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Pferdebetriebe als Dienstleister

Zusätzliche Serviceangebote von Pferdebetrieben

Pferdebetriebe stehen immer mehr in Konkurrenz zu anderen professionellen Dienstleistern im Freizeitbereich. Kleine, aber gerne angenommene Zusatzdienstleistungen bieten nicht nur eine zusätzliche Einnahmequelle - sie tragen auch dazu bei, dass sich der Betrieb von der Konkurrenz abhebt und seine Kunden enger an sich bindet.

Welche Serviceangebote werden gerne genutzt?

  • Ein Waschservice für Decken, Gamaschen, Bandagen oder Gurte wird immer gerne genutzt und ist eine gute Möglichkeit, um die Pferdehaare aus dem Haus des Einstellers zu verbannen. Hierfür muss eine ausreichend robuste Industriewaschmaschine zur Verfügung stehen. 
  • Oft lohnt es sich, in ein gemütliches Reiterstübchen zu investieren. Vor allem nach dem Training kommen hier gerne noch mal alle zusammen, um etwas zu trinken zu nutzen oder eine Kleinigkeit zu essen - nicht nur die Reiter, sondern auch Eltern und Freunde, die beim Training zuschauen. 
  • Wenn kein attraktives Reitsportgeschäft mit umfangreichem Angebot in der Nähe ist, eröffnet sich hier als Stallbesitzer eine weitere Möglichkeit zum Nebenverdienst. In einem kleinen Hofladen kann man dann das Wichtigste bereitstellen (z.B. Leckerlies, Stallapotheke oder Satteldecken). Besonders interessant ist dieses Geschäftsmodell für Betriebe mit Spezialreitweisen, da diese Artikel häufig schwer zu erwerben sind. Zusätzlich kann man Sonderangebote oder Neuheiten auf der eigenen Website bewerben. 
  • Für Turniereinsteiger oder auch Notfälle sollte ein Betrieb einen Pferdeanhänger gegen eine Leihgebühr stellen. Hierbei sollte jedoch der Versicherungsschutz vorab angepasst werden.
  • Pferdestaubsauger greifen die Haut viel weniger an als häufiges Waschen und tragen zur Maukeprävention bei. Sie sammeln den Dreck, der so nicht wieder in das Fell oder die Gebäude gelangt. Für die Anschaffung muss man mit Kosten von 2.500 bis 3.000 Euro rechnen. Die Bezahlung erfolgt über Münzautomaten oder Chips, die der Stallbetreiber verkauft.
  • In einigen Ställen bekommen die Reiter auch die Möglichkeit, ihr Pferd mit einem Portraitfoto in einer Art "Galerie der Stallbewohner" im Stall auszustellen. So hebt sich der Betrieb von Mitbewerbern ab und bindet seine Kunden. 

Welche saisonalen Angebote lohnen sich?

  • Ausreichend große, ungenutzte Räume eignen sich, die wettergeschützte Überwinterung von Pferdeanhängern anzubieten.
  • Im Winter wird außerdem auch gerne ein beheizter Deckenraum genutzt, da Schabracken und Abschwitzdecken in der Kälte nur langsam trocknen.
  • Außerdem ist Warmwasser und ein Solarium im Herbst und Winter besonders wohltuend und wird gern genutzt.
  • Im Sommer könnte man in einem abgetrennten Raum die dicken Winterdecken sammeln.

Welche rechtlichen und versicherungstechnischen Risiken kann es geben?
Zusätzliche Angebote wie das Benutzen der Führanlage, ein Koppelservice oder das Verabreichen von Zusatzfutter oder Medikamenten sind häufig nicht im monatlichen Pensionspreis inbegriffen, sondern werden als zusätzliche Dienstleistungen mit Extrakosten verbucht. Das kann zu rechtlichen Problemen verbunden: Jeder Stallbesitzer ist rechtlich dazu verpflichtet, Schaden von eingestallten Pferden fernzuhalten - auch ohne schriftlichen Vertrag. Sonst haftet er bereits bei einfacher Fahrlässigkeit.
Angebote wie Koppel- oder Führmaschinenservice werden häufig sehr dankbar von Pferdebesitzern aufgenommen. Allerdings greift die private Pferdehalter-Haftpflichtversicherung nur bei Schäden, die auf unentgeltlicher Basis geleistet werden. Wenn der Helfer zu Schaden kommt und mit dem Service Geld verdient, sollte er entweder eine Haftpflichtversicherung als gewerblicher Tierhüter abschließen oder im Auftrag des Anlagebetreibers handeln, sodass hier die Berufsgenossenschaft für den Arbeitsunfall greift. Schäden an den Pferden sind in diesem Fall durch die landwirtschaftliche Betriebshaftpflicht abgedeckt.

Was muss bei gastronomischen Angeboten bedacht werden?
Wer bei dem Verkauf von Getränken und Speisen eine Gewinnerzielungsabsicht hat, muss ein Gewerbe anmelden. Beim Ausschank von Alkohol wird eine zusätzliche Ausschanklizenz verlangt. Die Einrichtung des Reiterstübchens sollte mit dem örtlichen Ordnungsamt und Bauamt abgestimmt werden, da es regionale Unterschiede gibt.
Steuerlich kann es vor allem für Betriebe problematisch werden: Ein Reiterstübchen mit Gastronomie wird immer als "mitgezogene Privilegierung" betrachtet und darf nicht im Vordergrund stehen. Auf der sicheren Seite ist ein Betrieb mit einem Aufenthaltsraum mit Selbstversorgung.

Was ist bei der Auswahl des Personals zu beachten?
Ein Betriebsleiter, der ungeeignetes Personal oder inkompetente Helfer einsetzt, verletzt seine Sorgfaltspflicht. Er haftet somit auch für mögliche Schäden, die nicht immer durch die Obhutsversicherung gedeckt werden.

Ansprechpartner

Foto von Martin Otto

Martin Otto

Tel 02581/6362-211
Fax 02581/6362-593

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