Informationen zum Coronavirus für den Pferdesport
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Pferdesport - Breitensport, Turniersport, Spitzensport - Foto: Julia Rau

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Reiten für Kinder

Infos für Eltern, Ausbilder, Erzieher und Lehrer

Ponys und Pferde faszinieren. Viele Kinder, vor allem Mädchen, möchten reiten lernen. Und reiten ist auch tatsächlich ein wunderbares Hobby für Kinder, das nicht nur ihre körperliche, sondern auch ihre seelische und soziale Entwicklung fördert. Das hat auch eine Studie 2012 nachgewiesen.

  • Vielleicht sind Sie Eltern, die sich informieren möchten, um ihrem Kind den Wunsch zu erfüllen, 
  • vielleicht sind Sie ein Ausbilder, der die große Nachfragen nach Reitunterricht für kleine Kinder erkannt hat und nun Informationen hinsichtlich Qualifikationsmöglichkeiten, Fortbildungen und Förderungen sucht, 
  • vielleicht sind Sie ein Pädagoge, der wissen möchte, wie Ponys und Reiten seine Arbeit als Erzieher oder Lehrer unterstützen können, 
  • vielleicht sind Sie ein Verein oder Betrieb, der gute Angebote für diese Zielgruppe schaffen und sich über Voraussetzungen hierfür informieren möchte,

dann sind Sie hier richtig. Auf dieser Seite wollen wir Eltern, Ausbilder, Pädagogen, Vereine und Betriebe über das Thema Reiten lernen für Kinder – speziell die ganz Kleinen im Vorschul- und Grundschulalter – informieren. 

Reiten lernen - Infos für Eltern

Reiten lernen - Was Eltern wissen wollen

Ihr Kind redet nur noch von Pferden? Das Kinderzimmer ist über und über mit Pferdepostern tapeziert? Jedes Pony muss gestreichelt werden? Ihr Kind ist aus dem Stall gar nicht mehr wegzukriegen? Dann ist Ihr Kind mit dem Pferdevirus infiziert. Keine Sorge, das ist keine Krankheit, sondern der Beginn einer wunderbaren Beziehung, die einen nie mehr loslässt. Wer einmal für Pferde und Ponys entflammt ist, bleibt für immer ein Pferdefreund.

Wenn Sie Ihrem Kind das Hobby „Pferd“ ermöglichen, eröffnen Sie Ihrem Kind eine ganze Welt, von der es ein Leben lang profitiert. Das Pferd kann Freund und Tröster sein. Es macht selbstbewusst, denn es lässt Ihr Kind über sich hinauswachsen. In unserer technisierten Welt bietet das Hobby „Pferd“ die Verbindung zur Natur. Der Umgang mit dem Pferd erfordert und fördert Verantwortungsbewusstsein und Selbstständigkeit, Beobachtungsgabe und Einfühlungsvermögen. Der positive Einfluss des Pferdes auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist auch durch eine Studie belegt. 

Hier beantworten wir viele Fragen, die Sie rund um das Thema Pferd haben:

  1. Ab welchem Alter können Kinder reiten lernen?
  2. Was macht eine gute Reitschule aus und wie finde ich diese?
  3. Welche Ausrüstung braucht mein Kind?
  4. Wie läuft der Reitunterricht ab?
  5. Wie sieht es aus mit Sicherheit und Versicherung?
  6. Mit welchen Kosten muss ich rechnen?
  7. Und wie kann ich mein Kind bei seinem neuen Hobby unterstützen?

Die Antworten auf diese Fragen finden Sie nachfolgend, aber auch auf Papier in der Broschüre „Hilfe, mein Kind ist pferdeverrückt!“. Hinweis: Wenn nachfolgend von Reitschule die Rede ist, ist immer auch die Fahr- und Voltigierschule eingeschlossen.

Familie mit Pferd - Foto: Holger Schupp

1. Einstiegsalter
Den Zeitpunkt, wann Ihr Kind mit dem Pferdesport beginnt, legen Sie ganz individuell fest. Die nachfolgende Empfehlung dient zu Ihrer Orientierung.

Kindergarten- und Vorschulalter:

Geführtes Ponyreiten und/oder Voltigierunterricht sind empfehlenswert. Im Voltigierunterricht turnt ein Kind oder turnen bis zu drei Kinder gemeinsam Übungen auf dem Pferd. Auch das Kutschefahren kann ab 4 Jahren an einer geeigneten Fahrschule erlernt werden. Der vertrauensvolle Umgang mit dem Pony unter ständiger Aufsicht kann ab ca. vier Jahre mit Begleitung der Eltern stattfinden. Dabei stehen jegliche Tätigkeiten rund ums Pony im Vordergrund: Mithilfe beim Putzen, Füttern, Führen

Grundschulalter:
Der Einstieg in den Reitsport ist möglich. Im Einzel- oder Gruppenunterricht, auf einem geführten Pony oder an der Longe. Qualifizierte Mithilfe beim Vorbereiten des Ponys sollte gegeben sein.  Das beste motorische Lernalter ist zwischen 10 bis 13 Jahren. Es ist aber hilfreich, wenn Ihr Kind schon sehr früh Vertrauen zu Ponys und Pferden gefunden und bereits Bewegungserfahrungen gemacht hat. Das Erlernen und Vertiefen der Sportart beginnt idealerweise in dieser Altersstufe.

2. Reitschule
Gute Reitlehrer und passende Lehrpferde bzw. -ponys sind die wichtigsten Kritererien bei der Auswahl einer Reit-, Fahr- oder Voltigierschule. 

Daran erkennen Sie gute Schulponys/-pferde:
Ist Ihr Kind noch sehr jung oder klein, sollte die Reitschule unbedingt über Ponys verfügen. Kleine Kinder gehören auf kleine Pferde – also Ponys. Die richtige Proportion von Kind und Pferd ist wichtig für das Reiten als auch für den Umgang mit dem Pferd.

Neben der Größe des Ponys spielt auch sein Wesen eine Rolle. Das Pony für Einsteiger sollte gelassen, einfühlsam, kinderlieb und neugierig sein. Es sollte einen zufriedenen Eindruck machen. Das können Sie als Laie auch erkennen: Ein Pony, das beim Putzen immer die Ohren anlegt, vielleicht sogar schnappt oder sich von Kindern überhaupt nicht aus dem Stall holen lässt, signalisiert wenig Eignung als Anfänger-Pony. Dennoch: Auch das bravste Pony kann sich mal erschrecken. Denn es ist ein Tier und keine Maschine. Und genau diese Lebendigkeit, die Partnerschaft mit einem anderen Lebewesen macht den Reiz und die Faszination dieses Hobbys auch aus. Der Fluchtreflex gehört einfach zur Natur von Pferden. Wie auch die Tatsache, dass Pferde als Steppen- und Herdentiere gerne viel laufen und mit Artgenossen zusammen sind. Je mehr die Haltung auf der Reitanlage die Natur und die Bedürfnisse des Pferdes berücksichtigt, desto ausgeglichener und zufriedener sind die vierbeinigen Lehrer. Deshalb achten Sie darauf, ob die Schulponys und -pferde genügend Bewegung, möglichst täglichen Auslauf und Kontakt zu Artgenossen haben.

Zu guter Letzt ist auch die Ausrüstung der Lehrpferde ein Hinweis auf die Qualität einer Reitschule: Jedes Pony/Pferd sollte über kindgerechtes Putz- und Sattelzeug verfügen. Die Ausrüstungsgegenstände sollten in gutem Pflegezustand sein und sich in Kinderreichweite befinden.

Daran erkennen Sie einen guten Reitlehrer:

  • Er hat Erfahrung im Unterricht mit Kindern.
  • Er ist einfühlsam, d.h. er fordert die Kinder, ohne sie zu überfordern. 
  • Er ist ehrlich und authentisch. 
  • Er ist fantasiereich, denn bei Kindern ist Abwechslung gefragt. 
  • Er hat eine anerkannte Qualifikation (Trainer C, B, A oder Pferdewirt, Pferdewirtschaftsmeister, ggf. mit Ergänzungsqualifikation Kinderreitunterricht). 
  • Er bildet sich regelmäßig fort.

Die Ausstattung der Reitanlage:

  • Sicherheitsaspekte müssen gewährleistet sein (u.a. eingezäunter Reitplatz) 
  • kindergerechte Ausstattung und Ordnung
  • einwandfreie sanitäre Anlagen 
  • kindergerechtes Lehrmaterial für den Theorieunterricht 
  • Qualitätssiegel der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (weiß-grünes Schild der FN)

Wie finde ich die passende Reit-/Fahrschule in meiner Nähe?
Auf unserer Internetseite finden Sie unter folgendem Link eine Übersicht gekennzeichneter Vereine und Betriebe, die ständig aktualisiert wird: www.pferd-aktuell.de/fn-service/pferdebranchenbuch. Unter dem Stichwort Mitgliedsverbände finden Sie dort auch die Adresse Ihres Landesverbandes Pferdesport, der ggf. weitere Angebote in Ihrer Nähe kennt.

3. Ausrüstung
Reithelm:
Reithelme gibt es in allen Größen in Reitsportfachgeschäften und sollten gut belüftet sein. Der Helm muss eine 3- oder 4-Punkt-Befestigung nach EN 1384 besitzen und mit einem Einstellriemen ausgestattet sein. Gute Reithelme kauft man in Reitsportfachgeschäften, denn dort wird man entsprechend beraten. Fragen Sie in Ihrer Reitschule nach Leihhelmen. Ein Fahrradhelm ersetzt übrigens keinen Reithelm, da der Fahrradhelm nicht für einen Sturz vom Pferd konzipiert wurde.

Schuhe/Stiefel:
Wenn noch keine Reitstiefel angeschafft werden sollen, sind knöchelhohe Stiefeletten und sogenannte Chaps (eine Art Gamaschen) die beste Lösung. Die Reitschuhe sollten über den Knöchel reichen, um diesen zu stützen und einen kleinen Absatz besitzen, der dem Durchrutschen des Fußes im Steigbügel entgegen wirkt. Ebenfalls ist eine Sohle mit Profil von Vorteil, da sie einen besseren Halt sichert. Für den Voltigierunterricht sind Turnschläppchen und eine Leggins empfehlenswert.

Reithose:
Die Reithose sollte gut sitzen und eng anliegen. Eine gebrauchte Reithose ist für den Anfang auch völlig ausreichend. Jeans sind nicht geeignet, da die Innennähte die Haut aufscheuern.

Reithandschuhe:
Sie sind empfehlenswert für Kinder, da sie für einen guten Griff am Zügel sorgen. Reithandschuhe sollten aus einem rutschfesten Material sein und können auf der Innenseite mit Gumminoppen besetzt sein.

Wann braucht mein Kind eine Sicherheitsweste?
Eine Sicherheitsweste ist für das Springen im Gelände über feste Hindernisse erforderlich. Zum Reiten lernen ist eine Sicherheitsweste nicht nötig. Ganz im Gegenteil kann sie das Erlernen der reiterlichen Grundlagen und das Entwickeln eines guten Sitzes bei Reitanfängern sogar behindern, wenn Größe und Passform nicht stimmen.
Wenn Ihr Kind dann später im Gelände reitet und auch über Hindernisse springen will: Kaufen Sie die Sicherheitsweste in einem Reitsportfachgeschäft. Dort berät man Sie gerne. Manche Reitschulen bieten auch Leihwesten in verschiedenen Größen an.

4. Reitunterricht
Der Reitunterricht beginnt schon mit dem Putzen und dem Erlernen des richtigen Umgangs mit einem Pony. Hier spielen Verhaltensweisen gegenüber dem Pony, Vorgehensweisen und vieles mehr eine wichtige Rolle.

Je nachdem wie alt Ihr Kind ist und was in seinem Interesse liegt, gibt es verschiedene Formen des Unterrichts. Dabei ist es nicht immer die Regel, dass für jedes Kind ein Pony zur Verfügung stehen muss. Oft ist es hilfreich und gibt Sicherheit, wenn sich zwei Kinder zunächst gemeinsam um ein Pony kümmern.

  • Unterricht im Umgang mit dem Pony 
  • Geführtes Ponyreiten, dabei teilen sich ggf. mehrere Kinder ein Pony
  • Einsatz von fortgeschrittenen Reitern, die das Pony führen 
  • Voltigierunterricht 
  • Einzelunterricht an der Longe 
  • Einzelunterricht im freien Reiten (ohne Longe) 
  • Gruppenunterricht 
  • Kutsch-Fahrunterricht

5. Versicherung
Lernen heißt auch Fehler machen. Wer Laufen lernt, fällt hin. Wer Fahrrad fahren lernt, kippt mal um. Wer Schwimmen lernt, schluckt auch mal Wasser. Und wer Reiten lernt, kann auch mal runterfallen. Das ist aber nicht schlimm und kommt auch nicht oft vor. Zudem ist reiten ein Sport. Je sportlicher und beweglicher ein Kind ist, desto leichter lernt es reiten und desto geringer ist das Verletzungsrisiko. 

Dennoch ist grundsätzlich zu empfehlen, dass Sie für Ihr Kind eine private Unfallversicherung abschließen. Wichtig ist übrigens, dass die Reit-, Fahr- oder Voltigierschule für die eingesetzten Lehrponys eine eigene Haftpflichtversicherung hat, die auch das sogenannte Fremdreiterrisiko abdeckt. Fragen Sie in der Reitschule ruhig nach.
Reitet Ihr Kind als Mitglied in einem Reitverein, ist es über die Mitgliedschaft im Verein zusätzlich versichert.

6. Kosten

  • Anschaffungskosten für sachgerechte Ausrüstung (Reithelm, Reitstiefel...) 
  • Kosten für den Reit-/Longier-/Fahrunterricht: Der Preis für eine Reitstunde (Gruppenunterricht) liegt meist zwischen 10 und 16 Euro pro Kind. Die Preise können aber regional abweichen. 
  • Einzelunterricht nach Absprache mit dem Ausbilder.

7. So können Sie Ihr Kind unterstützen:

  • Reiten, Voltigieren und Fahren lernen braucht Zeit und Geduld. Seien Sie nicht enttäuscht, wenn die Fortschritte Ihres Kindes mal stagnieren. So ist das nun einmal beim Lernen. Beherzigen Sie dies und motivieren Sie Ihr Kind zum Durchhalten. 
  • Vertrauen Sie auf den Reitlehrer ihres Kindes. Er oder sie ist der Fachmann bzw. die Fachfrau. 
  • Stehen Sie voll und ganz hinter dem Hobby Ihres Kindes. 
  • Zeigen Sie Interesse und stellen Sie auch Fragen. 

Werden Sie selbst aktiv!
Wenn Sie übrigens mehr hinter die neue Leidenschaft Ihres Kindes kommen und vielleicht sogar am Stall mehr mit Ihrem Kind zusammen machen wollen, bietet sich ein sogenannter Basispass-Kurs an. Dabei erfahren Sie die wichtigsten Dinge über Pferde und Ponys und die Grundlagen im Umgang wie Putzen und Führen. Am Ende kann man sogar eine Prüfung machen.
Fragen Sie danach in der Reitschule Ihres Kindes. Wenn es kein entsprechendes Angebot gibt, regen Sie es an. Vielleicht gibt es noch andere Eltern, die dazu Lust haben. Und wer weiß, was daraus wird, denn Reiten ist ein Familienhobby!

Reiten lernen - Infos für Ausbilder

Reiten lernen - Infos für Ausbilder

Die Nachfrage zeigt es: Es fehlen in Deutschland Reitschulen, die Unterricht für die Kleinen anbieten. Zum einen ist der Markt noch nicht ausreichend erkannt, zum anderen stellt die Zielgruppe kleine Kinder auch besondere Anforderungen an die Ausbilder und die Infrastruktur der Reitschulen. Der Ausbilder spielt eine zentrale Rolle. Auch die besten Ponys und die kindgerechteste Reitanlage sind ohne einen passenden Ausbilder nichts. Erst der Ausbilder sorgt dafür, dass das Angebot von Kindern und Eltern zufrieden und erfolgreich angenommen wird. 

Wenn Sie als Ausbilder sich dieser Zielgruppe widmen wollen, geben wir Ihnen hier ein paar Tipps und Hinweise, die Ihnen helfen diese Zielgruppe erfolgreich zu erobern: 

  1. Welche fachlichen Qualifikationen gibt es? 
  2. Welche persönlichen Voraussetzungen sollte ich als Ausbilder für Kinder mitbringen?
  3. Welche Unterrichtsangebote und –konzepte sind sinnvoll? 
  4. Wie finde ich geeignete Ponys?

1. Welche fachlichen Qualifikationen gibt es?

Grundsätzlich sollte derjenige, der Reitunterricht gibt – egal ob Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen, Anfängern oder Fortgeschrittenen – eine fachliche Qualifikation haben. Sei es als Berufsausbilder oder Amateurausbilder (Trainer C, B, A). Zum einen gewährt dies die Qualität in der Ausbildung von Reitern, zum anderen kann dies entscheidend sein im Zusammenhang mit finanziellen Fördermöglichkeiten und auch Haftungs- und Versicherungsfragen.

Um den besonderen Anforderungen in der Ausbildung von Kindern gerecht zu werden, hat die FN für Ausbilder die Ergänzungsqualifikation „Kinderreitunterricht“ entwickelt. Sie setzt Schwerpunkte von der Gewöhnung an den Umgang mit dem Pony/Pferd für Kinder bis zum Reitunterricht besonders unter pädagogischen Gesichtspunkten zu vertiefen.

Zulassungsvoraussetzungen sind

  • bestandene Trainer C-Prüfung
  • Abzeichen Bodenarbeit
  • mindestens einjährige Ausbildertätigkeit nach der Trainer C-Prüfung
  • Nachweis eines Vorbereitungslehrgangs mit 30 Lehreinheiten 

Die Prüfung findet in folgenden Fächern statt:

  • Pädagogik
  • Altersgerechte Didaktik und Methodik, Umgang mit Lehrmitteln und Medien
  • Lehrponys, Ausrüstung für Kinder und Ponys, Aufsichts- und Sicherheitsaspekte, Umgang mit Angst

Inhaltlich werden Themengebiete wie Erstkontakt und Sinnesschulung mit dem Pony, Unterrichtseinheiten für unterschiedliche Altersstufen, Spiele und Abzeichen vermittelt.

Nach bestandener Prüfung erhält der Bewerber ein Zertifikat über die Ergänzungsqualifikation für Trainer „Kinderreitunterricht“.

Einen Einblick bietet auch folgender Bericht: www.pferd-aktuell.de/fn/newsticker/ausbildung-und-wissenschaft/kinderreitunterricht-so-lernen-die-kleinsten

2. Welche persönlichen Voraussetzungen sollte ich als Ausbilder für Kinder mitbringen?

Sie sollten

  • Erfahrung im Unterricht mit Kindern haben.
  • einfühlsam sein, d.h. die Kinder fordern, ohne sie zu überfordern. 
  • ehrlich und authentisch sein. 
  • fantasiereich sein, denn bei Kindern ist Abwechslung gefragt. 
  • eine anerkannte Qualifikation besitzen (Trainer C, B, A oder Pferdewirt, Pferdewirtschaftsmeister, ggf. mit Ergänzungsqualifikation Kinderreitunterricht). 
  • sich regelmäßig fortbilden.
  • wissen, dass Sie Vorbild sind.
  • geschickt mit den Eltern umgehen können.

3. Welche Unterrichtsangebote und –konzepte sind sinnvoll?

Viele Anregungen erhalten Sie im Rahmen der Ergänzungsqualifikation „Kinderreitunterricht“. Jene Reitschulen, die sich bereits in der Zielgruppe Kinder engagieren, bieten schon für Kinder ab 3 Jahren den Zugang zum Pony. Der sogenannte Reitunterricht ist gerade bei Kindern im Vorschul- und frühen Grundschulalter eher spielerischer Natur. Schließlich müssen hier besonders die unterschiedlich stark ausgeprägten motorischen, kognitiven und emotionalen Fähigkeiten berücksichtigt werden. Darüber hinaus bietet die FN eine Reihe von Materialien, aus denen Sie sich als Ausbilder bedienen können (siehe unten weiterführende Informationen).

4. Was macht gute Lehrponys aus und wie finde ich sie?

Wenn Sie Unterricht für sehr junge und kleine Kinder anbieten, sollte Ihre Reitschule unbedingt über Ponys verfügen. Kleine Kinder gehören auf kleine Pferde – also Ponys. Die richtige Proportion von Kind und Pferd ist wichtig für das Reiten als auch für den Umgang mit dem Pferd.

Neben der Größe des Ponys spielt auch sein Wesen eine Rolle. Das Pony für Einsteiger sollte gelassen, einfühlsam, kinderlieb und neugierig sein. Es sollte einen zufriedenen Eindruck machen. Ein Pony, das beim Putzen immer die Ohren anlegt, vielleicht sogar schnappt oder sich von Kindern überhaupt nicht aus dem Stall holen lässt, signalisiert wenig Eignung als Anfänger-Pony.

Je mehr die Haltung auf der Reitanlage die Natur und die Bedürfnisse des Pferdes berücksichtigt, desto ausgeglichener und zufriedener sind die vierbeinigen Lehrer. Deshalb ist es wichtig, den Schulponys und -pferden genügend Bewegung, möglichst täglichen Auslauf und Kontakt zu Artgenossen zu geben.

Jedes Pony/Pferd sollte über kindgerechtes Putz- und Sattelzeug verfügen. Die Ausrüstungsgegenstände sollten in gutem Pflegezustand sein und sich in Kinderreichweite befinden.

Gute Lehrponys wachsen nicht auf Bäumen. Erfahrene Ponyreitschulen haben sich in der Regel ein Netzwerk aufgebaut und beziehen die Ponys dann aus einer Quelle. Andere Möglichkeiten sind zum Beispiel die Ponysuche und das Ponyforum.

Reiten lernen - Infos für Pädagogen

Reiten lernen - Was Erzieher und Lehrer wissen wollen

Die Anforderungen an Erzieher und Lehrer sind in den letzten Jahren stark gewachsen. Die Bildungsarbeit beginnt schon im Kindergarten. Die Schulen sind seit der ersten Pisa-Studie vor 15 Jahren in einer Dauerreform.

Eroberten Kinder und Jugendliche noch vor 30 Jahren ihre Welt in konzentrischen Kreisen – Elternhaus, Garten, Straße, Wohnviertel/Dorf, Stadt etc. – so ist diese Art der „Welterfahrung“ und Erkenntnis leider verloren gegangen. Die Kindheit wird heute in vielen verschiedenen Räumen gelebt. Kinder erfahren die Welt nicht mehr als Einheit, sondern sie lernen Elternhaus, Schule, Verein, Musikschule, Freundeskreis als voneinander getrennte Bereiche kennen. Sie können diese Räume häufig nicht mehr selbstständig und sicher aufsuchen aufgrund der weiten Entfernungen oder des erhöhten Autoverkehrs. Eltern fahren ihre Kinder deshalb mit dem Auto häufig von Ort zu Ort. Aus diesem reduzierten Bewegungsleben verbunden mit dem inzwischen hohen Konsum von elektronischen Medien wie Fernseher und Computer und dem Leben in Kleinfamilien resultieren Bewegungs- und soziale Probleme. Annähernd 65% der Schuleintrittskinder weisen Haltungsschwächen und schäden, etwa 40% Prozent Koordinationsstörungen (vor allem Gleichgewichtsprobleme), cirka 30% Herz-Kreislauferkrankungen und über 30% Fettleibigkeit auf.

In dieser Situation kann das Pferd Kindern bezüglich der Bewegungsförderung, Wahrnehmungsschulung und Lebenserfahrung fundamentale Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Als Erzieher oder Lehrer haben Sie sicher ein paar Fragen, die wir nachfolgend beantworten wollen.

  1. Was kann das Pferd in der Bildungsarbeit leisten kann?
  2. Welchen Zielsetzungen und pädagogischen Begründungen gibt es für den Einsatz von Pferden in der Bildung?
  3. Wie kann ich als Erzieher oder Lehrer das Pferd in die Bildungsarbeit einbinden?
  4. Wer kann mir weiterhelfen?

Frau mit Kind und Pony - Foto: Holger Schupp








1. Einzigartig: Das Pferd als (Bewegungs)-Erzieher

Seit über 20 Jahren setzt sich die Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V. (FN) dafür ein, dass Reiten in den Schulalltag integriert wird. Im Jahr 2013 sind dem FN-Arbeitskreis Schulsport etwa 1.800 Schulen und Kindergärten bekannt, die bundesweit eine Kooperation mit Pferdesportvereinen oder Pferdebetrieben eingegangen sind und Reiten und Voltigieren als Angebot in Schulen und Kindergärten integrieren.

Der Pferdesport bietet für die körperliche und geistige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen einzigartige Möglichkeiten. Was „Pferdeleuten“ und Eltern reitender Kinder schon lange bekannt ist, hat auch eine Studie nachgewiesen: Reiten fördert die charakterliche und soziale Entwicklung. Reiten ist die einzige Sportart, die mit einem Lebewesen in partnerschaftlicher Weise gelernt und ausgeübt wird. Dadurch kann das Selbstwertgefühl der Kinder und Jugendlichen gestärkt und die Konzentrationsfähigkeit sowie das Verantwortungsbewusstsein geschult werden. Das Erlernen des Reitens kann die Lernbereitschaft fördern und sich so positiv auf die schulischen Leistungen auswirken.

Ebenso wird die Beweglichkeit und Koordination der Schüler verbessert, wodurch dem Reitsport auch gesundheitsfördernde Aspekte zukommen. Der Umgang mit Pferden und Ponys erfordert ein großes Maß an Verantwortung und Sorgfalt, er beschert jedoch dem Pferdesportler auch eine Fülle von Erlebnissen und Freuden, die es in kaum einem anderen Lebens- und Bildungsbereich gibt.

 2. Zielsetzungen und pädagogische Begründung

Die Beziehung des Kindes zum Pferd
In der Alltagswelt finden Schüler heute kaum noch das ehemalige Nutztier Pferd. Wenn Kinder und Jugendliche Pferde in ihrer natürlichen Umgebung sehen, sind sie von ihnen fasziniert. Das Pferd im Schulsport kann jungen  Menschen eine ihnen nicht mehr bekannte Erlebniswelt erschließen helfen.

Pferdegerechter Umgang
Schüler erwerben grundlegende Kenntnisse der Pferdehaltung und des Tierverhaltens, sie erfahren neue Bewegungen auf und mit dem Pferd. Die richtigen Bewegungen des Schülers auf dem Pferderücken sollen als „Sprache“ verstanden werden, die einen Dialog mit dem Pferd führt. Es geht um das bewusste Agieren des Schülers und um das entsprechende Reagieren des Pferdes. Der Schüler soll sich in das Pferd hineindenken und -fühlen lernen.

Neue Bewegungsmöglichkeiten entdecken
Die Bewegungen auf dem Pferderücken sind einzigartig im Bewegungsleben des Menschen und beeinflussen ihn umfassend. Damit wird u.a. die Koordination aller Muskeln des Schülers in hohem Maße gefördert.

Umfassende Gesundheitsförderung
Der Umgang mit und das Bewegen auf dem Pferd fördern Gesundheit im umfassenden Sinne. Die Erlebnisse mit  dem Pferd und die vielfältigen Bewegungsanforderungen leisten einen Beitrag für das körperliche und gefühlsmäßige Wohlbefinden des Schülers. Grundschulkinder werden durch den spielerischen Umgang mit Ponys in ihrer geistig-seelischen und körperlichen Entwicklung unterstützt. Die vielfältigen Bewegungen des Pferderückens können beispielsweise bei Haltungsproblemen von Kindern und Jugendlichen vorbeugend oder ihnen entgegen wirken.

Entwicklung der Sinne
Der Umgang mit und das Bewegen auf dem Pferd fordern den ganzen Menschen. Eine partnerschaftliche Beziehung entwickelt die unterschiedlichen Sinne des Schülers. Das Pferd spricht viele Sinne an: Sehen, Riechen, Hören, Tasten.

Das Kind lernt soziales Verhalten
Über die Pflege lernen die Schüler das Artverhalten des Pferdes kennen und übernehmen Verantwortung für dessen Wohlergehen. Durch das gemeinsame Umgehen miteinander wird der Schüler empfindsam für das Wesen und Verhalten des Pferdes, das es ihm mit gewünschten Reaktionen dankt.

Das Pferd fordert/fördert Selbstorganisation
Der Umgang mit dem Pferd setzt genaue Planung voraus und erzieht zu Selbstorganisation. Die Vorbereitung des Pferdes auf die gemeinsamen Bewegungsaufgaben und das Eingehen aufeinander erfordert ein spezifisches Handeln, das selbstständig und kontrolliert vollzogen werden muss.

Steigerung des Selbstbewusstseins
Die neuen Erfahrungen mit und auf dem Pferd können auch für sportlich sonst weniger erfolgreiche Kinder zu einer Steigerung des Selbstbewusstseins führen. Auf dem Pferd geht es nicht vorrangig um das Sich-Messen mit   anderen Schülern. So kann z. B. schon das Halten der Balance eine Leistung sein. Wärme empfinden, Gleichgewicht, Rhythmus und Schwung erfahren – das sind innere Befriedigungen, die zu Selbstsicherheit beitragen.

3. So können Schulen und Kindergärten Pferde einsetzen

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten für Schulen und Kindergärten, Pferde oder Ponys für die Bildungsarbeit einzusetzen und die Kinder mithilfe dieser vierbeinigen Lehrer zu fördern. Grundlage bildet in der Regel die Zusammenarbeit zwischen Schule/Kindergarten und Verein. Diese entwickeln ein gemeinsames pädagogisches Konzept, denn nur so lassen sich Maßnahmen im Rahmen der Schule oder des Kindergartens entwickeln und durchführen.

Projekttage/Projektwochen
Ziel dieser Veranstaltungsart ist das Hineinschnuppern und Kennenlernen neuer Sportarten. Die von den Kindern und Pädagogen gemeinsam erarbeiteten Inhalte können am Ende der Veranstaltung möglicherweise anderen Kindern oder den Eltern vorgestellt werden.

Förderunterricht
In den Förderunterricht an Grund- und Förderschulen lässt sich der Umgang mit dem Pferd und Reitmaßnahmen besonders sinnvoll einbringen. Gleiches gilt für Projekte in Kindergärten und Kindertagesstätten.

Arbeitsgemeinschaften
Arbeitsgemeinschaften finden in der Regel am Nachmittag und auf freiwilliger Basis statt. Im Mittelpunkt der sogenannten AGs steht der Einstieg in das Reiten oder Voltigieren. In Theorie und Praxis werden die Schüler an den Umgang mit dem Pferd herangeführt. Reiten oder Voltigieren als Wahlfach findet einmal wöchentlich an zwei Stunden am Nachmittag statt, die Teilnahme wird im Zeugnis vermerkt.

Schulsporttage
Mit einem schlüssigen und ausgefeilten Programm kann ein Schultag als Veranstaltung genutzt werden, um allen Schülern Pferde und das Reiten näher zu bringen. Je nach regionalen Gestaltungsmöglichkeiten werden Schulsporttage von Schülern, Eltern und Lehrern gemeinsam organisiert.

Wahlpflichtfach
Reiten oder Voltigieren kann ein schulsportlicher Ergänzungsbereich sein und wird als Erweiterung und Vertiefung der Sportarten im Kernbereich verstanden.

Klassenfahrten
Wochenfreizeiten können in Vereinsanlagen, Schulreitsportzentren und Reitbetrieben veranstaltet werden. Das Leben und Bewegen der Schüler orientiert sich hier am Tagesablauf der Pferde.

Schullandheimaufenthalte/Feriensportlehrgänge
Hier gilt gleiches wie bei den Klassenausflügen: Geeignete Reiterhöfe oder auf Reiterferien spezialisierte Anlagen bieten die Möglichkeiten für Schüler, den Pferdesport und das Lebewesen Pferd über einen längeren Zeitraum in Ruhe kennenzulernen. Innerhalb dieser Angebote sollen Schüler mit neuen Sportarten vertraut gemacht werden, die im Schulunterricht nicht oder nur selten angeboten werden.

Pferdesport und Ganztagsschule

Die Vereine und Pferdebetriebe können als qualitative Anbieter von Bewegung, Sport und Spiel dieses zusätzliche Angebot im Rahmen der „Ganztagsschule“ nutzen.

4. Weitere Informationen und Ansprechpartner

Sicher haben Sie jetzt noch zahlreiche Fragen wie zum Beispiel zu Genehmigungsverfahren, Rahmenbedingungen, Sicherheitsbestimmungen, Haftung und Versicherung, Finanzierungs- und  Fördermöglichkeiten. Auch möchten Sie sicher wissen, wie und wo Sie eine geeignete Reitschule als Kooperationspartner finden.

Internet
Ausführliche und weiterführende Informationen bietet die FN zu dem ganzen Thema im Internet unter dem Stichwort Kooperationen. Dort finden sich auch Arbeitshilfen sowie Hinweise auf Medien und Studien.

FN-Abteilung Jugend
Ihr Ansprechpartner in der Deutschen Reiterlichen Vereinigung ist die Leiterin der Abteilung Jugend, Maria Schierhölter-Otte. Sie ist telefonisch erreichbar unter 02581 / 6362-135, per Fax unter 02581 / 6362-403 oder per E-Mail unter der Adresse mschierhoelter@fn-dokr.de.

Schulsportbeauftragte
Darüber hinaus gibt es in den jeweiligen Landespferdeportverbänden sogenannte Schulsportbeauftragte. Eine Adressliste mit den regionalen Kontakten finden Sie in der Anlage unten auf dieser Seite. 

Universitäten
Es gibt mittlerweile zahlreichen Studien zum Thema Pferd und Kinder (siehe auch weiterführende Informationen unten). Einige Hochschulen beschäftigen sich sehr intensiv mit der einzigartigen Bildungswirkung des Pferdes. An der Leuphana Universität Lüneburg gibt es in der Arbeitseinheit Sportwissenschaft eine Ausbildung im Reiten. Innerhalb der Bachelor- und Masterstudiengänge Lehrämter (Primarstufe, Sekundarstufe I, Berufsbildende Schulen) kann Reiten als eine der Sportartenprüfungen (als ein Erfahrungs- und Lernfeld) absolviert werden. An der Universität Würzburg wird erziehungswissenschaftliche Forschung im Reiten betrieben. Unter dem Begriff „Equinopädagogik“ sind im Internet weitere Informationen zu dem Bereich Reiten zu finden.

Reiten lernen - Infos für Vereine und Betriebe

Reiten lernen - Infos für Vereine und Betriebe

Die Nachfrage nach Reitangeboten für Kinder im Vorschul- und Grundschulalter ist groß – größer als das Angebot. Die Vereine und Betriebe, die sich der großen Zielgruppe kleiner Pferdefreunde widmen, freuen sich über ihre florierenden Betriebe und können auf Werbung verzichten. Die richtig Guten meiden sie gar. Schließlich verlängert Werbung nur die schon vorhandenen langen Wartelisten.

Kleine Kinder sind ein unterschätzter Wachstumsmarkt für Reitschulen. Dabei können es sich weder die Vereine und Betriebe noch der gesamte Pferdesport leisten, auf diese Zielgruppe zu verzichten. Die demografische Entwicklung und ihre Folgen haben die Erkenntnis beschleunigt: Für den Pferdesport und das Hobby Reiten ist der Ausbau von Angeboten für die ganz Kleinen von zentraler Bedeutung. Welches Hobby und welchen Sport Kinder ergreifen, entscheidet sich meist bereits im Kindergartenalter. „Das haben auch andere Sportarten erkannt. Um die ganz Kleinen ist ein Wettbewerb entstanden. Wer nicht mitmacht, hat in jedem Fall verloren“, weiß Maria Schierhölter-Otte, Leiterin der FN-Abteilung Jugend. Deshalb werden sie und ihre Mitstreiter in der Arbeitsgruppe PM-Ponyspass nicht müde, an die Reitvereine zu appellieren, spezielle Angebote für die Zielgruppe von Kinder im Alter von 4-12 Jahren zu entwickeln und anzubieten. „Es geht um die Zukunft unseres Sportes“, ist sich Maria Schierhölter-Otte sicher.

Natürlich braucht es bestimmte Voraussetzungen, um gute Angebote für diese Zielgruppe zu schaffen: Vor allem kindergerecht muss die Infrastruktur – Reitanlage, Ausbilder, Schulponys, Ausrüstung – sein.

Die Ausstattung der Reitanlage:

  • Sicherheitsaspekte müssen gewährleistet sein (u.a. eingezäunter Reitplatz)
  • kindergerechte Ausstattung und Ordnung
  • einwandfreie sanitäre Anlagen
  • kindergerechtes Lehrmaterial für den Theorieunterricht
  • Qualitätssiegel der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (weiß-grünes Schild der FN)

Informationen dazu, welche Voraussetzungen Ausbilder in Kinderreitschulen mitbringen und die Schulponys und -pferde erfüllen sollten sowie Hinweise zu Unterrichtskonzepten, finden Sie in der Rubrik "Ausbilder".

Verbandsinitiative "Kleine Kinder - Kleine Ponys"

Verbandsinititative "Kleine Kinder, kleine Ponys"

Mit der Initiative "Kleine Kinder, kleine Ponys" verfolgt die FN seit 2012 das Ziel, Kindern schon möglichst früh einen Zugang zum Pferd oder besser Pony zu ermöglichen, damit diese früh und lange von dem positiven Einfluss der Vierbeiner profitieren. Die Initative wird von den Persönlichen Mitgliedern der FN unterstützt. Eine Übersicht aller Maßnahmen, Materialien, Broschüren und Informationen findet sich als Anlage unten.

Die demografische Entwicklung und ihre Folgen haben die Erkenntnis beschleunigt: Für den Pferdesport und das Hobby Reiten ist der Ausbau von Angeboten für die ganz Kleinen von zentraler Bedeutung. Welches Hobby und welchen Sport Kinder ergreifen, entscheidet sich meist im Kindergartenalter. „Das haben auch andere Sportarten erkannt. Um die ganz Kleinen ist ein Wettbewerb entstanden. Wer nicht mitmacht, hat in jedem Fall verloren“, ist sich Maria Schierhölter-Otte, Leiterin der FN-Abteilung Jugend, sicher. Deshalb werden sie und ihre Mitstreiter in der Arbeitsgruppe nicht müde, an die Reitvereine zu appellieren, spezielle Angebote für die Zielgruppe von Kinder im Alter von 4 bis 12 Jahren anzubieten.

„In 2010 waren die Mitglieder in deutschen Reitvereinen im Durchschnitt 41 Jahre alt, in Frankreich hingegen nur 13 Jahre“, sagt Schierhölter-Otte. In den vergangenen Jahren hat sie verstärkt über die Grenze geschaut, um das Geheimnis des französischen Erfolges herauszufinden. „Dort haben die Clubs erkannt, dass sie schon die ganz Kleinen für den Pferdesport gewinnen müssen, und sie haben ihr Angebot mit kleinen Ponys darauf ausgerichtet.“

Seit 2012 widmet sich eine Arbeitsgruppe in der FN genau diesen Aspekten: Wie kann man die Verantwortlichen in Vereinen und Betrieben motivieren, entsprechende Angebote zu schaffen? Welche Qualifikationen benötigt ein Ausbilder, um den kleinen Reiternachwuchs zu begeistern? So entstanden Ideen für die Ausgestaltung der Ergänzungsqualifikation „Kinderreitunterricht“, die seit 2014 Bestandteil der Ausbildungs-Prüfungs-Ordnung (APO) ist, und Materialien wie die Broschüre „Hilfe, mein Kind ist pferdeverrückt“, die Reitschulen als Elterninformation bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung bestellen können. Zur Unterstützung von Reitschulen findet sich im Internet ein PR-Paket „Pony-Schnuppertag“, mit dem Ponyreitschulen Werbung machen und neue Schüler gewinnen können. Zudem ist mit dem Buch "Kinderreitunterricht - kreativ und vielseitig gestalten" im FNverlag eine Art Kinderreitlehre entstanden, die Ausbildern Ideen und Tipps für die Basisausbildung der Kleinsten in Theorie und Praxis gibt. Inhalte, die auch in der Ergänzungsqualifikation "Kinderreitunterricht" vermittelt werden, in der Ausbilder speziell für die Zielgruppe Kinder ausgebildet werden. Darüber hinaus hat die Arbeitsgruppe diverse Materialien erstellt: von Broschüren bis hin zum "Lernkoffer für Vorschulkinder" - ein Rundum-Sorglos-Paket für Kindergärten bzw. Vereine und Betriebe, die mit Kindergärten kooperieren möchten.

Zur Arbeitsgruppe gehören:

  • Dr. Teresa Dohms, stellvertretende Geschäftsführerin FN-Bereich Zucht
  • Thies Kaspareit, Leiter der FN-Abteilung Ausbildung und Wissenschaft
  • Ulrike Mohr, Trainerin A – Reitschule Mohr
  • Dr. Meike Riedel, Institut für Sport und Sportwissenschaft Technische Universität Dortmund
  • Maria Schierhölter-Otte, Leiterin FN-Abteilung Jugend
  • Carolin Lux, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Bundesvereinigung der Berufsreiter
  • Marco Schreiber, Pferdewirt – MaMa´s Ausbildungsstall
  • Dieter Stut, Mitglied im Vorstand des FN-Bereichs Persönliche Mitglieder
  • Stefanie Tennigkeit, Trainerin B - Reitschule Engelernerhof
  • Heidi van Thiel, Mitglied im FN-Präsidium
  • Ronny Weigang, Trainer A - Kutscherclub e.V. Ludwigsfelde
Lernkoffer

Lernkoffer für Vor- und Grundschulkinder

Mit dem Lernkoffer gibt die Deutsche Reiterliche Vereingung (FN) Erziehern, Lehrern sowie Trainern und Ausbildern Rüstzeug an die Hand, um das Thema "Pferd" schon den jüngsten Pferdefans spielerisch näher zu bringen. Ein Rundum-Sorglos-Paket für Kindergärten und Grundschulen bzw. Vereine und Betriebe, die mit Kindergärten und Schulen kooperieren möchten.  

Es ist bekannt, dass bereits kleinste Kinder Pferde lieben, wenn man ihr Interesse dafür weckt. Dabei hilft der Lernkoffer der FN. Dank der Unterstützung durch den Münsteraner Coppenrath-Verlag, des FNverlags, des Deutschen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten e.V. und der "Persönlichen Mitglieder" der FN ist er gefüllt mit allem, was die Herzen pferdebegeisterter Kinder höher schlagen lässt: Ein Putzbeutel mit Striegel, Wurzelbürste, Hufkratzer und Mähnenkamm, eine Pferde-Leine,  Postkarten, Lesezeichen,  Ansteck-Buttons mit Pferdemotiv, Karten und Wandposter "Ich & Du - Inklusion im Pferdesport"!, Kinderposter "Das 1 x 9 der Pferdefreunde", "Das 1 x 1 für Pferdefans", Heftchen Pferdespaß zum Malen und Rätseln und ein Pferdebilderbuch. Für Erzieher und Ausbilder enthält der Koffer einen Leitfaden für die Umsetzung, Lernmaterialien, diverse Lehrtafeln und die Broschüre „Das Pferd – vierbeiniger Lehrer“. Auch die Eltern werden berücksichtigt. Für sie gibt es im Koffer die Info-Broschüren „Hilfe, mein Kind ist pferdeverrückt“ und „Reiten macht das Beste aus dir“.

Das Plakat und die Karten  „Ich & Du – Inklusion im Pferdesport“! wurden mit Unterstützung der Laureus Sport For Good Foundation im Rahmen des Projektes „Kinder mit Pferden stark machen – Therapeutisches Reiten an Kindergärten und Schulen“ des Deutschen Kuratorium für Therapeutisches Reiten e.V. erstellt. Separat ist das Plakat im Online-Shop des DKthR erhältlich.

Den Koffer können Sie zum Preis von 29 Euro direkt hier bestellen.

Pony-Schnuppertag

Pony-Schnuppertag

Sie haben eine Pony-Reitschule gegründet oder Ihre Reitschule um Ponys erweitert und suchen nun nach neuen Reitschülern? Dann kann Ihnen nachfolgendes Konzept vielleicht als erprobte PR-Maßnahme helfen.

"Pony on Tour" - Kinder begegnen Ponys
Im Jahr 2013 testete die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) unter dem Namen „Pony on Tour“ ein Konzept, um die Öffentlichkeit – insbesondere Pädagogen und Eltern – über die positive Wirkung von Pferden und Ponys auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu informieren. Teilgenommen haben Kindergärten und Grundschulen aus dem Landesverband Hannover. In einem etwa 90-minütigen Programm mit den vier Lehrstationen „Kennenlernen“, „Fütterung“, „Pflege“ und „Reiten“ wurde Kindern im Alter von 5 bis 8 Jahren eine erste respektvolle, emotionale und fachgerechte Begegnung mit Ponys ermöglicht.

Einladung der Presse
Das Konzept wurde in zwei Varianten durchgeführt: Entweder besuchte ein Fachteam mit sechs Betreuern und zwei Ponys die Einrichtung (genannt M1) oder ein bis zwei Gruppen/Klassen einer Einrichtung besuchten eine Reitschule (genannt M2). Ziel des Konzeptes war die Öffentlichkeitsarbeit, weswegen die jeweils ansässigen Medien (Presse, Radio, TV) eingeladen wurden.

PR-Paket "Pony-Schnuppertag" für Reitschulen
Aus dem Testkonzept ist das PR-Paket „Pony-Schnuppertag“ entstanden, das Reitschulen dabei unterstützen kann, junge Kunden zu werben. Alle unten aufgeführten Materialien und Arbeitshilfen (AH) können von Reitschulen dafür genutzt werden, um eigene „Pony-Schnuppertage“ zu organisieren und für das Hobby Pferdesport zu werben (siehe Anlagen).

Informationen zum Download:

Arbeitshilfen zum Download:

Das Konzept und die Materialien können gerne abgewandelt und den eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Sie sind als Unterstützung und Anregung zu verstehen.

Hinweise:

  • Arbeitshilfen entsprechend Version Kindergarten oder Grundschule analog anpassen
  • individuelle Angaben wie Daten, Namen und Orte ändern
  • auf Briefpapier der Reitschule bringen
  • Zeitplan individuell anpassen

Ratgeber für Eltern

Ratgeber für Eltern

Wenn das Kind reiten lernt
Ihr Kind ist pferdeverrückt? Hier ist der Ratgeber für Eltern, der viele Fragen beantwortet und hilfreiche Tipps gibt, wie Sie Ihr Kind bei seinem neuen Hobby unterstützen können.

Zur Broschüre

Pikeur

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Die neue Frühjahr-/ Sommer-Kollektion 2020 von Pikeur ist da.

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