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Ein Ehrenamt...und nun?

Was bedeutet ehrenamtliches Engagement?

Ohne freiwilliges Engagement kommt kein Verein aus. Müssten alle Leistungen vergütet werden, wäre er ein reiner Wirtschaftsbetrieb, deren Leistungen für viele nicht mehr bezahlbar wären. Doch auch über die reine ökonomische Seite hinaus gibt es viele Gründe:

  • Wer ein Ehrenamt übernimmt, erhält damit nicht nur eine Verantwortung, sondern auch eine Möglichkeit zur aktiven Mitgestaltung.
  • Er hat bei wichtigen Entscheidungen ein Mitspracherecht und kann sein Amt auch nach seinen eigenen Vorstellungen ausgestalten und wird zum Vorbild.
  • Im Verein engagiert er sich für Menschen mit gleichen Interesse und erhält eine gute Grundlage, um neue Kontakte zu knüpfen: Gemeinsame Ziele verbinden und bringt die Leute zusammen.
  • Organisatorischen oder handwerklichen Begabungen, die sie im Beruf und zu Hause oft nicht umgesetzt werden können, sind im Verein oft hoch willkommen. Der persönliche Erfolg und Spaß stehen dabei im Vordergrund.

Wie kann ich mich ehrenamtlich engagieren?
Viele schrecken davor zurück, gleich einen formellen Posten im Verein anzunehmen. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, sich in die Vereinsarbeit einzubringen. Freiwillige Helfer können Projekte wie die Organisation einer Weihnachtsfeier oder eines Reitturniers planen oder auch bei kleinen, ebenso wichtigen Aufgaben, wie der Kuchenverkauf am jährlichen Turnier, helfen.

Wie viel Zeit benötige ich als Ehrenamtler?
Die Zeit, welche für ein Ehrenamt benötigt wird, kann sehr unterschiedlich sein. Bevor man sich für eine Übernahme einer Tätigkeit in einem Pferdesportverein entscheidet, sollte man überlegen, wie viel Zeit in der Woche oder Monat für den Verein zur Verfügung stehen: Eine Arbeitsüberforderung schadet beiden Seiten. Deshalb sollte die eigene freie Zeit realistisch eingeschätzt werden. Eine Aktion, die kurzzeitig übernommen wird, benötigt vielleicht nur einmalig ein paar Stunden. Der Posten des Kassenwarts hingegen beansprucht regelmäßig mehrere Stunden die Woche. Ein derzeit amtierender Ehrenamtler hilft bei der Zeitplanung gerne weiter.

Von wem werde ich in meinen Aufgabenbereich eingearbeitet?
Nach Übernahme eines Ehrenamts sollte der Vorgänger seinen Nachfolger in die zukünftigen Aufgaben einweisen. Das Organisationshandbuch oder die verfassten Arbeitsanweisungen des Vereins geben eine weitere detaillierte Beschreibung der Tätigkeiten, an denen man sich orientieren kann. In jedem Fall gilt: Niemand kann erwarten, dass man einen neu übernommen Posten vom ersten Tag an perfekt ausfüllen kann.

Kompetenzgerangel gehört zu den größten Problemen in der Vorstandsarbeit – gerade in Vereinen, in denen viele Ehrenamtliche aktiv sind. Vermeiden lässt sich das nur durch klare "Arbeitsplatzbeschreibungen". Jeder muss wissen, was er in seiner Position entscheiden darf, wem gegenüber er weisungsberechtigt ist und an wen er sich bei welchen Fragen wenden soll und muss.

Welche Rechte und Pflichten habe ich als Ehrenamtler?
Ein freiwilliger Helfer in einem Verein kann die folgenden Dinge erwarten:

  • eine Tätigkeit mit einer sinnvollen Aufgabenstellung
  • Versorgung mit notwendigen Informationen
  • Informationen über die Belange und Ereignisse in der Organisation
  • Berücksichtigung der eigenen Wünsche
  • eine Struktur, die Lernen und Wachsen fördert
  • Einführung und Training
  • Unterstützung und Hilfe durch den Vorstand
  • Anerkennung der eigenen Leistung, auch bei einem kurzzeitigen Engagement
  • wenn möglich Unkostenerstattung

 Allerdings übernimmt er auch eine Reihe von Pflichten. So muss er:

  • die eigenen Grenzen kennen
  • Absprachen akzeptieren
  • den Grundlinien der Organisation folgen
  • sich auf jede Arbeit vorbereiten
  • die Zeit sinnvoll einsetzen und akzeptieren, dass Training und Fortbildung notwendig sind
  • im Kreis der Vorstandschaft Probleme oder Unklarheiten ansprechen und klären
  • konstruktives Feedback geben
  • keine Geschenke oder Trinkgelder von Mitgliedern annehmen

Kann ein Ehrenamt auch geteilt werden?
Die Vorstandsämter dürfen laut Satzung nur einmal besetzt werden. Dies bedeutet, dass ein bestimmtes Aufgabengebiet nur einer Person zugeordnet wird, der für diesen Bereich verantwortlich ist. Aufgrund der wachsenden und umfangreichen Aufgaben eines jeden Vereines ist es allerdings möglich, einen zweiten freiwilligen Engagierten zu finden, der dem eigentlichen Amtsträger in seiner Arbeit unterstützt. Die Arbeit kann dadurch auf mehrere Schultern verteilt werden und eventuelle Nachwuchskräfte herangezogen werden.

Ist Engagement auch ohne festes Amt möglich?
Es muss nicht gleich eine Ehrenamtsposition im Vorstand des Pferdesportvereins sein. Im Verein muss eine Menge an vielfältigen Aufgaben bewältigt werden, die zeitlich begrenzt und nicht von langer Dauer sind. Kleinere Projekte wie Waffeln verkaufen, Kuchen backen, Fotos bei Veranstaltungen schießen, einen Zeitungsartikel schreiben, Betreuung auf einem Ausflug oder das Mitwirken an großen Projekten wie die Organisation eines Turniers – jeder Helfer ist willkommen.

Wie kann ich mich fort- und weiterbilden?
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten sich innerhalb eines Ehrenamts weiter- bzw. fortzubilden. So vielfältig wie das Vereinsleben ist, sind auch die Angebote, die für eine bessere Umsetzung der Vereinsarbeit dienen.

Eine wichtige Möglichkeit ist die Ausbildung zum Übungsleiter. Die Grundlage dafür bildet die Ausbildung zum Trainerassistent, Beritt- oder Wanderreitführer. Eine andere Möglichkeit, insbesondere für den Vorstand und andere Vereinsfunktionäre ist die Ausbildung zum Vereinsmanager Pferdesport.

Informationen zu allen Fortbildungsmaßnahmen gibt es bei den Landespferdesportverbänden und der Deutschen Reiterlichen Vereinigung.

Welche Haftungsrisiken hat der Vorstand eines Vereins?
Generell ist der Vorstand durch die Organhaftung nach § 31 BGB vor Haftungsdurchgriffen geschützt. Der Vorstand schließt Rechtsgeschäfte nicht in eigenem Namen, sondern im Namen des Vereins als dessen gesetzlicher Vertreter ab. Dies bedeutet, dass keine persönliche Haftung bei den typischen wirtschaftlichen Risiken der Vereinstätigkeit besteht.
Diese Haftung greift nur dann nicht, wenn das handelnde Vorstandsmitglied sich über eine im Vereinsregister eingetragene Haftungsbeschränkung hinweggesetzt oder offensichtlich außerhalb des Vereinszwecks handelt.

Zu welchem Zeitpunkt kann ich mein Amt niederlegen?
Die Geschäftsführung des Vorstandes endet im Allgemeinen mit dem Ablauf der Amtsperiode. Die Dauer der Amtszeit ist der Satzung oder Geschäftsordnung niedergelegt. Ist dies nicht der Fall, können Sie die Amtsdauer bei einem Vorstandsmitglied erfragen und besprechen, gegebenenfalls auch neu vereinbaren. Für den Anfang kann der Einsatz auch zeitlich begrenzt werden.

Die Angst, nach Übernahme eines Ehrenamts nicht mehr aus der Verantwortung entlassen zu werden, ist also unberechtigt: Die Niederlegung des eigenen Amtes ist zu jedem Zeitpunkt mit einer Begründung möglich. Jedoch sollte man sich bewusst sein, dass ein frühzeitiger Ausstieg zu einer erheblichen Mehrbelastung und zu umfangreicheren Aufgabenbereichen seitens des Vorstandes führen kann. Die Absicht, ein Amt aufzugeben, sollte man also rechtzeitig bekannt geben.

Ansprechpartner

Foto von Flavia Lehmkämper

Flavia Lehmkämper

Tel 02581/6362-239
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