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Umwelt und Pferdehaltung - Ausreiten, TREC, Naturschutz - Foto: Christiane Slawik

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Die Verdauung des Pferdes

Der Weg der Nahrung

Der Verdauungsapparat der Pferde ist auf die optimale Verwertung pflanzlicher Nahrung in jeglicher Form eingestellt. Evolutionsbedingt ist das Pferd in der Lage, auch noch aus den trockensten Sträuchern Nährstoffe zu ziehen. Mittels Lippen und Zähnen kann das Pferd geschickt schmackhaftes Futter von ungenießbarem unterscheiden. Die Verwertung des Futters beginnt schon im Maul. Ihre breiten Backenzähne können auch harte, verholzte Futterbestandteile zermahlen. Wasserhaltiges Frischfutter, wie beispielsweise Gras wird regelrecht ausgequetscht. Der „Saft“ ist voller wertvoller Inhaltsstoffe (Eiweiße, Zucker), die noch in Magen und Dünndarm dem Körper zugeführt werden. Die Zerkleinerung des Futters und vor allem gründliches Einspeicheln sind für alle folgenden Verdauungsprozesse von großer Bedeutung, zum einen, weil der Futterbrei dann gut rutscht, zum anderen, weil auf diese Weise die chemischen Prozesse eingeleitet werden, die an der Verdauung beteiligt sind. Gesunde Zähne ohne scharfe Kanten sind also nicht nur entscheidend für eine gute Maultätigkeit beim Reiten, sondern überlebenswichtig! Im Übrigen sorgt die ausreichende Versorgung mit Rau-/Grünfutter auch für einen entsprechenden Abrieb der Zähne durch die Kautätigkeit.

Der Pferdemagen ist klein (ca. 15 bis 20 Liter) und kann daher immer nur kleine Mengen aufnehmen. Im Magen wird der Futterbrei mit Magensaft durchmischt, verflüssigt und der pH-Wert gesenkt. Danach wird er in den ca. 20 Meter langen Dünndarm geleitet, der sich in Zwölffinger-, Leer- und Hüftdarm gliedert. Hier werden vor allem die schnell verdaulichen Bestandteile der Nahrung verarbeitet, also Zucker, Eiweiße und Fette. Enzyme spalten die Nährstoffe auf, die dann durch die Wände des Verdauungstraktes in die Blut- und Lymphbahn gelangen und im Körper verteilt werden.

Der acht Meter langen Dickdarm gliedert sich in Blinddarm, den kleinen und den großen Grimm- sowie den Mastdarm. Für das Pferd hat der Dickdarm eine besondere Bedeutung, da hier die Mikroorganismen leben, welche in der Lage sind, Rohfaser zu verdauen, also die Gerüststoffe der Pflanzen (schwer abbaubare Kohlenhydrate, Cellulose, Hemicellulose und Pektin, die enthalten sind in Heu, Stroh und Silage, aber auch in Gras, Laub etc.). Der Dickdarm funktioniert wie eine Gärkammer, in der diese Pflanzenbestandteile aufgeschlossen werden. Dabei entstehen flüchtige Fettsäuren, die über die Darmschleimhaut ins Blut abgegeben werden und dem Pferd Energie liefern. Im Dickdarm wird aber nicht nur ab-, sondern auch aufgebaut. Die dort ansässigen Mikroorganismen sind in der Lage, wasserlösliche B-Vitamine sowie Vitamin C herzustellen und den Organismus damit ausreichend zu versorgen. Um zu überleben, benötigen diese Mikroorganismen regelmäßig rohfaserhaltiges Futter. Anderenfalls sterben sie ab, was dramatische Folgen für die Gesundheit des Pferdes hat (siehe Folgen falscher Fütterung).

Der gesamte Darmtrakt ist mit der sogenannten Ringmuskulatur ausgekleidet, die unter der Schleimhaut sitzt. Diese Muskulatur sorgt dafür, dass benachbarte Darmabschnitte abwechselnd ausgedehnt werden und dann wieder erschlaffen. Auf diese Weise wird der Futterbrei weitertransportiert und immer wieder durchmischt. Diese Vorgänge sind von außen hörbar. Wenn der Tierarzt das Pferd bei Verdacht auf Kolik abhorcht, lauscht er, ob er Darmgeräusche vernehmen kann.

Verdauungsprobleme beim Pferd erkennen

  • Appetitlosigkeit
  • Liegen zu ungewöhnlichen Uhrzeiten
  • Wesensveränderungen (Unruhe, Apathie)
  • Darmgeräusche unregelmäßig, zu stark oder eventuell auch gar nicht vorhanden
  • Schweifschlagen
  • Aufstampfen, unter den Bauch treten
  • Häufiges Wälzen, aufstehen und wieder hinlegen
  • Schwitzen
  • Flähmen
  • Stöhnen
  • Zum Bauch blicken
  • Aufgasung
  • Weicher oder sehr trockener Kot

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