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Tierhalter-Haftpflichtversicherung

Die Tierhalter-Haftpflichtversicherung tritt bei Sach- und Personenschäden Dritter ein, die durch das Pferd des Tierhalters verursacht werden.

  • Private Tierhalter-Haftpflichtversicherung mit Fremdreiterrisiko

Reitet oder fährt ein Dritter das Pferd des Tierhalters und widerfährt diesem oder einem anderen ein Sach- oder Personenschaden, so tritt hier nur die Tierhalter-Haftpflichtversicherung mit Fremdreiterrisiko ein.

  • Gewerbliche Tierhalter-Haftpflichtversicherung mit Fremdreiterrisiko, die den gewerblichen Nutzen mit einschließt

Reitet oder fährt ein Dritter das Pferd des Tierhalters, das der Tierhalter zu seinem gewerblichen Nutzen hält, und widerfährt dem Dritten oder einem anderen ein Sach- oder Personenschaden, so tritt hier nur die Tierhalter-Haftpflichtversicherung mit Fremdreiterrisiko ein, die zusätzlich den gewerblichen Nutzen des Pferdes mit einschließt.

  • Weiderisiko

Die Tierhalterhaftpflichtversicherung sollte auf jeden Fall das sogenannte „Weiderisiko“ mit einschließen. Diese tritt bei Sach- und Personenschäden Dritter ein, die durch das Pferd des Tierhalters verursacht werden, falls dieses aus der Weide oder dem Paddock ausbricht.

Beispiele

1. Haftung des Reitvereins bei der Beaufsichtigung von Kindern
Ein 7-jähriges Kind nimmt zum zweiten Mal am Voltigierunterricht des Pferdesportvereins teil. Ein Ausbilder betreut die Kinder am Pferd, ein zweiter die Kinder, die zeitgleich am Holzpferd üben. Alle Kinder wurden von den beiden Ausbildern über die Gefahren im Umgang mit dem Pferd und im Stallbereich ausführlich aufgeklärt. Das 7-jährige Kind verlässt die Halle, ohne dass die beiden Ausbilder dies bemerken. Es wird dann auf der Stallgasse getreten und schwer verletzt.

Die Eltern des Kindes verlangen nun Schmerzensgeld von den Ausbildern und dem Pferdesportverein. Haben sie damit Erfolg?
Reitvereine müssen die Betreuung der Kinder sicherstellen, die auch bei „verbotenem“ Handeln ausreichend ist, um die Kinder vor Schäden zu bewahren. Eine reine Belehrung über Gefahren reicht nicht aus. Das verletzte Kind bzw. dessen Eltern können sowohl die Ausbilder aus dem Gesichtspunkt der Nichtbeachtung von Verkehrssicherungs- und vertraglichen Schutzpflichten haftbar machen als auch den Tierhalter des ausschlagenden Pferdes als Gesamtschuldner. Im Falle der Ausbilder tritt die Versicherung der Landessportbünde für den Schaden ein, der Tierhalter nimmt seine Tierhalter-Haftpflichtversicherung in Anspruch.

2. Schaden an einem Reitschüler durch das Lehrpferd eines Vereins
Ein Reitanfänger besteht darauf, in einer fortgeschrittenen Reitstunde auf dem Außenplatz mitzureiten. Den Unterricht erteilt ein Ausbilder im Auftrag eines Reitvereins mit vereinseigenen Lehrpferden. Während der Stunde erschrickt das Lehrpferd des Anfängers. Der Reiter fällt hinunter und bricht sich den Arm.

Wer muss die Arztkosten für den gebrochenen Arm zahlen?
Der Reitverein haftet für die Kosten des gebrochenen Arms, da er der Besitzer des Pferdes ist, das den Schaden verursacht hat. Da das Lehrpferd ein Erwerbstier ist, haftet der Erwerbstierhalter nur, wenn der Schaden dadurch herbeigeführt wurde, dass der Tierhalter die im Verkehr erforderliche Sorgfalt nicht beachtet hat oder der Schaden auch bei Beachtung dieser Sorgfalt entstanden wäre. Somit muss eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung mit Fremdreiterrisiko, die den gewerblichen Nutzen mit einschließt, bestehen. Bei einigen Landespferdesportverbänden kann diese Versicherung über die Landessportbünde abgeschlossen werden. Unerheblich für die Haftungsfrage ist, ob der Reitanfänger darauf bestanden hat auf dem Außenplatz zu reiten. In diesem Fall wurde zudem die erforderliche Sorgfalt außer Acht gelassen, somit ist der Reitlehrer haftbar zu machen. Der im Auftrag des Vereins tätige Ausbilder wird auch durch die Haftpflichtversicherung der Landessportbünde mit abgesichert.

3. Schaden am Reitschüler durch ein Lehrpferd eines Reitbetriebes
Ein Reitanfänger besteht darauf in einer fortgeschrittenen Reitstunde auf dem Außenplatz mit zu reiten. Den Unterricht erteilt der Betriebsleiter auf seinen eigenen Lehrpferden. Während der Stunde erschrickt das Lehrpferd des Anfängers und dieser fällt hinunter und bricht sich den Arm.

Wer muss die Arztkosten für den gebrochenen Arm zahlen?
Der Betriebsleiter ist gleichzeitig der Pferdehalter, somit ist er persönlich für den Schaden haftbar. Da das Lehrpferd ein Erwerbstier ist, haftet der Erwerbstierhalter nur, wenn der Schaden dadurch herbeigeführt wurde, dass der Tierhalter die im Verkehr erforderliche Sorgfalt nicht beachtet hat oder der Schaden auch bei Beachtung der dieser Sorgfalt entstanden wäre. Unerheblich für die Haftungsfrage ist, ob der Reitanfänger darauf bestanden hat auf dem Außenplatz zu reiten. In diesem Fall wurde zudem die erforderliche Sorgfalt außer Acht gelassen, somit ist der Betriebsleiter haftbar zu machen. Gegen seine persönliche Haftung kann er sich durch die gewerbliche Tierhalter-Haftpflichtversicherung mit Fremdreiterrisiko, die zusätzlich den gewerblichen Nutzen des Pferdes mit einschließt, absichern.

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Martin Otto

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