Deutsche Reiterliche Vereinigung

Rettung der Schulpferde in der Corona-Pandemie

FN-Aktion #KEINSchulpferdweniger

Rettung der Schulpferde in der Corona-Pandemie

In Deutschland gibt es rund 65.000 Schulpferde und -ponys in Vereinen und Betrieben. Sie bilden das Fundament des organisierten Pferdesports, sie machen Nachwuchsarbeit, Sportentwicklung und generell den Pferdesport in Deutschland möglich. Doch nach einem Jahr Corona-Pandemie liegen viele Reitschulen im Sterben. Kein Einkommen aus Reit- und Voltigierunterricht, die Kosten für die Versorgung der Schulpferde laufen weiter. Vielfach steht die Abschaffung von Schulpferden bevor oder erfolgt bereits. Um das zu verhindern sowie Politik und Öffentlichkeit auf die Notlage der Reitschulen aufmerksam zu machen, startet die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) die Aktion #KEINSchulpferdweniger.

FN-Umfrage: Ein Drittel der Reitschulen fürchtet, den Lockdown nicht zu überleben

In einer Online-Umfrage erfasste die FN im Februar die Situation der Reitschulen. Wie groß die Not ist, zeigt die Resonanz auf die Umfrage: In Deutschland gibt es 6.100 Reitschulen, nahezu jede zweite Reitschule hat an der Umfrage teilgenommen. Ein Drittel der Reitschulen sieht seine Existenz durch den pandemiebedingten Lockdown gefährdet. Zwar gibt es diverse Förderprogramme, die 82 Prozent der befragten Reitschulen auch bekannt sind. Aber nur 44 Prozent aller Umfrageteilnehmer hat Unterstützung aus den Corona-Hilfsprogrammen beantragt. Förderprogramme und Wirtschaftshilfen sind nicht auf den Pferdesport zugeschnitten oder Antragsverfahren zu kompliziert, so dass Vereine und Betriebe zu oft ins Leere laufen mit ihren Anträgen auf Fördermittel (Ergebnisse der bundesweiten Befragung zur aktuellen Situation der Schul- und Voltigierpferde hier im Detail).

FN unterstützt Reitschulen bei Beantragung finanzieller Hilfen

Um den Vereinen und Betrieben mit Schulpferden den Zugang zu finanziellen Hilfen zu erleichtern, hat die FN Hilfsangebote erstellt:

  • BSI zahlt Beihilfe für Steuerberater
    Wer Geld vom Staat braucht, stößt auf ein komplexes Antragsverfahren für Fördermittel, für deren Beantragung der Einsatz von Steuerberatern oder Wirtschaftsprüfern zwingend vorgeschrieben ist. Kosten, vor denen die angeschlagenen Reitschulen zurückschrecken, versuchen sie doch alle Ausgaben zu reduzieren. Dieses Hindernis möchte der Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie (BSI) – Fachgruppe Pferdesport beseitigen. Er stellt Mittel bereit, so dass 150 Reitschulen eine Unterstützung in Höhe von 250 Euro für den Steuerberater erhalten können. Die BSI-Hilfe wird über das untenstehende Formular beantragt. Nach der Eingangsbestätigung wird die Bewerbung geprüft und die Reitschule erhält eine Information, ob sie unter den 150 Reitschulen ist. Sobald die von der Reitschule beauftragte Steuerkanzlei der FN bestätigt hat, dass die Kanzlei den Antrag gestellt hat, werden die 250 Euro an die Reitschule überwiesen.

  • Video-Tutorials von lexoffice erklären Antragsverfahren
    Auch wenn die Förderprogramme kompliziert sind und es aufwendig ist, sich damit zu beschäftigen: Reitschulen können Steuerberaterkosten und Wartezeit auf Finanzhilfen sparen, indem sie sich mit der Überbrückungshilfe III beschäftigen. Unterstützung finden sie bei Steuerberater Frank Scheele. Der Finanzcoach von FN-Kooperationspartner lexoffice zeigt in mehreren kurzen Videos, wie Reitschulen die Überbrückungshilfe beantragen können und auf was sie dabei besonders achten müssen. Denn richtig ausgefüllte und korrekt vorbereitete Unterlagen vermeiden lange Laufzeiten. In den Videos geht es um Fragen wie: Wer ist antragsberechtigt? Wie läuft der Antragsprozess ab? Warum kann sich der Antrag verzögern? Auf der Seite finden sich auch eine Checkliste für die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater und ein Excel-Tool für die Antragstellung.

Social-Media-Kit zur Aktion

Alle, die uns bei der Aktion #KEINSchulpferdweniger unterstützen wollen, können unser Social-Media-Kit herunterladen und die Vorlagen für ihre Social-Media-Kanäle nutzen. Das Social-Media-Kit beinhaltet:

  • Fotos im PNG-Format
  • Textvorlagen für Social-Media-Beiträge
  • Muster-Pressemitteilung, die Reitschulen an ihre Lokalzeitungen versenden können

Video-Tutorials zur Antragstellung

Reitschulen können Steuerberaterkosten und Wartezeit auf Finanzhilfen sparen, indem sie sich mit der Überbrückungshilfe III beschäftigen. Steuerberater Frank Scheele zeigt in mehreren kurzen Videos, wie Reitschulen die Überbrückungshilfe beantragen können und auf was sie dabei besonders achten müssen.

Social-Media-Aktion: Rettet die Schulpferde - jetzt!

Gehen die Vereine und Betriebe zu Grunde, betrifft das auch private Pferdehalter, die ihre Pferde dort unterstellen und die Reithallen und -plätze nutzen. Eine ganze Branche, deren Umsatz bei geschätzten 6,7 Milliarden Euro liegt, ist bedroht, wenn das Fundament wegbricht. Die FN ruft deshalb alle Pferdesportler dazu auf, sich an der Aktion #KEINSchulpferdweniger zu beteiligen und auf die Not der Schulpferde aufmerksam zu machen. Reitschulen und ihre Schüler können zum Beispiel Fotos ihrer Schulpferde posten oder Videobotschaften aufnehmen und veröffentlichen, um auf ihre Not aufmerksam zu machen. Um die größtmögliche Aufmerksamkeit zu generieren, sollten alle Beiträge zu diesem Thema um die Hashtags #KEINSchulpferdweniger und #KurzarbeitergeldfürSchulpferde ergänzt werden.

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Wir unterstützen Reitschulen

Der Fachgruppe Pferdesport im BSI ist die Förderung des Pferdesports als Breitensport seit jeher ein wichtiges Anliegen. Daher ist für uns selbstverständlich, in schwierigen Zeiten den Reitvereinen und Pferdebetrieben zur Seite zu stehen, die Reitern, Fahrern und Co. die Ausübung dieses schönen Hobbies nahebringen und ermöglichen.

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Stand: 14.04.2021