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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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Voltigieren: Akrobatik auf dem Pferd

© Jürgen StroscherWusstet ihr, dass sogar die alten Römer bereits Freude an der Akrobatik auf dem Pferderücken hatten? Mit der Sportart Voltigieren kann man übrigens schon im Alter von etwa sechs Jahren anfangen. Spielerisch und mit viel Spaß übt man dann die ersten Figuren in seiner Volti-Gruppe. "pferdenah" stellt die Disziplin Voltigieren und das Turniersystem einmal näher vor.

Das Voltigieren kombiniert Bewegungen aus dem Turnen, der Akrobatik und Gymnastik, die gemeinsam mit dem Pferd einstudiert werden. Die vergleichsweise kostengünstige Pferdesportdisziplin ist für viele Sportler sehr attraktiv, da sie Kondition, Koordination, Konzentration, Gleichgewicht und Beweglichkeit fördert und trainiert. Außerdem gewinnt man schnell neue Freunde in der Gruppe und der Zusammenhalt wird unter den „Voltis“ groß geschrieben. Voltigieren als Breitensport ist oft für Kinder ein Einstieg zum Reiten, dabei wird die Sportart aber immer beliebter und hat einen hohen Stellenwert als eigenständige Disziplin – sprich: viele Kinder bleiben dabei und wollen gar nicht mehr „umsatteln“.

Im Turniersport kann man Voltigieren als Einzel-, Doppel- oder Gruppendisziplin betreiben. Je nach Leistungsklasse gibt es ein vorgeschriebenes Pflichtprogramm. Als zweiter Wettbewerb ist die Kür sicher die attraktivste und vor allem beim Publikum beliebteste Form des Voltigierens. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, und die Choreographien bekommen zur Musikinterpretation schon fast künstlerische Züge. Wenn Pferd, Voltigierer und Longenführer im Einklang mit der Musik Höchstleistungen bringen, dann kennt der Jubel bei den Zuschauern oft keine Grenzen mehr. In den Einzelprüfungen kann noch ein Technikprogramm dazu kommen.

Wer auf Turnieren starten möchte, muss als Einzelvoltigierer mindestens zwölf Jahre alt sein und das Deutsche Voltigierabzeichen der Klasse III abgelegt haben. Bei den Gruppen kann zwischen der Klasse A (altersoffen) und der Klasse A16 (alle Voltigierer sind 16 Jahre oder jünger) gewählt werden. Beim Doppelvoltigieren dürfen sowohl Damen- oder Herrenpaare, als auch gemischte Paare an den Start gehen. Auch in den unteren Leistungsklassen im Turniersport ist die Altersgrenze von 18 Jahren aufgehoben worden.

Seit Januar 2013 gibt es im Gruppenvoltigieren sechs statt bisher fünf Leistungsklassen, außerdem wurde eine Unterteilung in Turnier- und Spitzensport beschlossen. Durch diese neue Aufteilung soll eine bessere Vergleichbarkeit mit den anderen Pferdesportdisziplinen erreicht werden.

In den Leistungsklassen 6 bis 3, also A, L, M* und M**, sind ab 2013 nur noch Gruppen mit acht Voltigierern zugelassen. Das Pflicht- und Kürprogramm bleibt unverändert. Ein Wechsel in die Leistungsklasse 2 (S*) erfolgt durch vorgeschriebene Qualifikationsergebnisse, ein Rückwechsel in die Leistungsklasse 3 ist in einer laufenden Saison nicht mehr möglich. Bei Ausfall eines Gruppenmitglieds muss auf die Reservevoltigierer zurückgegriffen werden.

In den Leistungsklassen 2 und 1, also S* und S** sowie bei den Juniorgruppen setzen sich die Gruppen nur noch aus sechs Voltigierer zusammen. Das Pflicht- und Kürprogramm wird getrennt absolviert. Eine doppelte Startmöglichkeit in M** und S* ist nicht mehr möglich.

Um sich für höhere Leistungsklassen zu qualifizieren, müssen die Gruppen entweder zweimal die Wertnote 6,5 in der Leistungsklasse M erhalten haben, um in S* oder zweimal eine Wertnote von 7,0 oder höher erhalten haben, um von M in die Leistungsklasse S** aufzusteigen. Zweimal die Wertnote von 7,0 oder höher in der LK S* berechtigt zum Aufstieg in S**.

Die deutschen Voltigierer waren in den letzten Jahren immer wieder auch auf internationalem Niveau sehr erfolgreich. Die amtierenden Deutschen Meister bei den Einzelvoltigierern sind Erik Oese (Moritzburg) und Corinna Knauf (Köln). Sieger bei den Gruppen wurde 2013 der RSV Neuss-Grimmlinghausen und bei den Doppelvoltigierern standen Gera Marie Grün und Justin van Gerven aus Köln ganz oben auf dem Treppchen.

Dies ist ein Thema des Newsletters „pferdenah“. Weitere bereits erschienene Themen finden Sie hier. Der Newsletter erscheint etwa alle sechs Wochen. Hier geht´s zum kostenlosen Newsletter-Abo.

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