AGCO GmbH - Hauptsponsor der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. (FN) - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht
Vereine und Betriebe - Vorreiter Deutschland

Anmelden

Melden Sie sich an, um im FN-Shop Tickets für Veranstaltungen sowie Broschüren, Formulare und Verträge zu bestellen und sich in der Ausbilderbörse einzutragen.

Risiken im Pferdebetrieb

Der Umgang mit Risiken ist in einem Pferdebetrieb so alltäglich wie der mit Weide, Stall oder Scheune. So sind die Grünflächen den alltäglichen Schwankungen der Witterung ausgesetzt; auch Tierkrankheiten, der Ausfall von Arbeitskräften oder eine Verschärfung der Wettbewerbssituation gehören zu den Gefahren, die jeden Pferdebetrieb bedrohen. Dabei liegt es in der Natur der Sache, dass jedes Risiko auch immer die Frage nach dessen Absicherung aufwirft.

"Es geschieht nichts ohne Risiko, aber ohne Risiko geschieht auch nichts", formulierte einst Altbundespräsident Walter Scheel – und nennt damit sicher eine wichtige Prämisse der folgenden Überlegungen. Denn selbstverständlich gehört ein gewisses Risiko zu jedem unternehmerischen Handeln dazu. Aber es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, ob er sich mehr oder weniger Risiken aussetzt. Ein Betriebsleiter, der für die Zukunft seines Unternehmens, seine Arbeitskräfte und seine Familie verantwortlich ist, wird in der Regel versuchen, vor allem existenzbedrohende Gefahren so weit wie möglich zu reduzieren. Dies kann er nur, wenn er die Risiken, die seinen Betrieb bedrohen, kennt und möglichst gut einschätzen kann.

Die Anforderungen an das betriebliche Risikomanagement sind in der jüngeren Vergangenheit gewachsen. Dafür gibt es zahlreiche Belege. So sind die Futter- und Einstreupreise in den letzten Jahren deutlich gestiegen und unterliegen zudem erheblichen Schwankungen. Auch die zunehmende Marktsättigung und der damit verbundene Auslastungsrückgang von Reitanlagen sind ein Risiko für jeden Stallbetreiber. Weiter sind übertragbare Pferdekrankheiten (zum Beispiel Herpes, Druse, Pilz) und Tierseuchen (zum Beispiel infektiöse Anämie, Rotz) dauerhafte Bedrohungen, die es zu kontrollieren gilt. Dazu kommen Änderungen im Steuerrecht, die beispielsweise die Einstufung von Pferdebetrieben als Gewerbebetrieb oder als Liebhaberei ohne Gewinnerzielungsabsicht betreffen, sowie weitere Risiken, derer sich die Betriebsleiter ebenfalls annehmen müssen.

Charakteristisch für Pferdebetriebe sind vielfältige Anforderungen an die Betriebsleiter. Von ihnen wird ein hohes Maß an landwirtschaftlichem und hippologischem Fachwissen – einschließlich des Wissens um den tiergerechten Umgang mit Pferden – verlangt. Weitere Kenntnisse sind in den Bereichen Betriebsführung und Dienstleistungsmanagement, zum Beispiel bei der Ausgestaltung touristischer Angebote, gefragt. Speziell der Leiter eines Pensionspferdebetriebs muss ferner soziale Kompetenzen und menschliches Einfühlungsvermögen besitzen. Insgesamt sind damit die fachlichen und sozialen Anforderungen an einen Pferdebetrieb sehr vielgestaltig. Oftmals ist es schwierig, sich all diese Kompetenzen anzueignen. Nach Auffassung von Tierärzten und Beratern sind einige Erkrankungen von Pferden wie auch die zum Teil mangelhaften Weiden unzureichendem Fachwissen geschuldet. Diese Problematik verdient bei der Analyse der Risiken, denen Pferdebetriebe ausgesetzt sind, besondere Beachtung. Um diesen Problemen möglichst vorzubeugen, wird eine Vielzahl von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen angeboten. So sind auch heute noch die Pferdehaltung und -fütterung Bestandteile der landwirtschaftlichen Ausbildung. Aus Sicht des Risikomanagements sind umfassende und passgenaue Aus- und Weiterbildungsangebote wichtige Vorsorgemaßnahmen.

Ansprechpartner

Foto von Martin Otto

Martin Otto

Tel 02581/6362-211
Fax 02581/6362-593

E-Mail

PM Geschenkmitgliedschaft

Ein besonderer Geschenktipp für Pferdefreunde!
Weihnachten mal anders: verschenken Sie eine Persönliche Mitgliedschaft bei der FN und begeistern damit Ihre Pferdefreunde! Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an pm@fn-dokr.de.

Jetzt bestellen!