gibt es auf den Internetseiten des Bundeswirtschaftsministeriums: https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Home/home.html

Überbrückungshilfe/Neustarthilfe
Für Unternehmen, Soloselbstständige sowie Freiberufler*innen aller Branchen:

  • Überbrückungshilfe, Antragszeitraum bis 15. Juni 2022
  • die Neustarthilfe, unterstützt Soloselbständige mit einer Betriebskostenpauschale von bis zu 7.500 Euro -  Antragszeitraum bis 15. Juni 2022

Bitte beachten: Um die Überbrückungshilfen zu beantragen, wenden Sie sich bitte an einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt. Die Antragstellung erfolgt über ein bundeseinheitliches Online-Portal: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Härtefallhilfen
Die Härtefallhilfen ergänzen die bisherigen Unternehmenshilfen. Die Länder können damit Unternehmen (auch gemeinnützige Organisationen und Vereine) und Selbständige unterstützen, die nach Ermessensentscheidungen der Länder eine solche Unterstützung benötigen. Die Antragstellung erfolgt über prüfende Dritte im jeweiligen Bundesland. 

Unter: https://www.haertefallhilfen.de/HSF/Navigation/DE/Home/home.html finden sich Informationen und Links zu den 16 Bundesländern.

Achtung: Bitte beachten Sie, dass im Netz unseriöse Seiten kursieren können, die gegen Geldzahlung Hilfe beim Ausfüllen der Anträge anbieten. Vorsicht ist ebenfalls geboten bei Fake-E-Mails zur Corona-Soforthilfe, in denen zur Rückzahlung „zu viel erhaltener Fördergelder“ aufgefordert wird.

Auch E-Mails mit Zahlungsanweisungen ohne Corona-Bezug sollten mit besonderer Vorsicht behandelt werden. Derzeit häufen sich Fake-Mails von Betrügern, die nach intensiver Recherche der Vereinshomepages Zahlungsaufforderungen im Namen des Vorsitzenden an den Kassenwart versenden. Wie lassen sich gefälschte E-Mails mit Zahlungsanweisungen erkennen?

  • Prüfen Sie die Endung der Absenderadresse auf Richtigkeit (z.B. „.com“ statt „.de“, oder oft Endungen anderer Länder).
  • Fragen Sie sich, ob es plausibel ist, dass Ihr Vorstandsmitglied Sie um die Ausführung dieser Zahlung bittet und ob es einen Verwendungszweck gibt, der Ihnen bekannt ist.
  • Besonders viele Rechtschreib- und Grammatikfehler sowie die Anrede („Du“ statt „Sie“, direkte Ansprache mit dem Vornamen) und Grußformel in einer Mail können Hinweise auf eine Fälschung sein.
  • Zudem wird oft ein zeitlicher Druck durch Wörter wie „schnell“ oder „sofort“ ausgeübt.
  • Im Zweifel kontaktieren Sie das Vorstandsmitglied per Telefon und lassen sich den Zahlungsauftrag bestätigen.
  • Sollte es sich um eine Fake-Mail handeln, antworten Sie nicht auf die Mail, laden Sie keine Anhänge herunter, klicken Sie keine Links an und zeigen Sie den Betrugsversuch bei der Polizei an.

Welche weiteren Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für landwirtschaftliche Betriebe?
Unterstützungsmöglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe sind zum Beispiel Erleichterungen bei Saisonarbeitskräften, Arbeitszeitregelungen und Hinzuverdienstgrenzen, Stundung von Steuerzahlungen und Anpassung von Steuervorauszahlungen sowie Liquiditätshilfedarlehen der Landwirtschaftlichen Rentenbank. Alle diese Unterstützungsmöglichkeiten sollten direkt bei den zuständigen landwirtschaftlichen Behörden erfragt werden oder auch beim Deutschen Bauernverband bzw. den Landesvertretungen. Kontaktdaten gibt es in der Übersicht landwirtschaftlicher Behörden und Verbände.

Welche Corona-Sonderprogramme gibt es noch?
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet für kleine, mittelständische sowie Großunternehmen und gemeinnützige Organisationen unterschiedliche „Corona-Hilfen“ an wie Darlehen mit reduziertem Zinssatz oder auch Schnellkredite. Informationen zu allen Angeboten finden sich unter: https://www.kfw.de/kfw.de.html

Wann kann ich eine Entschädigung für Verdienstausfälle beantragen?
Um die Gesundheit der Bevölkerung sicherzustellen, können die zuständigen Behörden auf Basis des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) Maßnahmen treffen und zum Beispiel Personen offiziell unter Quarantäne stellen. Angestellte und selbstständig Tätige können in diesem Fall für den dadurch entstehenden Verdienstausfall eine Entschädigung beantragen. Wichtiger Hinweis: Eine Verdienstausfall-Entschädigung kann nur auf der Grundlage eines behördlich angeordneten „Tätigkeitsverbotes“ (Gesundheitsamt oder Ordnungsamt) gem. IfSG erfolgen: https://ifsg-online.de/index.html

Förderbanken/Landesförderinstitute
Jedes Bundesland verfügt über eine Förderbank bzw. ein Landesförderinstitut. Hierüber werden zumeist zinsgünstige Darlehen für Investitionen und Betriebsmittel unterstützt. Zur Beantragung ist die Vorlage eines Businessplans bei der Hausbank erforderlich. Diese stellt nach Prüfung der Unterlagen beim Landesförderinstitut den Antrag. Eine Übersicht der Förderbanken, die zu den jeweiligen Bundesländern führt, gibt es unter www.investitionsbank.info. Wir empfehlen, die entsprechende Website der Landesförderbanken regelmäßig zu besuchen, denn dort werden immer wieder aktuelle Informationen bereitgestellt.

Bürgschaftsbanken
Notwendige Liquiditätshilfen für gewerbliche kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Freiberufler können außerdem über Bürgschaftsbanken abgesichert werden. Eine kostenlose Anfrage für ein Finanzierungsvorhaben kann online über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken gestellt werden. Genauso kann eine Kontaktaufnahme durch die Hausbank sowie Berater erfolgen. Wichtig ist die Vorlage eines plausiblen Liquiditätsplans, aus welchem der erforderliche Kapitalbedarf hervorgeht. Die direkten Ansprechpartner sind immer die Hausbanken. Eine interaktive Karte (unten auf der Internetseite) führt zu den Bürgschaftsbanken der Bundesländer und ihren Angeboten: https://finanzierungsportal.ermoeglicher.de/ermoeglicher.de

Politische Ebene
In der Coronavirus-Krise brechen Einnahmen aus dem Schulbetrieb weg, Trainer können keinen Unterricht geben, Vereine und Betriebe stehen vor kapitalen Existenzfragen. Wir setzen uns auf politischer Ebene für die finanzielle Unterstützung der Vereine und Betriebe ein und drängen darauf, dass die Landes- und Bundesministerien im wirtschaftlichen, landwirtschaftlichen und sportlichen Bereich Maßnahmen ergreifen. Dafür sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen: Schildern Sie Ihre Notlage in knapper aber deutlicher Form Ihrem Kommunalpolitiker, Kreis-, Landtags- und auch Bundestagsabgeordneten aus den eigenen Regionen. Am besten in persönlichen Briefen. Die FN bittet darum, diese Briefe der Betroffenen in Kopie zu bekommen (per E-Mail an Thomas Ungruhe, tungruhe@fn-dokr.de). So können wir uns viel effektiver auf politischer Ebene für die finanzielle Unterstützung der Vereine und Betriebe einsetzen. Hier finden Sie Ihre Ansprechpartner für Notsituationen im Pferdesport nach Bundesländern.

Bereits im März 2020 hat der DOSB eine zeitweise veränderte Praxis bei der Ausstellung und Verlängerung von DOSB-Lizenzen beschlossen. Aufgrund der fortdauernden, coronabedingten Einschränkungen wird die Praxis nun ein weiteres Mal für das Jahr 2022 verlängert.

Das bedeutet für den Pferdesport:

  1. Die Landespferdesportverbände können die DOSB Lizenzen, die bis 31. Dezember 2022 ungültig werden, auch ohne absolvierte Fortbildung um ein zusätzliches Jahr ab dem Tag des letzten Gültigkeitstages verlängern.
  2. Zudem können die Landespferdesportverbände die Ausbildungsdauer von Trainerausbildungsmaßnahmen, die aufgrund der Corona-Krise nicht abschließend stattfinden können, um ein zusätzliches Jahr und damit auf maximal drei Jahre ausdehnen.

Ablauf der Lizenzverlängerung
Die coronabedingte Verlängerung der Trainerlizenzen von weiteren 12 Monaten auch ohne die geforderte Anzahl an Fortbildungseinheiten erfolgt nicht automatisch, sondern muss von jedem Trainer selbst angefordert werden. Der Verlängerungsantrag wird von den Trainern unter Vorlage der bereits absolvierten Fortbildungseinheiten beim jeweiligen Landespferdesportverband wie bei einer gewöhnlichen Lizenzverlängerung eingereicht und bearbeitet. Da die einzelnen Verbände unterschiedlich vorgehen, ist es ratsam für alle Trainer, sich dazu beim Landespferdesportverband nach den Abläufen zu erkundigen.

Wie sieht es mit dem Eintrag von Hengsten ohne HLP ins Hengstbuch I aus? 

Hierfür gibt es einen Sonderbeschluss der FN-Mitgliedszuchtverbände, die ein Zuchtprogramm für Deutsches Reitpferd führen. Aufgrund des Ausfalls der Hengstleistungsprüfungen infolge der Coronavirus-Epidemie soll die vorläufige Eintragung von Hengsten in das Hengstbuch I im Jahr 2020 auch ohne die Nachweise der notwendigen Hengstleistungsprüfungen möglich sein. Diese Aussetzung der ZVO-Bestimmungen zum Hengstbuch I-Eintrag bedeutet jedoch nicht, dass den Hengsten die Prüfungen generell erlassen werden. Für die vorläufige oder endgültige Eintragung in das Hengstbuch I im Jahr 2021 müssen alle notwendigen Eigenleistungsnachweise gemäß Zuchtverbandsordnung (ZVO) nachgewiesen werden.

Dies bedeutet:

  • Vorläufige Eintragung von dreijährigen gekörten Hengsten ohne Teilnahme an einer 14-tägigen Veranlagungsprüfung in das Hengstbuch I für die Decksaison 2020.
  • 2021 müssen diese Hengste entweder die Teilnahme mit Ergebnis an einer 50-tägigen Hengstleistungsprüfung bzw. an einer 14-tägigen Veranlagungsprüfung im Sommer/Herbst 2020 oder Frühjahr 2021 sowie an der Sportprüfung für Hengste Teil I im Frühjahr 2021 nachweisen.
  • Vorläufige Eintragung von vierjährigen gekörten Hengsten mit entsprechendem Ergebnis aus einer 14-tägigen Veranlagungsprüfung oder einer Sportprüfung für Hengste Teil I, aber ohne Teilnahme an einer Sportprüfung für Hengste Teil I bzw. 14-tägigen Veranlagungsprüfung in das Hengstbuch I für die Decksaison 2020.
  • 2021 müssen diese Hengste entweder die Teilnahme mit Ergebnis an einer 50-tägigen Hengstleistungsprüfung oder an der Sportprüfung für Hengste Teil II in 2021 zweimal mit Ergebnis nachweisen. Falls die 14-tägige Veranlagungsprüfung noch nicht mit Ergebnis absolviert wurde, muss auch diese nachgewiesen werden.
  • Vorläufige Eintragung von fünfjährigen gekörten Hengsten mit entsprechenden Ergebnissen aus einer 14-tägigen Veranlagungsprüfung sowie aus einer Sportprüfung für Hengste Teil I, aber ohne Teilnahme an einer Sportprüfung für Hengste Teil II in das Hengstbuch I für die Decksaison 2020.
  • 2021 müssen sich diese Hengste im Laufe des Jahres 2020 zum Bundeschampionat qualifiziert oder eine 50-tägige Hengstleistungsprüfung im Herbst 2020 absolviert haben oder im Frühjahr 2021 mit Ergebnis absolvieren. Alternativ können Hengste auch die Teilnahme mit Ergebnis an der ausnahmsweise nur in 2021 durchgeführten altersgerechten Sportprüfung Teil II für 6-jährige Hengste nachweisen.

Wie sieht es bei den Ponys und Kleinpferden aus?
Auch bei den Pony-, Kleinpferde- und Sonstigen Rassen gibt es aufgrund der derzeitigen Corona-Krise eine Fristverlängerung für das Absolvieren der Hengstleistungsprüfungen. Für alle Hengste, die in diesem Jahr ihre Leistungsprüfung ableisten müssen, wird die Frist für einen Verbleib im Hengstbuch I bis Jahresende 2021 verlängert.

Allgemeine Informationen zum Coronavirus

Stand: 11.05.2022