Deutsche Reiterliche Vereinigung

Coronavirus: Auswirkungen auf den Pferdesport

Aktuelle Informationen

Die Auswirkungen des Coronavirus (COVID-19) treffen Vereine, Betriebe, Pferdehalter, -sportler und -züchter sowie Turnierveranstalter mit besonderer Härte. Als Interessenvertreter von Pferdesport und Pferdezucht setzen sich die FN und ihre Mitgliedsverbände dafür ein, dass Turniere, Leistungsprüfungen, Lehrgänge, Seminare und andere Vereinsaktionen auf den Pferdesportanlagen wieder stattfinden dürfen.

Als Bundesverband orientiert sich die FN an den Vorgaben der Bundesregierung, interpretiert sie aus fachlicher Sicht und leitet daraus Empfehlungen im Sinne von Pferdesport und Pferdezucht ab, die in den untenstehenden Downloads und FAQ nachzulesen sind. Die FN kann keine bundeseinheitlichen und rechtsverbindlichen Regeln zum Umgang mit dem Coronavirus aussprechen. Dafür sind Bundesregierung, Bundesländer, Landkreise und Kommunen zuständig. So kommt es, dass es regional und lokal unterschiedliche Regelungen für Pferdesport und Pferdezucht gibt. Die FN rät allen Pferdesportlern und Züchtern, sich die Veröffentlichungen des Landespferdesportverbandes, der Regierung und Ministerien des eigenen Bundeslandes sowie der Kommunen durchzulesen und im Zweifel beim zuständigen Ordnungsamt nachzufragen.

Die jeweiligen Verordnungen und Allgemeinverfügungen, die in den Regionen gelten, sind auf den Seiten der Bundesländer zu finden: www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-bundeslaender-1745198


News


Downloads

Achtung: Die Corona-Lage ist sehr dynamisch und die unterschiedlichen Vorgaben von Bund und Ländern können sich schnell verändern. Deshalb unterliegen auch die untenstehenden Dokumente einem ständigen Anpassungsprozess.
Für den Fall, dass ausschließlich die notwendige Versorgung und Bewegung von Pferden aus Tierschutzgründen erlaubt ist, stellt die FN folgende Notfallpläne und Handlungsempfehlungen zur Verfügung. Bei Ausgangsbeschränkungen oder -sperren ist es unbedingt notwendig, nicht nur die aktuellen Landesverordnungen zu beachten, sondern auch zusätzlich die Vorgaben des eigenen Landkreises bzw. der eigenen Stadt/Gemeinde.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie die Regelungen in den einzelnen Bundesländern aussehen, geben die Corona-Schutzverordnungen der Länder vor. Sobald neue Länder-Verordnungen vorliegen, werden wir diese sichten und in den untenstehenden FAQ aufbereiten. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir sehr viele Anfragen rund um Corona erhalten und Zeit für die Recherche benötigen. Sobald wir über die entsprechenden Informationen und Empfehlungen verfügen, werden wir sie hier veröffentlichen. Wir können jedoch keine rechtsverbindlichen Antworten geben. Ihre Fragen können Sie an die E-Mail-Adresse corona@fn-dokr.de senden.

Bundesweite Notbremse bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 (gültig bis 30.06.2021)

Die Regeln des Bundes-Infektionsschutzgesetzes greifen, wenn in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt drei Tage hintereinander eine 7-Tages-Inzidenz von 100 überschritten wird. Wichtig ist aber: Wenn die CorSchVO des Landes härtere Regeln vorsieht, gelten diese auch fort. Lediglich ein Unterschreiten der Regeln des Bundes-Infektionsschutzgesetzes ist nicht möglich. Die folgenden Regeln ergeben sich somit aus einem Zusammenwirken von Bundes-Infektionsschutzgesetzes (Mindestregeln) und CorSchVO NRW (weitergehende Regeln):

Status Quo
Die einzelnen Bundesländer setzen die Beschlüsse in ihren Corona-Schutzverordnungen teils unterschiedlich um. Die FN rät deshalb dringend, sich regelmäßig über die geltenden Regelungen im eigenen Bundesland sowie dem eigenen Landkreis/der eigenen Stadt oder Gemeinde zu informieren und diese unbedingt zu befolgen. Das Robert-Koch-Institut aktualisiert täglich die bundesweiten Infektionszahlen. Im RKI-Dashboard können sich Bürger*innen über die Sieben-Tages-Inzidenzen in ihrem Landkreis informieren.

Position der FN
Dass der Pferdesport – mit Ausnahme des Gruppenvoltigierens – als Individualsport gilt, ist unumstritten. Ebenso, dass die Versorgung und Bewegung von Pferden zu jeder Zeit sichergestellt werden muss, um das Tierwohl zu gewährleisten.

Die FN und ihre Landesverbände vertreten folgende Position gegenüber den Ministerien:

  • Der Pferdesport ist kein Kontaktsport und findet in der Regel an der frischen Luft statt. Es liegt in der Natur der Sache, dass beim Umgang mit Pferden und beim Reiten ein Sicherheitsabstand gewahrt wird. Pferdesportler*innen wissen, wie wichtig Disziplin und die Einhaltung von Regeln sind. Sie können sich gut organisieren und nehmen Rücksicht auf andere Menschen. Das haben sie in den vergangenen Monaten bewiesen.
  • Im Pferdesport gibt es mit Reithallen und Reitplätzen große Bewegungsflächen. Schon im Rahmen des Lockdowns im März/April 2020 durfte in den meisten Bundesländern mindestens ein Pferd pro 200 Quadratmeter bewegt werden. Mindestens das muss weiter gelten, auch wenn dies im Einzelfall bedeuten kann, dass mehr als zwei Reiter in einer Halle oder auf einem Platz reiten. Da die örtlichen Gegebenheiten auf den Pferdesportanlagen unterschiedlich sind (Größe der Halle/des Platzes, Belüftung), hält die FN fachlich auch eine Regelung von 100 Quadratmetern pro Pferd für ausreichend, wenn dies durch die Landesverordnungen erlaubt ist. Bei Bedarf kann eine Bewegungsfläche auch in mehrere Flächen unterteilt werden.
  • Die Pferdebewegung in der Halle/auf dem Platz bedarf einer fachkundigen Aufsicht, die die Sicherheit gewährt. Diese Aufgabe übernimmt im besten Fall ein/e Trainer/in oder ein/e Reitlehrer/in. Somit muss nach Auffassung der FN auch Unterricht erlaubt sein, der weniger Training als vielmehr eine Beaufsichtigung und Sicherheitsbegleitung bei der Bewegung von Pferden ist.
  • Die Pferdesportverbände wollen ihre gesellschaftliche Verantwortung weiterhin wahrnehmen und die Maßnahmen der Behörden unterstützen. Daher wird den Vereinen und Betrieben empfohlen, wieder bzw. weiterhin die Anwesenheit der Menschen auf der Anlage zu dokumentieren. Wenn es aufgrund des Platzangebotes auf der Reitanlage erforderlich ist, wird zudem empfohlen, Zeitfenster zu vergeben, um die Zahl der Menschen auf der Reitanlage zu regulieren.
  • Die Verbände haben den Vereinen und Betrieben umfassende Leitfäden zur Verfügung gestellt, die konsequent angewandt werden, auf den allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln beruhen und stetig aktualisiert werden.

Darüber hinaus gibt es grundlegende Eckpunkte zum Hygiene- und Infektionsschutzmanagement, die für Pferdesport und Pferdezucht in ihrer Gesamtheit sichergestellt werden sollten. Dies sind:

  • Reduzierung/Begrenzung der Anwesenheitszeiten auf der Pferdesportanlage bzw. dem Zuchtbetrieb auf ein notwendiges Maß.
  • Nachvollziehbare Dokumentation der Anwesenheitszeiten der Menschen auf der Pferdesportanlage bzw. dem Zuchtbetrieb.
  • Die Anzahl der Pferde und Menschen, die gleichzeitig in einer Reithalle bzw. auf einem Reitplatz trainieren, wird mit Blick auf den Infektionsschutz so klein wie möglich gehalten und ein Sicherheitsabstand stets gewährleistet.
  • Die Anzahl der Pferde, die in einem Stalltrakt gleichzeitig gepflegt werden, wird mit Blick auf den Infektionsschutz so klein wie möglich gehalten und ein Sicherheitsabstand stets gewährleistet.
  • Reduzierung der Kontakte auf ein Minimum und Einhaltung der Mindestabstandsregeln zu anderen Personen.
  • Benennung einer Person im Reitstall bzw. Zuchtbetrieb, die für die Überwachung und Beratung zu Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben verantwortlich ist.
  • Einhaltung aller Maßgaben zum Infektionsschutz nach den AHA- plus L-Regeln der Bundesregierung. Mehr Informationen dazu: https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/alltag-in-zeiten-von-corona.html
  • Besonderer Schutz der Angehörigen von Risikogruppen.
  • Personen mit Symptomen einer Covid-19-Erkrankung sowie Personen, die wissentlich relevanten Kontakt zu einer auf das Coronavirus (Sars-CoV-2) positiv getesteten Person hatten und unter behördlich angeordneter Quarantäne stehen, dürfen den Stall/die Pferdesportanlage nicht betreten.
  • Infektionsrisiken in allen Bereichen der Pferdesportanlage bzw. des Zuchtbetriebs und für alle Maßnahmen und Angebote abwägen, einordnen und entsprechende Schutzmaßnahmen umsetzen. Das gilt auch beim Zuchteinsatz von Pferden. Als Hilfestellung dafür stehen konkretisierende Leitfäden zur Verfügung, beispielsweise für den Reitschulunterricht, den Wettkampfbetrieb sowie für Zuchtveranstaltungen. Diese sind unter www.pferd-aktuell.de/coronavirus im Downloadbereich zu finden.
  • Um Infektionsketten schneller nachvollziehen und unterbrechen zu können und damit die Gesundheitsämter zu entlasten, können auch Apps genutzt werden. Die FN empfiehlt zum einen die „Corona-Warn-App“ der Bundesregierung (mehr Informationen: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-warn-app), sowie die sogenannte Luca-App (mehr Informationen: https://www.luca-app.de/).

Erstellung von Hygienekonzepten und Dokumentation der Anwesenheit
Um die oben genannten Punkte umsetzen zu können, empfiehlt die FN den Betreibern von Pferdesportanlagen/den Verantwortlichen in den Vereinen, unbedingt Hygienekonzepte aufzustellen und dafür zu sorgen, dass die Anwesenheit aller Personen, dazu gehören auch Tierärzte, Schmiede, Therapeuten, externe Reitlehrer und andere Dienstleister, auf der Anlage dokumentiert und abgestimmt wird, um Menschenansammlungen zu verhindern.

Darf ein Stallbetreiber den Betrieb für Pferdebesitzer und Einstaller schließen oder die Anwesenheitszeit und Personenzahl auf der Anlage begrenzen?
Der Betreiber/Besitzer der Anlage hat das Hausrecht und muss beurteilen, welche Aktivitäten rund um Versorgung und Bewegung der Pferde auf seiner Anlage unter Berücksichtigung der geltenden Regeln noch stattfinden können. Da die Sportanlagen aber nicht wie im März komplett geschlossen werden müssen, sondern Ausnahmen für den Individualsport gelten, müssen Stallbetreiber ihren Einstallern auch den Zugang zu ihren Pferden gewähren und ihren Betrieb nur in absoluten Ausnahmefällen schließen. Dafür ist dann eine gute Begründung notwendig, ein pauschaler Verweis auf den eigenen gesundheitlichen Schutz und den gesundheitlichen Schutz der Kunden und Mitarbeiter wird dabei nicht ausreichen. Es müssen im Einzelfall vielmehr gravierende, zusätzliche Faktoren hinzutreten. Der Anlagenbetreiber ist rechtlich für die Einhaltung der behördlichen Vorgaben verantwortlich. Wenn er Betretungsverbote ausspricht, muss er neben der notwendigen Versorgung sicherstellen, dass Pferde ein ausreichendes Angebot an freier Bewegung haben. Sollte der Trainings-, Ausbildungs- sowie Gesundheitszustand dies zulassen, ist ein Verzicht auf zusätzliche kontrollierte Bewegung vertretbar. Sollte dies nicht möglich sein, muss er Notbewegungspläne aufstellen – stets in enger Abstimmung mit den Pferdebesitzern/Einstellern.

Was umfasst die notwendige Versorgung und Bewegung von Pferden?
Die notwendige Versorgung und Bewegung umfasst folgende Punkte und muss zu jeder Zeit sichergestellt werden, um das Tierwohl zu gewährleisten:

  • Pferdegerechte Fütterung
  • Pflege der Boxen (Ausmisten und Einstreuen, Kontrolle der Tröge und Tränken)
  • Tägliche Tierkontrolle (Ist das Pferd gesund? Hat es Verletzungen?)
  • Bewegung: Täglich mehrstündige Bewegung zusammengesetzt aus kontrollierter Bewegung (z.B. Reiten/Longieren) und freier Bewegung (Auslauf auf dem Paddock/der Weide) sind essentiell für das physische und psychische Wohlbefinden sowie die Gesunderhaltung des Pferdes. Für den Fall, dass ein Pferd ein ausreichendes Angebot an freier Bewegung hat und der Trainings-, Ausbildungs- sowie Gesundheitszustand dies zulässt, ist ein Verzicht auf zusätzliche kontrollierte Bewegung vertretbar.
  • Notwendige tierärztliche und/oder therapeutische Versorgung
  • Dringend notwendige Versorgung durch den Schmied

Gibt es eine zeitliche Begrenzung für die Anwesenheit auf der Pferdesportanlage/im Stall/in der Reithalle? Dürfen mehrere/unterschiedliche Personen ein Pferd versorgen und bewegen (z.B. Reitbeteiligungen)?
Um die gesetzlichen Regelungen bzw. Inhalte der Corona-Schutzverordnungen der Bundesländer einhalten zu können, empfiehlt die FN den Betreibern von Pferdesportanlagen/den Verantwortlichen in den Vereinen, unbedingt Hygienekonzepte aufzustellen und dafür zu sorgen, dass die Anwesenheit aller Personen, dazu zählen neben den Pferdebesitzern/Reitbeteiligungen auch Tierärzte, Schmiede, Therapeuten, externe Reitlehrer und andere Dienstleister, auf der Anlage dokumentiert und abgestimmt wird, um Menschenansammlungen zu verhindern.

Die FN unterstützt die Stallbetreiber darin, klare Regeln für ihren Betrieb/ihre Anlage aufzustellen – unter angemessener und verantwortungsvoller Berücksichtigung der Betriebsgröße, der vorhandenen Möglichkeiten (Ställe, Plätze, Hallen) sowie der Zahl der Einstaller. Die vorhandenen Möglichkeiten auf den Anlagen müssen mit Vernunft und Augenmaß so gut wie möglich ausgeschöpft werden. Es geht darum, die Betreuung der Pferde durch die Besitzer oder von ihnen beauftragte Personen sowie Training und Unterricht auch mit externen Trainern zu ermöglichen.

Auf Anlagen, deren räumliche Kapazitäten es nicht zulassen, dass sich alle Pferdebesitzer/Reitbeteiligungen zeitgleich bei ihren Pferden aufhalten, müssen also Zeitfenster vorgegeben werden, um die Abstands- und Hygieneregeln einhalten zu können. Dies dient dazu, allen Pferdebesitzern/Reitbeteiligungen die Möglichkeit zu geben, ihre Pferde angemessen zu versorgen und zu bewegen. Aus den Beschlüssen des Bundes und der Länder gehen jedoch keine konkreten zeitlichen Begrenzungen hervor.

Dürfen externe Trainer Unterricht erteilen? Dürfen neben Tierärzten und Schmieden auch andere Dienstleister, zum Beispiel Osteopathen oder Sattler, auf den Hof kommen?
Die Bundesregierung appelliert dringend, in der kommenden Zeit Abstand zu halten und Kontakte zu verringern. Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Die Anwesenheit von externen Personen wie Trainern/Ausbildern, Tierärzten, Therapeuten und anderen Dienstleistern muss also ebenfalls auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Zudem müssen alle Aktivitäten in das Hygienekonzept der jeweiligen Pferdesportanlage integriert werden, also mit dem Betreiber der Anlage abgestimmt sein. Der Mindestabstand von 1,5 Metern sowie die bekannten Hygieneregeln müssen zu jeder Zeit eingehalten werden.

Darf ich mit meinem Pferd an einen anderen Ort fahren, um die notwendige Bewegung sicherzustellen?
Die Bundesregierung appelliert dringend, in der kommenden Zeit Abstand zu halten, Kontakte zu verringern und wann immer möglich zu Hause zu bleiben. Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren sowie generell auf nicht notwendige private Reisen zu verzichten. Deshalb empfiehlt die FN, in den kommenden Wochen auch auf Reisen/Fahrten mit dem Pferd zu verzichten. Sollte jedoch am eigenen Stall keine Möglichkeit gegeben sein, um dem Pferd täglich mehrstündige Bewegung zusammengesetzt aus freier Bewegung (z.B. Paddock/Weide) und kontrollierter Bewegung (z.B. Reiten/Longieren) zukommen zu lassen, sollte es aus Sicht der FN zulässig sein, zum Zwecke der notwendigen Bewegung an einen anderen Ort zu fahren, an dem etwa eine Reithalle oder ein Reitplatz vorhanden ist. Dies ist dann allerdings im Vorhinein mit dem Anlagenbetreiber abzustimmen.

Ich wohne in einem deutschen Grenzgebiet und mein Pferd steht im benachbarten Ausland. Was kann ich tun, wenn es zu Problemen bei der Ein-/Ausreise kommt?
Wir haben allergrößtes Verständnis für die Sorgen und Nöte der Pferdehalter. So hart es aber leider klingt – nach unserem Kenntnisstand werden die Pferdehalter nicht zu ihren Pferden im Ausland gelangen können, wenn dies die Anweisungen der örtlichen Behörden und/oder der Polizei sind. Derzeit gibt es zwar keine grundsätzlichen Grenzschließungen für den Personenverkehr, jedoch kann jedes Land aus Infektionsschutzgründen eigene (Ausnahme-)Regelungen für den Grenzübertritt aufstellen.

Wir raten Pferdehaltern dringend, sich vor dem Grenzübertritt die jeweiligen Regelungen zur Ein- und Ausreise sowie die Quarantäne-Bedingungen beider Länder durchzulesen und zu berücksichtigen. Die aktuell ausgewiesenen Corona-Risikogebiete sind auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html zu finden.

Darüber hinaus können wir ihnen nur raten, ihr sehr verständliches und notwendiges Anliegen per E-Mail an ihren zuständigen Amtsveterinär zu schicken. Der auf der deutschen Seite regional zuständige Amtsveterinär sollte auf dem Briefpapier des entsprechenden Landkreises (oder wenigstens per E-Mail) die tiermedizinische Notwendigkeit für den Grenzübertritt bestätigen. Dieses amtliche Dokument kann an der Grenze vielleicht weiterhelfen. Bis dahin sollten die Pferdehalter die E-Mail an den Amtsveterinär ausdrucken und beim Grenzübergang vorzeigen, um damit als „Eigenbeleg“ das Anliegen nachweisen zu können. Möglicherweise kann es helfen, in Reitbekleidung an die Grenze zu fahren, um deutlich zu machen, dass der alleinige Zweck des Grenzübertritts die notwendige Versorgung und Bewegung der Pferde ist. Ob dieses Vorgehen sowie das amtliche Dokument tatsächlich von den Grenzbeamten akzeptiert wird, können wir jedoch nicht mit Sicherheit sagen. Deshalb sollten die Pferdehalter dringend alternative Personen auf der anderen Seite der Grenze ausfindig machen, die ihre Pferde versorgen können/könnten, wenn es keine andere Lösung dafür geben sollte.

Darf ich in ein anderes Bundesland fahren, um mein Pferd zu versorgen und zu bewegen?
Aus den Beschlüssen von Bund und Ländern geht der dringende Appell an die Bürgerinnen und Bürger hervor, von nicht zwingend notwendigen Reisen im Inland und auch ins Ausland abzusehen. Da jedoch auch bei möglichen Ausgangssperren die notwendige Versorgung und Bewegung der Pferde zu jeder Zeit sichergestellt werden muss, um das Tierwohl zu gewährleisten, stellt dies aus Sicht der FN einen triftigen Grund für die Fahrt in ein anderes Bundesland dar. Anderslautenden behördlichen Vorgaben – dazu zählen die Corona-Verordnungen des jeweiligen Bundeslandes und des Landkreises, in den gereist wird – ist natürlich stets Folge zu leisten. Die FN empfiehlt, stets eine Eigenerklärung für den Zweck der Fahrt mit sich zu führen. Ein Musterformular ist im Downloadbereich dieser Seite zu finden.

Darf ich ein Pferd kaufen/verkaufen und ausprobieren (lassen)?
Aus den Verordnungen der Bundesländer gehen keine klaren Regelungen zum Pferdekauf/-verkauf hervor. Deshalb empfiehlt die FN, diese Frage direkt mit den zuständigen Behörden vor Ort abzustimmen. In den Bundesländern, in denen Ausgangssperren gelten, ist der Pferdekauf nicht explizit als Ausnahme bzw. als triftiger Grund für das Verlassen des Hauses genannt. Nur die notwendige Versorgung und Bewegung von Pferden gemäß Tierschutzgesetz darf stattfinden. Vor diesem Hintergrund sind übermäßig lange Aufenthalte auf der Pferdesportanlage nicht mehr möglich.

Generell sollten Besuche externer Personen auf Pferdesportanlagen in das vorhandene Hygienekonzept integriert werden, um Menschenansammlungen zu verhindern. Die bekannten Abstands- und Hygieneregeln müssen zu jeder Zeit eingehalten werden. Es ist ratsam, mit dem Tierarzt Rücksprache zu halten, ob er trotz des Shutdowns Ankaufsuntersuchungen durchführt. Zudem sollte im Vorfeld abgeklärt werden, ob in dem Reitstall, in dem das neue Pferd untergebracht werden soll, derzeit neue Einstaller aufgenommen werden können bzw. dürfen.

Zusammenfassend rät die FN, sehr gründlich abzuwägen, ob der aktuelle Zeitpunkt der richtige für einen Pferdekauf oder -verkauf ist. Oftmals sind gerade in der Eingewöhnungszeit mit einem neuen Pferd längere Zeiten am Stall erforderlich.

Die Bundesregierung appelliert dringend an die Bürgerinnen und Bürger, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Insbesondere in Landkreisen/Regionen mit einer hohen Sieben-Tages-Inzidenz muss sehr genau geprüft werden, wie Ausreiten möglich ist. Manche Bundesländer haben konkrete Informationen zum Ausreiten veröffentlicht. Die FN empfiehlt dringend, sich bei den örtlichen Behörden über die geltenden Regelungen zu informieren und beim Ausreiten an die Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes zu halten.

Status Quo
Die einzelnen Bundesländer setzen die Beschlüsse in ihren Corona-Schutzverordnungen teils unterschiedlich um. Die FN rät deshalb dringend, sich regelmäßig über die geltenden Regelungen im eigenen Bundesland sowie dem eigenen Landkreis/der eigenen Stadt oder Gemeinde zu informieren und diese unbedingt zu befolgen. Das Robert-Koch-Institut aktualisiert täglich die bundesweiten Infektionszahlen. Im RKI-Dashboard können sich Bürger*innen über die Sieben-Tages-Inzidenzen in ihrem Landkreis informieren.

Position der FN
Die Position der FN ist, dass die Pferdebewegung in der Halle und auf dem Platz einer fachkundigen Aufsicht bedarf, die die Sicherheit gewährt. Diese Aufgabe übernimmt im besten Fall ein/e Trainer/in oder ein/e Reitlehrer/in. Somit sollte nach Auffassung der FN auch Unterricht erlaubt sein, der weniger Training als vielmehr eine Beaufsichtigung und Sicherheitsbegleitung bei der Bewegung von Pferden ist.

Im Pferdesport gibt es mit Reithallen und Reitplätzen große Bewegungsflächen. Schon im Rahmen des Lockdowns im März/April 2020 durfte in den meisten Bundesländern mindestens ein Pferd pro 200 Quadratmeter bewegt werden. Mindestens das muss weiter gelten, auch wenn dies im Einzelfall bedeuten kann, dass mehr als zwei Reiter in einer Halle oder auf einem Platz reiten. Da die örtlichen Gegebenheiten auf den Pferdesportanlagen unterschiedlich sind (Größe der Halle/des Platzes, Belüftung), hält die FN fachlich auch eine Regelung von 100 Quadratmetern pro Pferd für ausreichend, wenn dies durch die Landesverordnungen erlaubt ist. Bei Bedarf kann eine Bewegungsfläche auch in mehrere Flächen unterteilt werden. 

Achtung: Mit dieser Position setzen sich die FN und ihre Landesverbände auf politischer Ebene für den Pferdesport ein. Rechtsverbindlich sind jedoch ausschließlich die Verordnungen und Vorgaben der Bundesländer und zuständigen Behörden. In den Bundesländern gibt es unterschiedliche Regelungen zur Gestaltung des Unterrichts- und Trainingsbetriebs. Diesen ist stets Folge zu leisten, um den Ordnungsbehörden keinen Anlass für die Schließung von Anlagen zu geben oder Bußgelder zu riskieren.

Darf auch in Reithallen Pferdesport betrieben werden?
Aus Sicht der FN sind Reithallen nicht mit einer komplett geschlossenen Sporthalle zu vergleichen. Die Luftzirkulation/Belüftung und das Klima sind in Gänze anders. Abgesehen von der Belüftung über das Dach (Trauf-First-Lüftung) sind bei vielen Reithallen mittlerweile ganze Seiten offen bzw. mit Windschotts versehen, so dass sehr oft von annähernd vergleichbaren klimatischen Verhältnissen auszugehen ist wie auf einem Reitplatz. Sofern Training und Unterricht auf Reitplätzen erlaubt sind, muss dies nach Auffassung der FN unter Einhaltung der notwendigen Infektionsschutzregeln auch für Reithallen gelten. In den Bundesländern bzw. Landkreisen gibt es dazu jedoch unterschiedliche Regelungen, deshalb rät die FN rät allen Pferdesportlern, sich vor Ort über die konkreten Regelungen zu informieren. Den behördlichen Vorgaben ist stets Folge zu leisten.

In den Bundesländern gibt es unterschiedliche Regelungen zur Gestaltung des Unterrichts- und Trainingsbetriebs. Diesen ist stets Folge zu leisten, um den Ordnungsbehörden keinen Anlass für die Schließung von Anlagen zu geben oder Bußgelder zu riskieren.

In der folgenden Auflistung sind die jeweiligen Regelungen in den Bundesländern sowie Links zu den aktuellen Verordnungen und den Internetseiten der Landespferdesportverbände zu finden. Bitte beachten Sie unbedingt, dass die Internetseiten der zuständigen Ministerien und Verbände ebenso regelmäßig aktualisiert werden wie die nachfolgende Übersicht.

Regelungen in den einzelnen Bundesländern

Baden-Württemberg (Stand 26.04.2021)

Training/Unterricht im Freien (bei Inzidenz unter 100):

  • mit max. 5 Personen aus 2 Haushalten, weitläufige Anlagen wie Reitanlagen dürfen dabei von mehreren individualsportlichen Gruppen (pro Gruppe max. fünf Personen aus maximal zwei Haushalten) genutzt werden.
  • in Gruppen von bis zu 20 Kindern bis einschließlich 13 Jahren

Training/Unterricht drinnen (bei Inzidenz unter 100):

  • mit max. 5 Personen aus 2 Haushalten

Sanitäre Anlagen und Aufenthaltsräume:

  • Keine Nutzung von Umkleiden, sanitären Anlagen und anderen Aufenthaltsräumen oder Gemeinschaftseinrichtungen, Einzelnutzung der WCs möglich

Turniere/Veranstaltungen/Berufs- und Spitzensport:

  • Veranstaltungen sind nur für den Profi- und Spitzensport zulässig

Notbremse bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100:

  • Training/Unterricht nur noch kontaktlos alleine, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts, Kinder bis einschließlich 13 Jahre in Gruppen von maximal fünf Kindern. Auf weitläufigen Sportanlagen im Freien wie Reitplätzen können mehrere Gruppen individualsportlich aktiv sein, wenn ausgeschlossen ist, dass sich die Gruppen untereinander begegnen.

Bayern (Stand 28.04.2021)

Training/Unterricht im Freien je nach Sieben-Tage-Inzidenz:

  • über 100: kontaktfreier Sport und Unterricht z.B. auf Reitplätzen, im Gelände und teil-/halboffenen Hallen allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands. Der/die Trainer*in wird als Dienstleister nicht mitgezählt, wenn er/sie an der Ausübung nicht beteiligt ist. Außerdem zulässig ist kontaktfreier Sport in Gruppen von höchstens fünf Kindern unter 14 Jahren, wobei die Anleitungspersonen auf Anforderung der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde ein negatives Ergebnis eines innerhalb von 24 Stunden vor der Sportausübung vorgenommenen PCR-Tests, POC-Antigentests oder Selbsttests in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorlegen müssen.
  • zwischen 50 und 100: kontaktfreier Sport und Unterricht z.B. auf Reitplätzen, im Gelände und teil-/halboffenen Hallen mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich den Angehörigen eines weiteren Hausstands, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt fünf Personen nicht überschritten wird. Der/die Trainer*in wird als Dienstleister nicht mitgezählt, wenn er/sie an der Ausübung nicht beteiligt ist. Für Kinder unter 14 Jahren ist ferner die Ausübung von kontaktfreiem Sport und Gruppenunterricht in Gruppen von höchstens 20 Kindern zulässig.
  • unter 50: kontaktfreier Sport und Gruppenunterricht z.B. auf Reitplätzen, im Gelände und teil-/halboffenen Hallen mit bis zu 10 Personen. Der/die Trainer*in wird als Dienstleister nicht mitgezählt, wenn er/sie an der Ausübung nicht beteiligt ist. Für Kinder unter 14 Jahren ist ferner die Ausübung von kontaktfreiem Sport und Gruppenunterricht in Gruppen von höchstens 20 Kindern zulässig.

Training/Unterricht drinnen:

  • nicht zulässig, nur Bewegung aus Tierschutzgründen. Überdachte, an mindestens einer Seite aber vollständig offene Sportstätten (z.B. teil-/halboffene Reithallen) und überdachte Freiluftsportanlagen, die eine mit Freiluftsportanlagen vergleichbar hohe Luftzirkulation gewährleisten, können Freiluftsportanlagen gleichgestellt werden.

Turniere/Veranstaltungen/Berufs- und Spitzensport:

  • Wettkampf- und Trainingsbetrieb von Berufssportlern sowie Leistungssportlern der Bundes- und Landeskader zulässig, Zuschauer ausgeschlossen, Schutz- und Hygienekonzept notwendig

Berlin (Stand 27.04.2021)

Training/Unterricht im Freien (bei Inzidenz unter 100):

  • kontaktfreie Sportausübung allein, mit Angehörigen des eigenen Haushalts oder mit Angehörigen eines weiteren Haushaltes, sofern der Mindestabstand eingehalten wird und maximal 5 Personen zusammenkommen

  • Kinder bis einschließlich 14 Jahre in festen Gruppen mit bis zu 20 Teilnehmer*innen zuzüglich einer betreuenden Person

Training/Unterricht drinnen:

  • nicht zulässig, nur Bewegung aus Tierschutzgründen

Turniere/Veranstaltungen/Berufs- und Spitzensport:

  • professioneller sportlicher Wettkampfbetrieb in der Bundesliga und den internationalen Ligen sowie vergleichbaren professionellen Wettkampfsystemen zulässig, soweit er im Rahmen eines Nutzungs- und Hygienekonzeptes des jeweiligen Sportfachverbandes stattfindet, Zuschauer nicht zulässig

Notbremse bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100:

  • kontaktfreie Sportausübung allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands

  • kontaktloser Sport in Gruppen von höchstens fünf Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres, Anleitungspersonen müssen auf Anforderung der nach Landesrecht zuständigen Behörde ein negatives Ergebnis einer innerhalb von 24 Stunden vor der Sportausübung mittels eines anerkannten Tests durchgeführten Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorlegen

Brandenburg (Stand 21.04.2021)

Training/Unterricht im Freien (bei Inzidenz unter 100):

  • kontaktfreier Sport mit bis zu zehn Personen in dokumentierten Gruppen
  • in dokumentierten Gruppen von bis zu 20 Kindern bis zum vollendeten 14. Lebensjahr

Funktions- oder Aufsichtspersonal bleibt bei der Berechnung der Personenzahl unberücksichtigt. Auf weitläufigen Außensportanlagen dürfen die o.g. Gruppen gleichzeitig Sport ausüben, sofern den einzelnen Gruppen eine Mindestfläche von 800m² zur alleinigen Nutzung zugewiesen wird.

Training/Unterricht drinnen:

  • nicht zulässig, nur Bewegung aus Tierschutzgründen

Sanitäre Anlagen und Aufenthaltsräume:

  • Keine Nutzung von Umkleiden und anderen Aufenthaltsräumen oder Gemeinschaftseinrichtungen

Turniere/Veranstaltungen/Berufs- und Spitzensport:

  • Trainings- und Wettkampfbetrieb der Berufssportler*innen, der Bundesligateams sowie der Kaderathletinnen und -athleten der olympischen und paralympischen Sportarten an Bundes-, Landes- oder Olympiastützpunkten ist erlaubt, soweit er im Rahmen eines Nutzungs- und Hygienekonzepts des jeweiligen Sportfachverbandes stattfindet.

Notbremse bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100:

  • Sportausübung auf allen Sportanlagen nur allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts zulässig, Kontaktsport mit haushaltsfremden Personen untersagt

Bremen (Stand 21.04.2021)

Training/Unterricht im Freien (bei Inzidenz unter 100):

  • mit max. fünf Personen aus zwei Haushalten
  • in Gruppen von bis zu 20 Kindern unter 14 Jahren mit höchstens zwei Trainer*innen

Training/Unterricht drinnen:

  • allein, zu zweit oder mit den Personen des eigenen Hausstands

Notbremse bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100:

  • Ausübung von Sport generell nur als Individualsport und nur allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand

Hamburg (Stand 12.05.2021)

Die Ausgangssperre wurde aufgehoben.

Training/Unterricht im Freien:

  • allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des gemeinsamen Haushalts
  • in Gruppen von max. zehn Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres, das Abstandsgebot findet hierbei keine Anwendung, Anleitungspersonen müssen über einen negativen Coronavirus-Testnachweises verfügen, der der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen ist.

Training/Unterricht drinnen:

  • nicht zulässig, nur Bewegung aus Tierschutzgründen

Sanitäre Anlagen und Aufenthaltsräume:

  • Umkleiden in Sportanlagen bleiben geschlossen, nur Toiletten dürfen geöffnet werden

Hessen (Stand 22.04.2021)

Training/Unterricht im Freien:

  • Sportanlagen dürfen gleichzeitig von mehreren aktiven Personen und Gruppen von bis zu fünf Personen aus zwei Hausständen genutzt werden, die Gruppen müssen sich während der Sportausübung in verschiedenen, mindestens drei Meter voneinander entfernten Bereichen aufhalten, keine Durchmischung der einzelnen Gruppen
  • Kinder bis einschließlich 14 Jahren in Gruppen unabhängig von der Personenzahl mit bis zu zwei Trainern

Training/Unterricht drinnen:

  • alleine, mit dem eigenen oder einem weiteren Hausstand bis zu einer Gruppengröße von höchstens fünf Personen, dazugehörige Kinder bis zum Alter von einschließlich 14 Jahren bleiben unberücksichtigt.

Turniere/Veranstaltungen/Berufs- und Spitzensport:

  • Trainings- und Wettkampfbetrieb des Spitzen- und Profisports ist in Sportanlagen gestattet, sofern ein Hygienekonzept zugrunde liegt und die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene beachtet werden

Mecklenburg-Vorpommern (Stand 05.05.2021)

Training/Unterricht im Freien (bei Inzidenz unter 100):

  • kontaktlose Ausübung von Individualsport allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes
  • vereinsbasierter Trainingsbetrieb im Kinder- und Jugendsport in allen Sportarten in Gruppen bis zu 20 Kindern bzw. Jugendlichen bis zur Vollendung des 20. Lebensjahres in Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen der Schulbetrieb als täglicher Präsenzunterricht stattfindet

Training/Unterricht im Freien (bei Inzidenz unter 50):

  • kontaktfreier Sportbetrieb in kleinen Gruppen mit max. zehn Personen auf allen öffentlichen und privaten Sportanlagen

Training/Unterricht drinnen:

  • mit max. einer weiteren Person aus einem anderen Hausstand, Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt

Notbremse bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100:

  • Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen

Notbremse bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 150:

  • Einschränkung des Bewegungsradius um den Wohnort durch Behörde möglich

Niedersachsen (Stand 10.05.2021)

Training/Unterricht im Freien (bei Inzidenz unter 100):

  • auf öffentlichen und privaten Sportanlagen unter freiem Himmel von bis zu 30 Kindern und Jugendlichen bis zu einem Alter von einschließlich 18 Jahren in nicht wechselnder Gruppenzusammensetzung zuzüglich bis zu zwei betreuenden Personen wobei geimpfte Personen und genesene Personen im Sinne des § 5a Abs. 2 und 3 nicht eingerechnet werden
  • ein Abstand zwischen den teilnehmenden Personen von jeweils 2 Metern eingehalten wird oder je teilnehmende Person eine Fläche von 10 Quadratmetern zur Verfügung steht
  • Die Durchführung touristischer Kutschfahrten mit im Fahrgastbereich offenen Fahrzeugen ist zulässig. Die touristische Nutzung durch Fahrgäste ist auf die offenen Teile des Fahrzeugs und die der Versorgung der Fahrgäste dienenden Einrichtungen des Fahrzeugs einschließlich Wasch- und Toilettenanlagen zu beschränken. Die Zahl der Fahrgäste darf die Hälfte der zulässigen Fahrgastkapazität des Fahrzeugs in dem offenen Fahrgastbereich nicht überschreiten.

Training/Unterricht drinnen (bei Inzidenz unter 100):

  • mit Personen des eigenen Haushalts und höchstens zwei Personen eines anderen Haushalts auf und in diesen Sportanlagen

Notbremse bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100:

  • Individualsport allein, mit einer weiteren Person oder den Personen des eigenen Hausstands im Freien und drinnen

Nordrhein-Westfalen (Stand 15.05.2021)

Training/Unterricht im Freien (bei Inzidenz unter 100):

  • allein, zu zweit oder mit den Personen des eigenen Hausstandes, Mindestabstand von fünf Metern zwischen verschiedenen Personen oder Personengruppen, die gleichzeitig Sport treiben
  • Gruppenangebote für bis zu 20 Kinder bis einschließlich 14 Jahre zuzüglich bis zu zwei Ausbildungs- oder Aufsichtspersonen

Training/Unterricht drinnen:

  • nicht zulässig, nur Bewegung aus Tierschutzgründen

Sanitäre Anlagen und Aufenthaltsräume:

  • Keine Nutzung von Gemeinschaftsräumen, Duschen und Umkleiden

Notbremse bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100:

  • Kontaktloser Gruppensport mit max. 5 Kindern unter 14 Jahre. Für die Kinder-Gruppenangebote besteht die Verpflichtung zur Erfassung der Anwesenheit. Das Bundes-Infektionsschutzgesetz enthält weiterhin die Regelung, dass Anleitungspersonen auf Anforderung der nach Landesrecht zuständigen Behörde ein negatives Coronatest-Ergebnis vorlegen müssen. Die zuständige Behörde ist in Nordrhein-Westfalen das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Sie verlangt derzeit keine Vorlage eines Tests. Eine entsprechende Anforderung könnte also allenfalls durch eine kommunale Behörde gestellt werden.

Sieben-Tage-Inzidenz von 165 und mehr:

  • Einzelunterricht ist nicht mehr erlaubt.

Rheinland-Pfalz (Stand 27.04.2021)

Training/Unterricht im Freien (bei Inzidenz unter 100):

  • kontaktfreies Training einzeln, mit den Angehörigen des eigenen Hausstands oder zusätzlich mit Personen eines weiteren Hausstands, höchstens jedoch mit insgesamt fünf Personen, wobei Kinder beider Hausstände bis einschließlich 14 Jahre bei der Ermittlung der Personenanzahl außer Betracht bleiben. Das Abstandsgebot ist während der gesamten sportlichen Betätigung zwingend einzuhalten.
  • Gruppen von bis zu 20 Kindern bis einschließlich 14 Jahre und einer Ausbildungsperson

Training/Unterricht drinnen (bei Inzidenz unter 100)::

  • kontaktfreies Training einzeln, mit den Angehörigen des eigenen Hausstands oder zusätzlich mit Personen eines weiteren Hausstands, höchstens jedoch mit insgesamt fünf Personen, wobei Kinder beider Hausstände bis einschließlich 14 Jahre bei der Ermittlung der Personenanzahl außer Betracht bleiben. Es ist ein Mindestabstand von drei Metern einzuhalten, pro angefangene 40 qm Trainingsfläche darf nur einer Person Zutritt zur Trainingsfläche gewährt werden. Es besteht die Pflicht zur Kontakterfassung sowie eine Testpflicht.

Sanitäre Anlagen und Aufenthaltsräume:

  • Keine Nutzung von Gemeinschaftsräumen, einschließlich Räumen zum Umkleiden und Duschen, Einzelnutzung von Toilettenräumen gestattet

Turniere/Veranstaltungen/Berufs- und Spitzensport:

  • Trainings- und Wettkampfbetrieb des Profi- und Spitzensports auf und in öffentlichen und privaten Sportanlagen, sofern Hygienekonzept vorliegt, Zuschauer nicht gestattet

Notbremse bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100:

  • kontaktfreies Training nur im Freien alleine, zu zweit oder mit Personen des eigenen Hausstandes
  • Unterricht/Training drinnen nicht zulässig, nur Bewegung aus Tierschutzgründen möglich

Saarland (Stand 22.04.2021)

Training/Unterricht im Freien:

  • kontaktfreier Sport mit max. fünf Personen aus zwei Haushalten
  • kontaktfreier Sport in Gruppen von bis zu zehn Kindern bis 14 Jahre zuzüglich einer Aufsichtsperson

Training/Unterricht drinnen:

  • Kontaktfreier Sport, sofern alle Teilnehmer*innen einen negativen SARS-CoV-2-Test vorlegen können

Turniere/Veranstaltungen/Berufs- und Spitzensport:

  • Wettkampf- und Trainingsbetrieb des Berufssports und von Sportler*innen des Olympiakaders, des Perspektiv-Kaders, der Nachwuchskader, des paralympischen Kaders und des Landeskaders unter bestimmten Voraussetzungen zulässig

Sachsen (Stand 05.05.2021)

Training/Unterricht im Freien je nach Sieben-Tage-Inzidenz:

  • über 100: kontaktloser Individualsport allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes sowie kontaktfreier Sport in Gruppen von maximal fünf Kindern bis zur Vollendung des 14. Lebensjahr. In diesem Fall muss jedoch das Trainingspersonal einen tagesaktuellen negativen Test vorweisen können.
  • unter 100: kontaktfreier Individualsport alleine oder zu zweit und in Gruppen von bis zu 20 Kindern und Jugendlichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres
  • unter 50: kontaktfreier Sport in kleinen Gruppen (max. 20 Personen)

Training/Unterricht drinnen:

  • nicht zulässig, nur Bewegung aus Tierschutzgründen

Lockerung bei unter 100: 

  • kontaktfreier Sport im Innenbereich.

Lockerung bei unter 50:

  • kontaktfreien Sport auf Innen- und Außensportanlagen; im Außenbereich und -sportanlagen zudem bei kontakt-freiem Sport in kleinen Gruppen von maximal 20 Personen

Sachsen-Anhalt (Stand 10.05.2021)

Training/Unterricht im Freien:

  • bis zu 25 Personen einschl.Trainer

Notbremse:

  • bei deren Inkrafttreten der Notbremse gilt: Training allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand in der Halle und im Freien bzw. bei U14 maximal Gruppen von fünf Kindern im Freien mit täglich getesteten Trainern
  • Reitsportabzeichenlehrgänge sind zulässig, wenn eine Ausnahme nach § 8 Abs. 1 Satz 3 der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung vorliegt. Die Lehrgänge sind als Teil des Sportbetriebs laut Ministerium anzusehen. Gemäß einer aktuellen Rückmeldung des Innenministeriums hat diese Einschätzung auch bei Inkrafttreten der „Notbremse“ bestand
  • Bezüglich der Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort bei Erreichen eines Inzidenzwertes über 200 je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen wurden bisher von betroffenen Landkreisen Ausnahmen für „Handlungen zur Versorgung und notwendigen Bewegung von Tieren“ gemacht. Unserer Auffassung nach gehört dazu selbstverständlich auch das Reiten der Pferde. Dies bestätigte auch eine Rückmeldung des Pandemiestabes Sachsen-Anhalts.

Training/Unterricht drinnen:

  • max. ein Pferd je 200 qm, die Beaufsichtigung durch eine weitere Person ist aus Sicherheitsgründen möglich, aktive Unterrichtserteilung in der Reithalle nur in Form von Einzeltraining möglich
  • bei Inkrafttreten der Notbremse sind maximal zwei Personen gleichzeitig in der Reithalle zulässig

Turniere/Veranstaltungen/Berufs- und Spitzensport:

  • Sportbetrieb von Berufssportlern und Kaderathlet*innen, die einem auf Bundesebene gebildeten Olympiakader, Perspektivkader, Ergänzungskader, Nachwuchskader 1 oder Nachwuchskader 2 eines Bundesfachverbandes des Deutschen Olympischen Sportbundes oder einem Landeskader eines Landesfachverbands des LandesSportBundes Sachsen-Anhalt e.V. angehören

Schleswig-Holstein (Stand 22.04.2021)

Training/Unterricht im Freien (bei Inzidenz unter 100):

  • ohne Körperkontakt in Gruppen von bis zu zehn Personen, Trainer*innen oder Übungsleitende sind mitzuzählen
  • ohne Körperkontakt in festen Gruppen von bis zu 20 Kindern bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres inklusive eines Übungsleitendens. Der Übungsleitende hat ein Hygienekonzept zu erstellen und die Kontaktdaten der Teilnehmer*innen zu erheben.

Training/Unterricht drinnen:

  • allein oder gemeinsam mit im selben Haushalt lebenden Personen oder einer anderen Person, die Beschränkung gilt für jeden Raum oder innerhalb großer Räume für mindestens 80 Quadratmeter pro sporttreibender Person, sofern die Sporttreibenden grundsätzlich gleichmäßig verteilt sind

Sanitäre Anlagen und Aufenthaltsräume:

  • keine Nutzung von Gemeinschaftsräumen, Nutzung von Toilettenräumen gestattet

Turniere/Veranstaltungen/Berufs- und Spitzensport:

  • Ausübung von Profisport zulässig

Notbremse bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100:

  • Sportausübung nur allein oder gemeinsam mit im selben Haushalt lebenden Personen oder einer anderen Person
  • außerhalb geschlossener Räume ohne Körperkontakt in festen Gruppen von bis zu fünf Kindern bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres unter Anleitung eines Übungsleitenden

Thüringen (Stand 05.05.2021)

Training/Unterricht im Freien:

  • Individualsport ohne Körperkontakt allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts
  • erlaubt ist der kontaktlose Sportbetrieb von Kindern bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres in Gruppen von bis zu fünf Kindern unter freiem Himmel auf allen öffentlichen und nicht öffentlichen Sportanlagen sowie unter freiem Himmel außerhalb von Sportanlagen
  • Der Sportbetrieb nach Satz 1 Nr. 2 (Gruppen bis zu 5 Kinder) darf nur stattfinden, wenn die den Sportbetrieb anleitenden Personen vor Beginn des jeweiligen Sportbetriebs ein negatives Ergebnis eines Selbsttests nach § 10, eines Antigenschnelltests oder eines PCR-Tests vorweisen können. Der Antigenschnelltest oder der PCR-Test nach Satz 1 darf zu Beginn des jeweiligen Sportbetriebs nicht länger als 24 Stunden zurückliegen.

Training/Unterricht drinnen:

  • nicht zulässig, nur Bewegung aus Tierschutzgründen

Die Einführung einer Pflicht für das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung obliegt nicht der Entscheidung der FN, sondern richtet sich nach den jeweils geltenden Vorgaben des Bundes und der Länder. Da sich das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in der Pandemie als besonders wirksam erwiesen hat, haben Bund und Länder eine Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Geschäften beschlossen. Diese Pflicht wurde dahingehend konkretisiert, dass in diesen Bereichen medizinische Masken (also sogenannte OP-Masken oder auch Masken der Standards KN95/N95 oder FFP2) getragen werden müssen. In dem Beschluss heißt es auch: Generell wird in Situationen, in denen ein engerer oder längerer Kontakt zu anderen Personen, insbesondere in geschlossenen Räumen unvermeidbar ist, die Nutzung medizinischer Masken angeraten.

Nach Auffassung der FN empfiehlt sich das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch auf Pferdesportanlagen überall dort, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht immer eingehalten werden kann. Bei der Arbeit mit Pferden muss aber ohnehin stets ein Sicherheitsabstand eingehalten werden und die Anlagen sind gut belüftet. Zudem sollen Sattel- und Futterkammern sowie Sanitärräume derzeit nur einzeln betreten werden. Deshalb sollte in der Regel das Tragen von sogenannten Alltagsmasken aus Stoff ausreichen. Wer über genügend FFP2- oder andere medizinische Masken verfügt, sollte diese aber auch tragen. Der Stallbetreiber hat das Hausrecht und kann daher jederzeit eine erweiterte Maskenpflicht anordnen.

Informationen zum Tragen von Mund-Nasen-Masken gibt es auch auf den Seiten der Bundesregierung unter www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/schuetzt-ein-mundschutz-vor-ansteckung--1728426

Aus dem Beschluss der Bundesregierung und der Länder geht hervor, dass Veranstaltungen des Freizeit- und Amateursports untersagt werden. Dies bedeutet nach Auffassung der FN, dass etwa Reitabzeichenlehrgänge oder Seminare der Persönlichen Mitglieder derzeit nicht stattfinden dürfen. Da jedoch Berufssportler ihren Beruf weiter ausüben dürfen, sollten aus Sicht der FN Seminare und Lehrgänge von und für Berufsreiter erlaubt sein, sofern dies im jeweiligen Bundesland nicht anders geregelt ist und dabei alle geltenden Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen eingehalten werden. Als Berufsreiter sind solche Personen zu bezeichnen, die ihren Lebensunterhalt überwiegend und dauerhaft mit dem Beritt und dem Training von Pferden bestreiten.

Die bisher live geplanten PM- und Ausbilderseminare werden zunächst bis Ende Mai abgesagt. Die FN bietet für Ausbilder und Persönliche Mitglieder ein umfangreiches Online-Seminar-Angebot: www.pferd-aktuell.de/seminare

Aus dem Beschluss der Bundesregierung und der Länder geht hervor, dass Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen sowie Veranstaltungen im Amateur- und Freizeitsport untersagt werden. Lediglich Profisportveranstaltungen können stattfinden, jedoch ohne Zuschauer (in manchen Bundesländern gibt es Ausnahmen für Wettkämpfe im Freizeit- und Amateursport). Als Berufsreiter sind nach Definition der FN solche Personen zu bezeichnen, die ihren Lebensunterhalt überwiegend und dauerhaft mit dem Beritt und dem Training von Pferden bestreiten. Teilweise sind auch Reiter mit Kaderangehörigkeit von den jeweiligen Landesverordnungen gedeckt. Turnierveranstalter sollten die Teilnahmeberechtigung exakt definieren und auf die Corona-Schutzverordnung des jeweiligen Bundeslandes in der aktuell gültigen Fassung verweisen.

Eine Hilfestellung für Turnierveranstalter bietet der „Leitfaden zur Planung und Durchführung von Turnierveranstaltungen unter besonderer Berücksichtigung des Infektionsschutzes“, der im Downloadbereich dieser Seite zu finden ist.

Wie läuft die Rückabwicklung, wenn Turniere abgesagt werden müssen?
Jegliche Absage eines Turniers – aus welchen Gründen auch immer – müssen die Turnierveranstalter an ihre zuständige Landeskommission melden. Die Landeskommissionen müssen wiederum zeitnah die FN über die Absage informieren, damit diese im Online-Nennungssystem Nennung-Online eingetragen werden kann. Alle Teilnehmer, die bisher für das entsprechende Turnier genannt haben, werden durch das System automatisch über die Absage informiert.

Welche Turniere sind bereits abgesagt? 
Welche Turniere abgesagt sind, ist dem Online-Nennungssystem Nennung-Online (www.nennung-online.de) zu entnehmen oder kann direkt bei den Veranstaltern sowie den zuständigen Landesverbänden erfragt werden. Hier gibt es eine Übersicht der Landesverbände.

Wie sieht es mit den Kosten aus? Bekomme ich mein Nenngeld zurück?
Müssen Turniere abgesagt werden, erhebt die FN keine Veranstaltergebühren. Sofern in der Ausschreibung keine anderslautende Regelung enthalten ist, muss der Veranstalter bei Turnieren, bei denen das Nenngeld bereits abgebucht und an den Veranstalter überwiesen wurde, das Nenngeld an die Nenner/Teilnehmer zurückerstatten. Da die Absagen im Zusammenhang mit dem Coronavirus in der Regel als höhere Gewalt eingestuft werden, können die Veranstalter drei Euro je reserviertem Startplatz behalten (Vielseitigkeits-LP zehn Euro). Die Nennung-Online-Gebühr bleibt bei der FN. Der Verbleib der LK-Abgabe ist in den Landesverbänden unterschiedlich geregelt.

Und so läuft das ab: Sobald die Veranstaltung in Nennung-Online als "abgesagt" gekennzeichnet ist, wird dem Turnierverwalter in Nennung-Online an der Stelle, an der auch die Nennungsdaten heruntergeladen werden, eine Datei mit Daten zur Rückabwicklung zur Verfügung gestellt (siehe dazu auch FAQ unter www.nennung-online.de/faq/turnierverwaltung/68).

Wie können Turnierveranstalter Teilnehmer und Zuschauer informieren?
Turnierverwalter können in Nennung-Online „Wichtige Informationen“ bereitstellen. TORIS unterstützt beim Versenden von Informationen an Teilnehmer/Richter (Übersichten-Listen > Veranstaltung Vorbereitung > Briefe / Email-Exportdatei)

Welche Schäden drohen einem Veranstalter, wenn eine Veranstaltung wegen des Coronavirus abgesagt werden muss?
Der wahrscheinlichste Fall eines Schadens sind sogenannte frustrierte Aufwendungen. Diese kommen zustande, wenn ein Veranstalter zur Vorbereitung der Veranstaltung bereits Dinge angeschafft oder Dienstleister beauftragt hat. Teilweise wird sich der Veranstalter von diesen Verträgen wieder lösen können, weil mit der zwangsweisen Absage der Veranstaltung die Geschäftsgrundlage für die Anschaffung bzw. Dienstleistung weggefallen ist. In anderen Fällen kann er auf seinen Aufwendungen sitzen bleiben, wenn zum Beispiel bei Vertragsschluss nicht klar war, dass die Anschaffung/der Auftrag explizit für die Durchführung der Veranstaltung getätigt worden ist oder eine Rückabwicklung schlicht nicht möglich ist. Ein Haftungsschaden wegen Schadensersatzansprüchen von Teilnehmern o.ä. ist dem gegenüber unwahrscheinlich, weil in Fällen höherer Gewalt das erforderliche Verschulden des Veranstalters nicht vorliegt. Sonstige Kostenregelungen für Veranstalter ergeben sich aus den jeweiligen Verträgen mit Dienstleistern und Partnern.

Tritt eine Versicherung ein, wenn einem Veranstalter wegen einer Absage der Veranstaltung aufgrund des Coronavirus Schäden verbleiben?
Das kommt auf die Schadensform im Einzelfall und auch auf das Zustandekommen des Schadens an. Viele Versicherungsbedingungen schließen eine Haftung der Versicherung bei höherer Gewalt allerdings aus. Einzelfragen können letztlich nur von der jeweiligen Versicherung beantwortet werden.

Wie gehe ich als Veranstalter mit bereits abgeschlossenen Verträgen um?
Im Hinblick auf viele geplante Veranstaltungen sind bereits Verträge mit Dienstleistern abgeschlossen worden. Die Veranstalter sind nun mit der Frage konfrontiert, ob sie sich von diesen Verträgen lösen können, wenn die Veranstaltung wegen des Coronavirus ausfallen muss. Eindeutig kann Frage nur im Einzelfall und auf Grundlage der konkret abgeschlossenen Verträge beantwortet werden. Grundsätzlich enthält das deutsche Recht eine Vorschrift, nach der man die Anpassung eines Vertrages verlangen oder sich ggf. auch ganz von dem Vertrag lösen kann, wenn ein weiteres Festhalten an dem unveränderten Vertrag unzumutbar ist. Es ist naheliegend, dass diese Vorschrift angewendet werden kann, wenn eine Veranstaltung aufgrund einer behördlichen Verfügung abgesagt werden muss. Auch wenn hoheitliche Auflagen, wie zum Beispiel eine Beschränkung der Anzahl der Besucher, gemacht werden, können diese Auswirkung auf das Interesse an dem abgeschlossenen Dienstvertrag haben, so dass über eine Vertragsanpassung verhandelt werden kann. Die Frage nach der Zumutbarkeit ist immer eine Werte-Entscheidung, bei der die Interessen aller Vertragsparteien berücksichtigt und zum Ausgleich gebracht werden müssen. Es ist deshalb wichtig, nicht vorschnell einen Rücktritt vom Vertrag zu erklären, sondern zuvor die Möglichkeiten einer Vertragsanpassung sorgfältig zu prüfen und ggf. anzubieten.

Was muss ich beachten, wenn ich als Pferdebesitzer/Einstaller unter Quarantäne gestellt werden?
Für den Fall einer häuslichen Quarantäne sind Planung und Organisation im Vorfeld wichtig. Denn im Falle einer Quarantäne darf man das Haus nicht verlassen, auch nicht, um sein Pferd zu versorgen. Es empfiehlt sich, bereits vorab wichtige Informationen zu sammeln und Vertretungsregelungen zu treffen (Beispiel: im Falle einer Quarantäne weiß Frau XY welches Zusatzfutter mein Pferd braucht, wie es zu bewegen ist und wo Sattel und Trensen sind). Es ist auch ratsam, dem Stallbetreiber eine Liste mit den wichtigsten Daten zukommen zu lassen (Hufschmied, Tierarzt, Besonderheiten beim Reiten/ Longieren etc.), damit dieser im Falle einer Quarantäne alle Pferde entsprechend versorgen kann.

Aufruf an alle Pferdesportler: Seid bitte solidarisch und helft euch gegenseitig! Richtet Gruppen über Smartphones und Social Media ein und stimmt euch ab, wer sich wann um die Pferde kümmern kann.

Was ist, wenn der Betriebsleiter/-besitzer unter Quarantäne gestellt wird?
Jeder Betreiber/Besitzer eines Pensionstalls/einer Reitanlage muss für den Fall einer Erkrankung eine Vertretungsperson ernennen – das gilt auch unabhängig von Corona. Im dem Fall, dass eine Person aufgrund einer Infektion unter häusliche Quarantäne gestellt wird, hat sie den Anweisungen des Gesundheitsamtes unbedingt zu folgen und darf das Haus/die Wohnung nicht verlassen. Das bedeutet auch, dass der Betreiber/Besitzer den Stall/die Reitanlage nicht mehr betreten darf. Die ernannte Vertretungsperson muss dann die notwendige Versorgung und Bewegung der Pferde in Abstimmung mit den Pferdebesitzern/Einstallern koordinieren.

Vielen Vereinen/Betrieben und anderen Selbständigen in Pferdesport und Pferdezucht beschert die Coronavirus-Pandemie harte finanzielle Einschnitte. Welche aktuellen staatlichen Hilfsprogramme es gibt, die jetzt von Pferdesportvereinen und Pferdebetrieben in Anspruch genommen werden können, erklärt Steuerberater Frank Scheele in unserer Infosammlung zu finanziellen Hilfen für Pferdesportvereine und Pferdebetriebe.

Ausführliche Informationen zu den aktuellen Fördermöglichkeiten finden sich in der Übersicht Förderprogramme „Corona” von Bund und Ländern. Diese wird regelmäßig aktualisiert.

Welche Hilfe bietet die Bundesregierung?
Die Bundesregierung hat ein Milliarden-Schutzschild für Beschäftigte, Betriebe und Unternehmen entwickelt, die von der Corona-Krise betroffen sind. Es beinhaltet die Flexibilisierung des Kurzarbeitergeldes, steuerliche Liquiditätshilfen für Unternehmen und die Ausweitung bestehender Programme für Liquiditätshilfen. Dies soll Unternehmen den Zugang zu günstigen Krediten erleichtern, etwa durch die Lockerung von Kredit-Bedingungen. Mehr Informationen, Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) sowie Corona-Hotlines gibt es auf den Internetseiten des Bundeswirtschaftsministeriums: https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Home/home.html

Überbrückungshilfen III
Für kleine und mittelständische Unternehmen, Selbstständige sowie gemeinnützige Organisationen:

  • Überbrückungshilfe III Antragszeitraum bis Ende August 2021
  • die Neustarthilfe als Teil der Überbrückungshilfe III unterstützt Soloselbständige mit einer Betriebskostenpauschale von bis zu 7.500 Euro -  Antragszeitraum bis Ende August 2021

Bitte beachten: Um die Überbrückungshilfen zu beantragen, wenden Sie sich bitte an einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt. Die Antragstellung erfolgt über ein bundeseinheitliches Online-Portal: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Härtefallhilfen
Die Härtefallhilfen ergänzen die bisherigen Unternehmenshilfen. Die Länder können damit Unternehmen (auch gemeinnützige Organisationen und Vereine) und Selbständige unterstützen, die nach Ermessensentscheidungen der Länder eine solche Unterstützung benötigen. Die Antragstellung erfolgt über prüfende Dritte im jeweiligen Bundesland. Die zuständige Stelle wird von dem jeweiligen Land bekanntgegeben. Den Start für die Antragstellung auf Härtefallhilfe legen die Länder selbst fest. Die Bundesmittel sind bis zum 15. Dezember 2021 abrufbar.

Achtung: Bitte beachten Sie, dass im Netz unseriöse Seiten kursieren können, die gegen Geldzahlung Hilfe beim Ausfüllen der Anträge anbieten. Vorsicht ist ebenfalls geboten bei Fake-E-Mails zur Corona-Soforthilfe, in denen zur Rückzahlung „zu viel erhaltener Fördergelder“ aufgefordert wird.

Auch E-Mails mit Zahlungsanweisungen ohne Corona-Bezug sollten mit besonderer Vorsicht behandelt werden. Derzeit häufen sich Fake-Mails von Betrügern, die nach intensiver Recherche der Vereinshomepages Zahlungsaufforderungen im Namen des Vorsitzenden an den Kassenwart versenden. Wie lassen sich gefälschte E-Mails mit Zahlungsanweisungen erkennen?

  • Prüfen Sie die Endung der Absenderadresse auf Richtigkeit (z.B. „.com“ statt „.de“, oder oft Endungen anderer Länder).
  • Fragen Sie sich, ob es plausibel ist, dass Ihr Vorstandsmitglied Sie um die Ausführung dieser Zahlung bittet und ob es einen Verwendungszweck gibt, der Ihnen bekannt ist.
  • Besonders viele Rechtschreib- und Grammatikfehler sowie die Anrede („Du“ statt „Sie“, direkte Ansprache mit dem Vornamen) und Grußformel in einer Mail können Hinweise auf eine Fälschung sein.
  • Zudem wird oft ein zeitlicher Druck durch Wörter wie „schnell“ oder „sofort“ ausgeübt.
  • Im Zweifel kontaktieren Sie das Vorstandsmitglied per Telefon und lassen sich den Zahlungsauftrag bestätigen.
  • Sollte es sich um eine Fake-Mail handeln, antworten Sie nicht auf die Mail, laden Sie keine Anhänge herunter, klicken Sie keine Links an und zeigen Sie den Betrugsversuch bei der Polizei an.

Welche weiteren Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für landwirtschaftliche Betriebe?
Unterstützungsmöglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe sind zum Beispiel Erleichterungen bei Saisonarbeitskräften, Arbeitszeitregelungen und Hinzuverdienstgrenzen, Stundung von Steuerzahlungen und Anpassung von Steuervorauszahlungen sowie Liquiditätshilfedarlehen der Landwirtschaftlichen Rentenbank. Alle diese Unterstützungsmöglichkeiten sollten direkt bei den zuständigen landwirtschaftlichen Behörden erfragt werden oder auch beim Deutschen Bauernverband bzw. den Landesvertretungen. Kontaktdaten gibt es in der Übersicht landwirtschaftlicher Behörden und Verbände.

Welche Corona-Sonderprogramme gibt es noch?
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet für kleine, mittelständische sowie Großunternehmen und gemeinnützige Organisationen unterschiedliche „Corona-Hilfen“ an wie Darlehen mit reduziertem Zinssatz oder auch Schnellkredite. Informationen zu allen Angeboten finden sich unter: https://www.kfw.de/kfw.de.html

Wann kann ich eine Entschädigung für Verdienstausfälle beantragen?
Um die Gesundheit der Bevölkerung sicherzustellen, können die zuständigen Behörden auf Basis des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) Maßnahmen treffen und zum Beispiel Personen offiziell unter Quarantäne stellen. Angestellte und selbstständig Tätige können in diesem Fall für den dadurch entstehenden Verdienstausfall eine Entschädigung beantragen. Wichtiger Hinweis: Eine Verdienstausfall-Entschädigung kann nur auf der Grundlage eines behördlich angeordneten „Tätigkeitsverbotes“ (Gesundheitsamt oder Ordnungsamt) gem. IfSG erfolgen: https://ifsg-online.de/index.html

Förderbanken/Landesförderinstitute
Jedes Bundesland verfügt über eine Förderbank bzw. ein Landesförderinstitut. Hierüber werden zumeist zinsgünstige Darlehen für Investitionen und Betriebsmittel unterstützt. Zur Beantragung ist die Vorlage eines Businessplans bei der Hausbank erforderlich. Diese stellt nach Prüfung der Unterlagen beim Landesförderinstitut den Antrag. Eine Übersicht der Förderbanken, die zu den jeweiligen Bundesländern führt, gibt es unter www.investitionsbank.info. Wir empfehlen, die entsprechende Website der Landesförderbanken regelmäßig zu besuchen, denn dort werden immer wieder aktuelle Informationen bereitgestellt.

Bürgschaftsbanken
Notwendige Liquiditätshilfen für gewerbliche kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Freiberufler können außerdem über Bürgschaftsbanken abgesichert werden. Eine kostenlose Anfrage für ein Finanzierungsvorhaben kann online über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken gestellt werden. Genauso kann eine Kontaktaufnahme durch die Hausbank sowie Berater erfolgen. Wichtig ist die Vorlage eines plausiblen Liquiditätsplans, aus welchem der erforderliche Kapitalbedarf hervorgeht. Die direkten Ansprechpartner sind immer die Hausbanken. Eine interaktive Karte (unten auf der Internetseite) führt zu den Bürgschaftsbanken der Bundesländer und ihren Angeboten: https://finanzierungsportal.ermoeglicher.de/ermoeglicher.de

Politische Ebene
In der Coronavirus-Krise brechen Einnahmen aus dem Schulbetrieb weg, Trainer können keinen Unterricht geben, Vereine und Betriebe stehen vor kapitalen Existenzfragen. Wir setzen uns auf politischer Ebene für die finanzielle Unterstützung der Vereine und Betriebe ein und drängen darauf, dass die Landes- und Bundesministerien im wirtschaftlichen, landwirtschaftlichen und sportlichen Bereich Maßnahmen ergreifen. Dafür sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen: Schildern Sie Ihre Notlage in knapper aber deutlicher Form Ihrem Kommunalpolitiker, Kreis-, Landtags- und auch Bundestagsabgeordneten aus den eigenen Regionen. Am besten in persönlichen Briefen. Die FN bittet darum, diese Briefe der Betroffenen in Kopie zu bekommen (per E-Mail an Thomas Ungruhe, tungruhe@fn-dokr.de). So können wir uns viel effektiver auf politischer Ebene für die finanzielle Unterstützung der Vereine und Betriebe einsetzen. Hier finden Sie Ihre Ansprechpartner für Notsituationen im Pferdesport nach Bundesländern.

Die Bundesregierung fordert Bürgerinnen und Bürger auf, generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche zu verzichten. Auch im Inland sollen tagestouristische Ausflüge unterbunden werden. Übernachtungsangebote im Inland werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt. Nach Auffassung der FN bedeutet dies auch, dass Pferdebetriebe nicht für den Reit- und Pferdetourismus öffnen dürfen.

Habe ich als Vereinsmitglied einen Anspruch auf (teilweise) Rückerstattung meines bereits geleisteten Mitgliedsbeitrages?
Aufgrund der Schließungen von Vereinssportanlagen und der momentanen Absage von Turnierveranstaltungen sowie Reit- bzw. Voltigierunterricht stellen sich immer mehr Vereinsmitglieder die Frage, ob sie noch verpflichtet sind, ihre Mitgliedsbeiträge zu bezahlen bzw. ob sie bereits geleistete Beiträge zurückverlangen können. Ein aufgrund der Satzung eines gemeinnützigen Vereins geschuldeter und geleisteter (echter) Mitgliedsbeitrag kann grundsätzlich nicht durch das Mitglied zurückgefordert werden.

Entscheidend ist dabei, dass bei (echten) Mitgliedsbeiträgen – meist handelt es sich dabei um Jahresbeträge – kein Leistungsaustauschverhältnis vorliegt. Ein Mitglied leistet den Mitgliedsbeitrag nicht in Erwartung einer konkreten Gegenleistung.

Anders wird sich die Rechtslage jedoch darstellen, wenn ein Mitglied – neben dem Jahresbeitrag – eine finanzielle Leistung für eine durch den Verein zu erbringende, konkrete Gegenleistung (Kurs, etc.) erbracht hat. Dabei handelt es sich um ein Leistungsaustauschverhältnis. Kann diese konkrete Gegenleistung durch den Verein gar nicht erbracht werden – und wird ein Kurs beispielsweise nicht nur verschoben sondern komplett abgesagt – wird die finanzielle Leistung dem Mitglied in der Regel zurück zu erstatten sein. Es kommt jedoch auf den Einzelfall an.

Habe ich das Recht meine Mitgliedschaft (sofort) zu beenden?
Eine ordentliche Kündigung der Mitgliedschaft im Reitverein ist bei Einhaltung der jeweiligen Regelung in der konkreten Satzung möglich. Eine solche muss vom Mitglied auch nicht begründet werden. 
Eine außerordentliche (fristlose) Kündigung der Mitgliedschaft, etwa mit der Begründung, dass die Vereinssportanlagen nicht mehr genutzt werden können und/oder keine Turniere stattfinden, dürfte allerdings nicht so einfach möglich sein. Auch hier kommt es auf die jeweiligen Umstände des Einzelfalls an. Dabei ist entscheidend, ob dem Mitglied die Mitgliedschaft im Verein unter Berücksichtigung aller Umstände und unter Abwägung sowohl seiner als auch der Interessen des Vereins nicht mehr zugemutet werden kann. Gegen die Möglichkeit eines sofortigen Vereinsaustritts dürfte vor allem sprechen, dass Vereine größtenteils behördlichen Anordnungen Folge leisten und außerdem ihren gegenüber Mitgliedern bestehenden Schutzpflichten nachkommen.

Müssen ausgefallene Reitstunden, die im Voraus gezahlt wurden, nachgeholt werden, wenn ein Stall aufgrund des Coronavirus schließen musste?
Rein rechtlich stehen sich Unterrichtserteilung und Bezahlung der Reitstunde in einem Leistungsaustausch gegenüber. Wenn eine Leistung – hier die Reitstunde – nicht erbracht werden kann, entfällt auch der Anspruch auf die Bezahlung. In der aktuellen Situation ist ein solidarischer Umgang miteinander besonders wichtig. Wir Pferdesportler können die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergebenden Herausforderungen nur gemeinsam bewältigen.
Sprechen Sie deshalb offen miteinander, zum Beispiel über einen anteiligen Solidarbeitrag, der hilft, die laufenden Kosten zu decken, oder über spätere Gegenleistungen des Betriebs oder Vereins, wenn diese extreme Ausnahmesituation überstanden ist. Schließlich hat niemand etwas von einer etwaigen Insolvenz eines Pferdebetriebs.

Das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz-, und Strafverfahrensrecht („Corona-Abmilderungs-Gesetz“) ist in Kraft getreten. Damit haben sich weitreichende Veränderungen mit wesentlichen Erleichterungen für Vereine ergeben:

Virtuelle Mitgliederversammlungen
Ursprünglich war die Durchführung virtueller Mitgliederversammlungen bislang nur in jenen Vereinen möglich, in deren Satzung dies explizit vorgesehen war bzw. in denen sämtliche Mitglieder diesbezüglich ihre Zustimmung erteilt haben. Die Gesetzesänderung bewirkt nunmehr, dass es Vereinen generell ermöglicht wird, Mitgliedversammlungen virtuell abzuhalten. Es bedarf dafür weder einer Satzungsgrundlage noch einer „Allzustimmung“. Eine virtuelle Mitgliederversammlung ist der herkömmlichen Präsenzversammlung gleichgestellt.

Welche Möglichkeiten virtueller Zusammenkünfte gibt es?
In der Praxis kann eine virtuelle Mitgliederversammlung mit Hilfe von Bildschirmübertragungen, Chatrooms, etc. aber auch via Telefon in Betracht kommen. Zu beachten ist jedoch, dass den Mitgliedern bei einer Einberufung neben den regulären formalen Vorgaben auch der Verfahrensablauf rechtzeitig übermittelt wird. Unumgänglich ist ein Authentifizierungsverfahren, um sicherzustellen, dass nur Mitglieder teilnehmen. Dabei ist es sinnvoll, die Mitglieder zu verpflichten, die erforderlichen Zugangs- bzw. „Einwahldaten“ samt Passwort keinem Dritten zugänglich zu machen und unter Verschluss zu halten.

Stimmabgabe und Beschlussfassung
Durch die Gesetzesänderung ergibt sich für einzelne Mitglieder auch die Möglichkeit, ihre Stimmen bereits im Vorfeld schriftlich abzugeben. Die Abgabe der Stimme setzt demnach gar keine Teilnahme an der virtuellen/physischen Versammlung mehr voraus.

Während für eine wirksame schriftliche Beschlussfassung im Umlaufverfahren bislang die Zustimmung sämtlicher Mitglieder erforderlich war, ergibt sich aufgrund der Gesetzesänderung nunmehr die Möglichkeit eines Umlaufverfahrens unter erleichterten Voraussetzungen. Eine Beschlussfassung im Umlaufverfahren ist bereits dann wirksam, wenn alle Mitglieder daran (lediglich) beteiligt werden UND bis zum Ende der durch den Verein gesetzten Entscheidungsfrist mindestens die Hälfte von ihnen ihre Stimme in Textform abgegeben hat. Die erforderliche Mehrheit des jeweiligen Beschlusses ergibt sich durch die Satzung bzw. durch das Gesetz. Da eine Stimmabgabe lediglich die „Textform“ voraussetzt, ist sie beispielsweise auch durch E-Mail, SMS etc. möglich.

Amtszeit von Vorstandsmitgliedern
Die Amtszeit von Vorstandsmitgliedern von Vereinen, die für eine bestimmte Zeit bestellt wurden, endete bislang nach Ablauf des für die Amtszeit festgesetzten Zeitraumes. Dies konnte dazu führen, dass ein Verein nach Ablauf dieses Zeitraumes u.U. handlungsunfähig wurde, sofern die Vereinssatzung nicht ausdrücklich Gegenteiliges vorsah. Auch diesem Umstand wurde durch das Corona-Abmilderungs-Gesetz Rechnung getragen. Es enthält nunmehr die Regelung, dass ein Vorstandsmitglied auch nach Ablauf seiner Amtszeit bis zu seiner Abberufung oder bis zur Bestellung seines Nachfolgers im Amt bleibt.

Anmerkung: Die Wirkung dieser Gesetzesänderung ist zum einen zunächst bis zum 31. Dezember 2021 beschränkt. Den Vereinen wird daher empfohlen, die neu geltenden gesetzlichen Regelungen per Satzungsänderung in die Satzung aufzunehmen und deren Anwendbarkeit dadurch auch über das Jahr 2021 hinaus sicherzustellen.

Zum anderen ist darauf hinzuweisen, dass sich die gesetzlichen Regelungen zur Beschlussfassung auf die Mitgliederversammlung beschränken. Für die Beschlussfassung des Vorstands ändert sich dadurch nichts.

Nähere Informationen gibt es unter www.vereinsrechtstag.de/aktuelles/

Insolvenzrechtliche Neuregelungen 
Aufgrund des Corona-Abmilderungs-Gesetzes ergeben sich zudem Neuerungen im Insolvenzrecht, welche rückwirkend mit 1. März 2020 in Kraft getreten sind. Für Vereine ist dabei vor allem die Neuregelung zur Stellung eines Insolvenzantrages wichtig. Die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrages ist bis zum 30. September 2020 ausgesetzt. Dies gilt nicht, wenn die Insolvenzreife (Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung) des Vereins nicht auf den Folgen der Ausbreitung der COVID-19-Pandemie beruht oder wenn keine Aussichten darauf bestehen, eine bestehende Zahlungsunfähigkeit zu beseitigen. War der Schuldner (Verein) am 31. Dezember 2019 nicht zahlungsunfähig, wird vermutet, dass die Insolvenzreife auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruht und Aussichten darauf bestehen, eine bestehende Zahlungsunfähigkeit zu beseitigen.

Mit anderen Worten ist daher nach wie vor unverzüglich ein Insolvenzantrag seitens des Vorstands zu stellen, sofern sich die Insolvenzreife durch Gründe ergibt, die nicht mit der COVID-19-Pandemie in Zusammenhang stehen.

Im Hinblick auf die genannte Vermutung ist festzuhalten, dass diese auch widerlegt werden kann. Stellt sich daher in einem späteren Verfahren heraus, dass der Verein bereits am 31. Dezember 2019 zahlungsunfähig war, oder, dass sich die später eintretende Insolvenzreife nicht aufgrund der COVID-19-Pandemie ergeben hat, drohen dem Vorstand neben Schadenersatzforderungen auch Strafverfahren.

Dringender Hinweis: Dem Vorstand von Vereinen, die aktuell tatsächlich von einer (angehenden) Insolvenz betroffen sind, wird daher dringend empfohlen, sich mit der gegenständlichen sowie den weiteren Regelungen zum Insolvenzrecht im Detail zu befassen.

Der Lehrbetrieb an den Fachschulen findet teilweise wieder statt. Informationen gibt es direkt bei den Fachschulen bzw. auf deren Internetseiten.

Der DOSB hat beschlossen, die Vergabe für die DOSB-Lizenzverlängerungen und für die maximale Ausbildungsdauer von Trainermaßnahmen während der Corona-Krise dahin zu verändern, dass die Ausbildungsträger

  1. die DOSB Lizenzen, die bis 31. Dezember 2021 ungültig werden, auch ohne absolvierte Fortbildung um ein zusätzliches Jahr ab dem Tag des letzten Gültigkeitstages und ebenso
  2. die Ausbildungsdauer von Trainerausbildungsmaßnahmen, die aufgrund der Corona-Krise nicht abschließend stattfinden können, um ein Jahr und damit auf maximal 3 Jahre

verlängern können.

Dies bedeutet für den Pferdesport, dass Trainer C und B Lizenzen, die bis 31. Dezember 2021 ungültig werden, ab dem Tag des letzten Gültigkeitsdatums auf fünf Jahre erweitert sind und Trainer A Lizenzen auf drei Jahre Gültigkeit zu verlängern sind.

Die Ausbildungsdauer von Trainermaßnahmen, die gesplittet worden sind, z.B. Modullehrgänge, Teilprüfungen bei Wiederholungsprüfungen etc. können von zwei Jahre auf drei Jahre verlängert werden.

Ablauf der Lizenzverlängerung
Die coronabedingte Verlängerung der Trainerlizenzen von weiteren zwölf Monaten auch ohne die geforderte Anzahl an Fortbildungseinheiten erfolgt nicht automatisch sondern muss von jedem Trainer selbst angefordert werden. Der Verlängerungsantrag wird von den Trainern unter Vorlage der bereits absolvierten Fortbildungseinheiten beim jeweiligen Landespferdesportverband wie bei einer gewöhnlichen Lizenzverlängerung eingereicht und bearbeitet.
Bei weiteren Fragen zu den Abläufen melden Sie sich bitte bei Ihrem zuständigen Landespferdesportverband.

Position der FN
Ohne Pferdezucht kein Pferdesport. Die Pferdezucht und die daraus hervorgehenden Pferde sind die Basis des Pferdesports im Freizeitbereich sowie auf breitensportlicher und auf spitzensportlicher Ebene. Damit dies auch so bleibt, setzen sich die FN und die deutschen Pferdezuchtverbände dafür ein, dass wirtschaftliche Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Pferdezucht soweit wie möglich aufrechterhalten bleiben. Unter dem Dach der FN hat die Gemeinschaft der Zuchtverbände Konzepte dafür entwickelt, damit Zuchtveranstaltungen/Zuchttermine auch in Corona-Zeiten stattfinden können (siehe oben unter Downloads).

Kann ich mit meiner Stute zur Hengststation fahren? 
Es gibt keine tierseuchenrechtlichen Einschränkungen für den Transport von Tieren auf Grund der Corona-Pandemie. Hengststationen wird dennoch empfohlen, den Samen nach Möglichkeit kontaktfrei abholen oder durch einen Kurierdienst verbringen zu lassen. Viele Hengststationen haben entsprechende Maßnahmen ergriffen, um den Publikumsverkehr auf ihren Stationen zu beschränken. Hier hilft der Blick auf die Homepage der jeweiligen Hengststation. Dies gilt analog für Tierkliniken, sofern sie aus züchterischen Gründen aufgesucht werden. Darüber hinaus sind die aktuell gültigen Kontaktbeschränkungen des jeweiligen Bundeslandes bei allen Fahrten zu beachten.

Ab wann können wieder Hengstleistungsprüfungen, Stutbuchaufnahmen und Fohlenregistrierungen stattfinden?
Derzeit finden deutschlandweit wieder Zuchtveranstaltungen statt. Die FN und die Zuchtverbände informieren über alle Termine, die sie anbieten, auf ihren Internetseiten. Bei Hengstleistungsprüfungen sind derzeit keine Zuschauer zugelassen, die Abschlussprüfungen werden jedoch von ClipMyHorse.tv live übertragen und sind anschließend auch dort im Archiv hinterlegt. Informationen zu den Terminen sind unter www.hengstleistungspruefung.de abrufbar.

Wie sieht es mit der Eintrag von Hengsten ohne HLP ins Hengstbuch I aus? 
Hierfür gibt es einen Sonderbeschluss der FN-Mitgliedszuchtverbände, die ein Zuchtprogramm für Deutsches Reitpferd führen. Aufgrund des Ausfalls der Hengstleistungsprüfungen infolge der Coronavirus-Epidemie soll die vorläufige Eintragung von Hengsten in das Hengstbuch I im Jahr 2020 auch ohne die Nachweise der notwendigen Hengstleistungsprüfungen möglich sein. Diese Aussetzung der ZVO-Bestimmungen zum Hengstbuch I-Eintrag bedeutet jedoch nicht, dass den Hengsten die Prüfungen generell erlassen werden. Für die vorläufige oder endgültige Eintragung in das Hengstbuch I im Jahr 2021 müssen alle notwendigen Eigenleistungsnachweise gemäß Zuchtverbandsordnung (ZVO) nachgewiesen werden.

Dies bedeutet:

  • Vorläufige Eintragung von dreijährigen gekörten Hengsten ohne Teilnahme an einer 14-tägigen Veranlagungsprüfung in das Hengstbuch I für die Decksaison 2020.
  • 2021 müssen diese Hengste entweder die Teilnahme mit Ergebnis an einer 50-tägigen Hengstleistungsprüfung bzw. an einer 14-tägigen Veranlagungsprüfung im Sommer/Herbst 2020 oder Frühjahr 2021 sowie an der Sportprüfung für Hengste Teil I im Frühjahr 2021 nachweisen.
  • Vorläufige Eintragung von vierjährigen gekörten Hengsten mit entsprechendem Ergebnis aus einer 14-tägigen Veranlagungsprüfung oder einer Sportprüfung für Hengste Teil I, aber ohne Teilnahme an einer Sportprüfung für Hengste Teil I bzw. 14-tägigen Veranlagungsprüfung in das Hengstbuch I für die Decksaison 2020.
  • 2021 müssen diese Hengste entweder die Teilnahme mit Ergebnis an einer 50-tägigen Hengstleistungsprüfung oder an der Sportprüfung für Hengste Teil II in 2021 zweimal mit Ergebnis nachweisen. Falls die 14-tägige Veranlagungsprüfung noch nicht mit Ergebnis absolviert wurde, muss auch diese nachgewiesen werden.
  • Vorläufige Eintragung von fünfjährigen gekörten Hengsten mit entsprechenden Ergebnissen aus einer 14-tägigen Veranlagungsprüfung sowie aus einer Sportprüfung für Hengste Teil I, aber ohne Teilnahme an einer Sportprüfung für Hengste Teil II in das Hengstbuch I für die Decksaison 2020.
  • 2021 müssen sich diese Hengste im Laufe des Jahres 2020 zum Bundeschampionat qualifiziert oder eine 50-tägige Hengstleistungsprüfung im Herbst 2020 absolviert haben oder im Frühjahr 2021 mit Ergebnis absolvieren. Alternativ können Hengste auch die Teilnahme mit Ergebnis an der ausnahmsweise nur in 2021 durchgeführten altersgerechten Sportprüfung Teil II für 6-jährige Hengste nachweisen.

Wie sieht es bei den Ponys und Kleinpferden aus?
Auch bei den Pony-, Kleinpferde- und Sonstigen Rassen gibt es aufgrund der derzeitigen Corona-Krise eine Fristverlängerung für das Absolvieren der Hengstleistungsprüfungen. Für alle Hengste, die in diesem Jahr ihre Leistungsprüfung ableisten müssen, wird die Frist für einen Verbleib im Hengstbuch I bis Jahresende 2021 verlängert.

Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass Pferde mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV 2) infiziert wurden oder das Virus verbreiten können. Dazu schreibt das Friedrich-Löffler-Institut: „Coronaviren kommen natürlicherweise auch bei Heim- und Nutztieren vor. Diese sind allerdings von den Erregern der schweren respiratorischen Erkrankungen des Menschen deutlich zu unterscheiden.“ Weitere Informationen gibt es auf den Seiten des FLI unter www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/coronavirus.

Jede Tierart hat ihre eigenen Coronaviren, so auch das Pferd (Equines Coronavirus, ECoV). Ausbrüche werden seit 2010 vor allem in Teilen Europas, den USA und Japan bei ausgewachsenen Pferden gemeldet. Hervorgerufen werden u.a. Fieber, Durchfall und Appetitlosigkeit. In seltenen Fällen kann die Erkrankung auch zum Tod führen, in der Regel ist die Erkrankung aber erfolgreich durch den Tierarzt zu behandeln. Hygienemaßnahmen helfen gut, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen bzw. eine Übertragung zu verhindern. Die Infektion erfolgt über den Kot erkrankter Tiere. Hier gibt es mehr Informationen über Hygiene im Pferdestall.

Allgemeine Informationen zum Coronavirus

Stand: 14.05.2021