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Haftung und Versicherung im Verein und Betrieb

Jeder Reitverein und Pferdebetrieb muss damit rechnen, dass es in seinem Einflussbereich zu Schäden an Personen, Tieren oder Dingen kommt. Mögliche Schadensersatzforderungen können im schlimmsten Fall die Existenz gefährden. Umso wichtiger ist es, dass der Verein beziehungsweise der Inhaber die richtigen Versicherungen abgeschlossen hat.

Welche Art von Schäden gibt es?
Haftpflichtschäden werden durch unachtsames, fahrlässiges und schuldhaftes Verhalten verursacht – durch aktives Handeln, aber auch Unterlassung. Ist der Schaden durch Vorsatz entstanden, muss der Verursacher selbst haften, da keine Versicherung dafür grade steht. Bei Unfallschäden handelt es sich um Körperschäden, die durch einen Unfall hervorgerufen werden, ohne dass es auf die Unachtsamkeit eines Anderen oder die Tiergefahr ankommt, wie es bei den Haftpflichtschäden der Fall ist.

Welche Versicherungen sind sinnvoll?
Die häufigsten Versicherungsfälle in Vereinen oder Betrieben sind Haftpflichtschäden – entsprechend sollten diese auch möglichst vollständig abgedeckt werden. So ist eine Betriebs-Haftpflichtversicherung für Schäden zuständig, die durch den Betriebsleiter oder einen seiner Angestellten während der Arbeitszeit, durch einen Reitlehrer im Angestelltenverhältnis oder durch Gegebenheiten auf dem Betriebsgelände verursacht wurden.
Risiken durch Lehrpferde oder Pensionspferde müssen gesondert durch eine Tierhalterhaftplicht bzw. Tierhüterhaftpflicht abgesichert werden. In der Police sollten Fremdreiterschutz und gewerbliche Nutzung ausdrücklich mit eingeschlossen sein.
Feuer-, Wasser und Sturmschäden können natürlich auch in Reitvereinen oder Pferdebetrieben vorkommen - und zum Existenzrisiko werden. Sie sollten deshalb unbedingt ebenfalls versichert werden

Welche Unterschiede gibt es zwischen Vereinen und Betrieben?
Reitlehrer im Vereinsauftrag sind in der Regel über den Sportbund versichert, nicht jedoch Ausbilder im privaten Betrieb. Diese sollten sich daher persönlich oder über die Betriebshaftpflicht absichern.
Ebenso sind Funktionsträger und Vereinsmitglieder bei satzungsgemäßen Tätigkeiten durch die Sportbundversicherung und die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft gegen Unfallschäden versichert. Für Betriebsleiter und deren Angestellte haftet bei Unfällen in der Arbeitszeit die für den Betrieb zuständige Berufsgenossenschaft.
Im Gegensatz zu Reitvereinen sind Betriebe, die breitensportliche Veranstaltungen ausrichten, nicht über die Sportbundversicherung des Landessportbunds abgesichert. Einige Landesverbände haben hierfür eine eigene Haftpflichtversicherung abgeschlossen. In jeden Fall sollte sich der Veranstalter dort rechtzeitig erkundigen und gegebenenfalls eine kurzfristige Haftpflichtversicherung für die Veranstaltung abschließen.

Wie sollte sich ein Ausbilder absichern?
Eine private Reitlehrer-Haftpflichtversicherung ist, unabhängig von der möglichen Absicherung durch den Betrieb oder Vereine, im Grunde für jeden Ausbilder sinnvoll.

Welche Versicherungen sind darüber hinaus empfehlenswert?
Eine Rechtsschutzversicherung tritt für Kosten ein, die im Zusammenhang mit Rechtstreitigkeiten entstehen. Hier ist wichtig, vorher genau abzuklären, welche Bereiche abgedeckt sind. Die private Unfallversicherung deckt das gesamte Risiko des Freizeitunfalls ab, das nicht durch die Berufsgenossenschaften versichert ist. Sinnvoll ist also ergänzend eine private Unfallsversicherung für jedes einzelne Familienmitglied, unabhängig vom Alter und der jeweiligen Tätigkeit.

Welche Versicherungen gibt es noch?
Mit der Pferdelebendtier-Versicherung wird der finanzielle Verlust bei Tod oder Nottötung infolge Unfall oder Krankheit, Brand, Blitzschlag oder Explosion abgesichert. Damit sind gleichzeitig Verluste von Stuten durch Trächtigkeit oder Geburt sowie von Hengsten bis zum vollendeten dritten Lebensjahr durch Kastration abgesichert. Mitversichert sind Diebstahl, Raub, Abhandenkommen und Transporte. Auf Wunsch kann auch die dauernde Unbrauchbarkeit des Pferdes zum Reiten und Fahren in den Haftungsumfang aufgenommen werden.
Für drei- bis fünfjährige Tiere wird zudem eine spezielle Pferdelebendtier-Versicherung für Ausbildungspferde angeboten. Sie deckt neben den Risiken Tod, Nottötung und dauernde Unbrauchbarkeit auch eine einmalige Kolik-Operationsbeteiligung (Kolik-OP) für eine erforderliche Kolik-Operation ab. 

Ansprechpartner

Foto von Martin Otto

Martin Otto

Tel 02581/6362-211
Fax 02581/6362-593

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