Deutsche Reiterliche Vereinigung

Sandra Auffarth

Vielseitigkeitsreiterin

Sandra Auffarth ist mit Pferden aufgewachsen und hat alle Stationen des vielseitigen Nachwuchssports in Deutschland durchlaufen: Goldene Schärpe, Nachwuchschampionat, Jugendmeisterschaften, Preis der Besten, Nachwuchseuropameisterschaften. Nach dem Abitur wurde Sandra Auffarth in die Perspektivgruppe berufen. Fünf Jahre lebte und trainierte sie in Warendorf, bevor sie 2011 mit zwei abgeschlossenen Ausbildungen – zur Pferdewirtin und zur Sport- und Fitnesskauffrau – in ihre Heimat Bergedorf bei Ganderkesee zurückkehrte. Dort führt sie den elterlichen Zucht- und Ausbildungsbetrieb.

Im selben Jahr sorgte sie mit dem in Frankreich gezogenen Fuchswallach Opgun Louvo („Wolle“) für Aufsehen, als sie bei den EM in Luhmühlen die erste von fünf Team-Goldmedaillen (EM 2011, 2013, 2015, WM 2014, OS 2012) in Folge gewann. Aber auch in der Einzelwertung stand sie mehrfach auf dem Treppchen. 2011 und 2015 gewann sie Einzel-Silber bei EM, 2012 Einzel-Bronze bei den Olympischen Spielen in London und 2014 feierte sie in der Normandie mit WM-Doppelgold den bislang größten Erfolg ihrer Karriere. 2016 wurde das „Dream-Team“ Deutscher Meister und bestritt sein letztes Championat bei den Olympischen Spielen in Rio. Dort gab es noch einmal Silber für die deutschen Mannschaft.

2018 verabschiedete Sandra Auffarth ihren langjährigen Partner "Wolle" aus dem Championatskader. An seine Stelle rückte ein anderer Franzose, Viamant du Matz, mit dem sie 2018 an den Weltreiterspielen teilnahm und bei den Europameisterschaften 2019 in Luhmühlen vor heimischem Publikum Platz elf belegte.

Parallel zu ihrer beeindruckenden Karriere in der Vielseitigkeit, mischt Auffarth immer öfter auch im Springsport mit. Bei den Deutschen Meisterschaften der Springreiterinnen in Balve wurde sie mit Landlord 2018 Sechste, 2019 wiederholte sie ihren Vorjahreserfolg beim Hamburger Spring-Derby und wurde mit La Vista wieder Dritte.

Geburtsdatum: 27. Dezember 1986
Wohnort: Ganderkesee

Championatspferd 2019: Viamant du Matz

  • Geburtsjahr: 2009
  • Geschlecht: Wallach
  • Rasse: Selle Francais
  • Vater: Diamant de Semilly
  • Mutter: Heralina AA von Voltigeur le Malin AA
  • Besitzer: Nikolaus Prinz von Croy
  • Züchter: M. Roger Sevette

2016 Rio de Janeiro/BRA Einzel Opgun Louvo 11.
2016 Rio de Janeiro/BRA Mannschaft Opgun Louvo Silber
2012 London/GBR Einzel Opgun Louvo Bronze
2012 London/GBR Mannschaft Opgun Louvo Gold

2014 Caen/FRA Einzel Opgun Louvo Gold
2014 Caen/FRA Mannschaft Opgun Louvo Gold

2019 Luhmühlen/GER Einzel Viamant du Matz 11.
2015 Blair Castle/GBR Einzel Opgun Louvo Silber
2015 Blair Castle/GBR Mannschaft Opgun Louvo Gold
2011 Luhmühlen Einzel Opgun Louvo Silber
2011 Luhmühlen Mannschaft Opgun Louvo Gold

2019 Luhmühlen Einzel Viamant du Matz 8.
2018 Balve  Springen - Damen Landlord 6.
2017 Luhmühlen Einzel Opgun Louvo Bronze
2016 Luhmühlen Einzel Opgun Louvo Gold
2011 Luhmühlen Einzel Parancs 8.
2009 Schenefeld Einzel Carlos 5.

Sandra Auffarth erinnert sich an ihr Pony Faryno

"Auf Faryno habe ich früh gelernt, mich durchzusetzen. Er hat ganz viel dazu beigetragen, wo ich heute im Reitsport bin. Faryno war ein brauner Ponywallach, schick, frech, im Hengsttyp und ein richtiger Sportler. Ich habe ihn das erste Mal ausprobiert, da war ich acht und er zehn. Er hatte schon Erfahrung im Springsport und war ein richtiger Kerl. Da war ich dann doch noch etwas verloren obendrauf (lacht). Eigentlich war es ein Riesenzufall, dass er ein Jahr später immer noch zu haben war. Aber wir haben es ein Jahr später noch mal versucht, weil ich ihn so klasse fand, und da sah die Sache schon ganz anders aus. Er sprang toll, aber ich musste ihn schon reiten. Er sprang nicht von alleine.

Und er war durchaus selbstbewusst. Wenn ich mit ihm ausreiten wollte, kam ich manchmal nicht von unserem Hof runter. Ich musste mich definitiv durchsetzen. Wir beide haben uns im Lauf der Zeit so gut zusammengerauft, dass wir mal im selben Jahr bei der Deutschen Meisterschaft Springen und Vielseitigkeit an den Start gegangen sind. Da war ich 14. Aus dem Gelände sind damals nur sechs Paare ohne Hindernisfehler gekommen und Faryno und ich waren dabei. Das war schon klasse, da war ich mächtig stolz auf ihn. Meine Eltern waren immer ganz entspannt, wenn ich mit ihm unterwegs war.

Er sprang so gut und vorsichtig, dass sie immer gesagt haben, er sei wie eine Lebensversicherung für mich. Und das war er auch. Im Stall war Faryno ein richtiger Kumpel, er war tatsächlich mein bester Freund. Als ich 15 war, haben wir ihn verkauft und ich bin auf Großpferde umgestiegen. Da war ich schon sehr, sehr traurig, er war so ein cooles Pony und er hat mich definitiv reiterlich geprägt."

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Stand: 19.05.2020