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Pensionspferdehaltung

Die Aufnahme von Pensionspferden ist das wichtigste Angebot der Pferdebetriebe in Deutschland: Rund drei Viertel nimmt fremde Pferde gegen ein Entgelt auf.

Welche Formen der Pensionspferdehaltung gibt es?
Die meisten Pensionsbetriebe bieten vornehmlich ihre Dienste für die Halter von Sport- und Freizeitpferden an. Aber auch andere Schwerpunkte können wirtschaftlich interessant sein, so zum Beispiel die Haltung von Gnadenbrotpferden, rekonvaleszente Pferden, Mutterstuten zum Abfohlen und Jungpferden.

Was sind die Ansprüche des Pferdes?
Das Pferd steht im Mittelpunkt der Pensionspferdehaltung und somit auch eine Ansprüche und Bedürfnisse. Der Schutz der Tiere ist durch das Tierschutzgesetz geregelt. Dies ist jedoch nur eine Grundlage, denn Pferde haben besondere Anforderungen: Sie sind in Gruppen lebende Tiere, für die soziale Kontakte zu Artgenossen unerlässlich sind, um Verhaltensstörungen zu vermeiden. Zudem benötigen Pferde artgerechte Pflege, medizinische Versorgung, täglich mehrere Stunden Bewegung, Beschäftigung und die Möglichkeit zum ungestörten Ruhen.

Welche Haltungsformen gibt es?
Als Haltungsformen werden die Einzel- und die Gruppenhaltung unterschieden. Diese Haltungsformen sind als unterschiedliche Haltungsverfahren konzipierbar. Die Gruppenhaltung ist durch die Lauf- und Offenstallhaltung geprägt. Grundsätzlich sind alle Haltungsverfahren so zu gestalten, dass sie dem einzelnen Pferd die größtmögliche Entfaltung seines arttypischen Verhaltens ermöglichen, es vor Schäden bewahren und in seiner Entwicklung nicht behindern. Unabhängig von der Haltungsform müssen die generellen Ansprüche an Weide und Auslauf, Stallboden und Einstreu sowie Stallklima und Lichtverhältnisse Berücksichtigung finden.

Welche Fähigkeiten muss ein Betriebsleiter haben?
Ausreichende sachliche Qualifikation in der Pferdehaltung ist Grundvoraussetzung für das erfolgreiche Betreiben einer Pensionspferdehaltung. Laut Tierschutzgesetz ist für das Betreiben eines gewerbsmäßigen Reit- oder Fahrbetriebes ein Sachkundenachweis zu erbringen, der von der regional zuständigen Behörde erteilt wird. Das reicht jedoch zumeist nicht aus: Die Kunden können hohe Fachkenntnisse erwarten, die das Wohl des Pferdes garantieren. Ebenso wichtig sind aber auch soziale Kompetenz, Freundlichkeit, Toleranz, Geduld und Belastbarkeit des Betriebsleiters und seiner Angestellten - sieben Tage in der Woche und 365 Tage im Jahr.

Was muss ein Pensionsbetrieb zur Unfallverhütung tun?
Viele Unfälle in Pferdebetrieb sie sind vermeidbar, wenn der Unternehmer alle baulichen, technischen und organisatorischen Voraussetzungen für einen sicheren Arbeitsablauf schafft. Hierzu gehören die allgemein anerkannten sicherheitstechnischen Regeln die betrieblichen Anweisungen sowie Bedien- und Wartungsvorschriften. Der Betriebsleiter muss Unfall-, Brand- und Explosionsgefahren erkennen und alle erforderlichen Maßnahmen zu deren Abwendung ergreifen.

Was ist bei Haftung und Versicherungsschutz zu beachten?
Neben der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft, sofern erforderlich) ist eine angemessene Haftpflichtversicherung der betriebseigenen Pferde (Tierhalterhaftpflicht) und der Pensionspferde (Tierhüterhaftpflicht) sowie eine Betriebshaftpflichtversicherung abzuschließen.

Welche steuerrechtlichen Bedingungen gelten für Pensionsbetriebe?
Die Einkünfte aus Pensionspferdehaltung zählen zu den Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft. Gewerblichkeit tritt ein, wenn die Vieheinheiten-Grenze des Betriebes überschritten wird oder mit der Pferdehaltung gewerbliche Tätigkeiten verbunden sind, wie Bewirtung, Reitunterricht, Kutschfahrten und anderen. Ob die Pensionspferdehaltung in Verbindung mit solchen Dienstleistungen noch als landwirtschaftlich oder schon als gewerblich anzusehen ist, hängt vom Einzelfall ab. Bei Planung und Weiterentwicklung eines Pensionspferdebetriebes sollte daher stets der Steuerberater einbezogen werden.

Welche Ansprüche haben Kunden an einen Pensionsbetrieb?
Marktanalysen haben ergeben, dass die optimale Unterbringung und Fütterung des Pferdes die höchste Priorität bei den Kunden eines Pensionsbetriebs hat. Sauberkeit, Ordnung und das Äußeres Erscheinungsbild des Pferdebetriebes sowie den Pflegezustand der Anlagen sind dabei sehr wichtig. Eine besondere Bedeutung kommt auch dem Anspruch der Hilfestellung bei Pflege und Haltung zu. Weitere Faktoren sind Größe und Anzahl von Reitplätzen und Reithallen, Longierhallen und -plätzen sowie die kompetente Ausbildung von Pferd und Reiter im vielseitigen Reiten. Das Reiten in der Natur wird immer beliebter, so dass Betriebe mit einer Anbindung an ein gutes Reitwegenetz einen deutlichen Wettbewerbsvorteil haben. Zudem erwarten Kunden Wertschätzung und die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung.

Wie kann man einen Pensionsbetrieb wirtschaftlich führen?
Die Anzahl an Pensionspferdehaltung ist in den letzten Jahren vielerorts rapide angestiegen. Neben Neugründungen hat die Umstellung oder Ausweitung landwirtschaftlicher Betriebe auf Pensionspferdehaltung zu einer stark gestiegene Anzahl an Mitbewerbern für fast jeden Pensionspferdebetrieb geführt. In einigen Regionen nähert sich der Markt der Marktsättigung oder hat diese bereits erreicht. Hinzu kommt, dass ein verändertes Kundenverhalten, gestiegene Investitionskosten und veränderte Rahmenbedingungen den Stallbetreibern die wirtschaftliche Tragfähigkeit ihrer Betriebe erschwert. Langfristige Perspektiven haben nur die Pensionspferdehaltungsbetriebe, die vor einem wirtschaftlich tragfähigen Hintergrund einem hohen Dienstleistungsanspruch der Kunden und den Ansprüchen an eine fachgerechte Pferdehaltung gerecht werden können.

Wie erhält man die Wirtschaftlichkeit eines Pensionsbetriebs?
Die Preisfindung der Pensionspferdehaltung muss auf einer genauen betriebswirtschaftlicher Kalkulation und auf Grundlage einer detaillierten Kostenrechnung erfolgen. Betrachtet man die Kostenentwicklung der Pferdehaltung in den letzten Jahren, stehen den vielerorts nur geringfügig gewachsenen Einnahmen der Pferdebetriebe und betriebsführenden Pferdesportvereine drastische Kostenerhöhungen gegenüber. Deshalb muss ein Betriebsinhaber die Wirtschaftlichkeit einzelner Betriebszweige kennen und regelmäßig überprüfen. Variable und fixe Kosten müssen ganz klar und anteilig den einzelnen Betriebszweigen zugerechnet, die Beibehaltung längerfristig defizitär geführter Betriebszweige grundlegend überdacht werden.

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Martin Otto

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