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Ausbildung - APO, Richtlinien, Reitabzeichen - Foto: Jacques Toffi

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Häufige Fragen zum neuen Abzeichensystem

Warum besteht das neue Reitabzeichensystem aus 10 Abzeichen?
Die Anzahl der Reitabzeichen hat sich aus dem Ansatz ergeben, die Ausbildung in möglichst sinnvolle Lernschritte einzuteilen. Zum einen sind die Abzeichen als freiwillige Angebote zu verstehen, mit denen man sich Ausbildungsziele setzen kann – bis zur Klasse S. Zum anderen sind ein Teil der Abzeichen auch formale und qualitative Voraussetzungen für den Turniersport.

Die Reitabzeichen 10 bis 6 begleiten den Reiter vom Anfänger bis zur soliden Grundausbildung. Das erste Reitabzeichen, das RA10, ist das einfachste Abzeichen. Beim RA9 kann der Einsteiger schon ohne Longe oder Führzügel reiten. Neu ist das RA8, bei dem das Reiten im leichten Sitz als neue Herausforderung hinzukommt und das damit eine wichtige Basis für das RA7 legt. Denn bei RA7 muss man den leichten Sitz gut beherrschen, um dann auch über Bodenricks zu reiten. Auch neu ist das RA6, das den einst großen Schritt zum RA5 überbrückt. Beim RA6 muss der Reiter schon recht selbstständig im Sattel sein. Er absolviert erste niedrige Sprünge und in der Dressur reitet er eine Aufgabe angelehnt an die Klasse E. Bei den RA 10 bis 6 ist kein Abzeichen formale Voraussetzung für das nachfolgende, man kann also auch erst mit dem RA7 einsteigen.

Verpflichtend werden die Reitabzeichen erst ab RA5, wenn man an LPO-Turnieren teilnehmen und sich in Leistungsklasse 6 einstufen lassen möchte. Das RA4 entspricht dem alten Bronzenen Reitabzeichen. Es ist Voraussetzung, um in die Leistungsklasse 5 zu kommen. Neu ist die Stufe RA 3. Sie überbrückt den Schritt von Niveau Dressurreiter-A (RA4) über Dressurreiter-L auf Trense zur Dressurreiter-L auf Kandare (RA2). Im Springen fügt das RA3 den Zwischenschritt von der Klasse A* (RA4) über A** zu L (RA2) ein. Wer nicht über Turniererfolge in die Leistungsklassen 5, 4 oder 3 kommt, kann dies alternativ über das RA3, RA2 und RA1 erreichen. Übrigens kann man die RA2 und 1 auch über Turniererfolge erreichen. 

Wieso muss man das RA6 und 7 für das RA5 machen?
Muss man nicht. Voraussetzung für das RA5 sind der Basispass Pferdekunde oder der Besitz der RA 6 und 7. Nur für das disziplinspezifische RA5 (Mindestalter 21 Jahre) sind die RA6 und 7 ausschließliche Bedingung.

Wo kann man ein Reitabzeichen machen?
Jeder Landes-Pferdesportverband hat eine Terminliste, wann und in welchem Verein oder Betrieb Reitabzeichenlehrgänge und -prüfungen angeboten werden. Die direkten Ansprechpartner finden Sie hier.

Ist für den Erwerb eines Reitabzeichens die Mitgliedschaft in einem Reitverein verpflichtend?

Nur für die Reitabzeichen 5 bis 1.

Gibt es Altersgrenzen für die Reitabzeichen?

Nein, jedes Abzeichen kann in jedem Alter abgelegt werden. Das heißt die Reitabzeichen aller Stufen sind für Kinder, Jugendliche und Erwachsene offen und geeignet.

Werden die alten Reitabzeichen anerkannt?

Natürlich. Die alten Reitabzeichen verfallen nicht. Welchem RA die alten Abzeichen im neuen System entsprechen und wie man im neuen System weitermachen kann, zeigt die Tabelle in dem Flyer "Das neue Reitabzeichensystem". Nach der neuen Systematik entspricht z. B. das RA 5 dem DRA Kl. IV.

Wie bauen die neuen auf den alten Reitabzeichen auf?

Das bisherige DRA Kl. III entspricht dem RA 4. Der nächste Abzeichenschritt ist daher das RA 3, das wiederum Vor-aussetzung für das RA 2 ist.

Mit welchem Reitabzeichen der neuen Systematik kann man in den Turniersport einsteigen?

Das RA 5 gleicht dem bisherigen DRA Kl. IV und ist damit nach der neuen Systematik Voraussetzung, um eine Jahresturnierlizenz zur Teilnahme an LPO-Turniersportprüfungen zu erwerben (LPO: Leistungs-Prüfungs-Ordnung).

Ab welcher Stufe kann das Reitabzeichen nur in der Disziplin Dressur oder Springen ablegt werden?

Schon das RA 5 kann als sogenanntes disziplinspezifisches Reitabzeichen absolviert werden, allerdings muss der Reiter im Besitz der RA 7 und 6 und mindestens 21 Jahre alt sein. Die RA 4 bis 1 kann jeder disziplinspezifisch ablegen.

Welche Ausrüstung ist in der Prüfung nötig?

In den Reitabzeichenprüfungen ist eine fachgerechte und den Sicherheitsanforderungen entsprechende Reitausrüstung vorgeschrieben, d.h. Reitkappe, Handschuhe, eng anliegende Oberbekleidung, Reitstiefel oder knöchelhohes Schuhwerk mit Absatz und Hose. Ab der Prüfung zum Reitabzeichen 5 wird diese Ausrüstung im Turnieroutfit gewünscht.

Welche Voraussetzungen muss das Pferd erfüllen?
Die Pferde müssen mindestens 5 Jahre alt und in der Ausbildung so weit sein, dass sie den jeweiligen Reitabzeichenanforderungen genügen.

Was passiert in den neuen Stationsprüfungen?
Die neuen Stationsprüfungen ersetzen die frühere theoretische Teilprüfung. Hier geht es zwar immer noch um theoretisches Wissen, allerdings wird dieses in den Stationsprüfungen in der praktischen Anwendung abgefragt. Der Prüfer fragt also nicht mehr, wie man z. B. ein Pferd putzt, sondern er lässt sich das Putzen zeigen und erklären.

Gibt es Noten in den Reitabzeichenprüfungen?
Erst ab dem RA 5: Um die Prüfung mit „Bestanden“ abzuschließen, muss zum einen eine Durchschnittsnote von mindestens 6,0 aus allen Teilprüfungen erreicht werden. Zum anderen darf keine Einzelnote einer Teilprüfung unter 5,0 sein.

Wie schnell kann man eine Teilprüfung wiederholen?
Da der Reiter die Chance haben soll, sich zu verbessern und auf die fehlende Teilprüfung vorzubereiten, kann er sie frühestens nach drei Monaten wiederholen.

Wie schnell kann man das nächste Abzeichen machen?
Ab dem RA 5 wird es für den Reiter anspruchsvoller und es braucht Zeit, sich auf die nachfolgenden RA vorzubereiten. Daher kann man die RA 5 bis 1 immer erst frühestens drei Monate nach dem Bestehen des vorherigen Abzeichens ablegen. Für die RA 10 bis 6 gibt es keine zeitlichen Vorgaben, aber auch hier ist es sinnvoll sich Zeit für die Vorbereitung zu nehmen und zu üben.

Wie setzen sich die Reitabzeichenkosten zusammen?
Mit einem Lehrgang bereitet die Reitschule die Abzeichen-Teilnehmer in Reit- und Theoriestunden auf die Prüfung vor. Dabei fallen seitens der Reitschule Kosten für Ausbilder, Anlage, Material und – falls man nicht mit einem eigenen Pferd teilnimmt - auch das Schulpferd an. Die FN erhebt einen Euro Lizenzgebühr je Abzeichen. Der Landespferdesportverband erhebt Gebühren für die Verwaltung und Datenerfassung, Urkunden und Abzeichenanstecker. Diese Kosten variieren je Landesverband (siehe LV-Gebührenordnungen). Am Prüfungstag fallen noch Kosten für die Richter an, die auf alle Prüfungsteilnehmer umgelegt werden. 

Weitere Infos
Analog zu den Reitabzeichen sind auch die Systematiken der Fahr-, Voltigier- und Longierabzeichen erneuert worden. Eine Übersicht zu diesen Abzeichen gibt es hier.
Entsprechende Broschüren können hier kostenlos heruntergeladen oder gegen Versandgebühr bestellt werden. 

Fragen zu den Abzeichen beantwortet die FN-Abteilung Ausbildung und Wissenschaft unter Tel. 02581/6362-196 und -231.

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