Deutsche Kreditbank AG (DKB) - Hauptsponsor der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. (FN) - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht
Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

Anmelden

Melden Sie sich an, um im FN-Shop zu bestellen oder die vielen Vorteile einer Persönlichen Mitgliedschaft zu nutzen.

Reiten ist Sport

© Jürgen StroscherVon wegen einfach „nur“ draufsitzen! Reiten ist natürlich viel mehr, als sich von seinem vierbeinigen Partner durch die Gegend tragen zu lassen. Fürs Reiten, egal ob im Sport- oder Freizeitbereich, braucht man als Reiter körperliche Fitness (Grundlagenausdauer und Muskelkraft) sowie Koordination und Beweglichkeit. Aber was heißt das eigentlich genau, wirklich fit im Reiten zu sein? Welche körperlichen Voraussetzungen sollte man dafür mitbringen?

Zu den körperlichen Voraussetzungen für das Reiten gehören neben der Fitness mentale, also geistige Stärke und Einfühlungsvermögen, um schwierige Aufgaben oder unvorhergesehene Situationen mit dem Pferd zu meistern. Ihr seht, es spielen viele Dinge eine Rolle bei der Sportart Reiten, die gleichzeitig beherrscht werden sollten – sprich, Reiten ist ein sehr vielschichtiger Sport.

In diesem pferdenah-Newsletter schauen wir uns an, wie wichtig die körperliche Fitness (Ausdauer und Muskelkraft) ist, beim nächsten Mal geht es dann um Koordination (unterschiedliche Dinge mit verschiedenen Körperteilen gleichzeitig tun) und Beweglichkeit. Koordination und Beweglichkeit haben natürlich ebenfalls mit eurer körperlichen Fitness zu tun.

Ganz wichtig: Ohne körperliche Fitness kann man auch keinen sportlichen Sitz im Sattel einnehmen, der die wichtigste Grundlage des Reiters, egal in welcher Disziplin, ist. Viele Probleme zwischen Pferd und Reiter entstehen oft, weil die Körperbeherrschung und Körperwahrnehmung, also die Einwirkung des Reiters, mangelhaft sind. Wie soll der Reiter sich dem Pferd mit Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen verständlich machen, wenn er zum Beispiel Probleme hat, sich selbst im Sattel auszubalancieren und einen korrekten, gestreckten Sitz einzunehmen?

Körperliche Fitness – was kann ich tun, um fit zu werden?
Wer eine gute Kondition hat, ist im Sattel klar im Vorteil. Ein Reiter mit ausreichender Grundlagenausdauer kann nämlich länger konzentriert trainieren oder arbeiten und ermüdet nicht so schnell. Konzentration und Ausdauer sind ganz wesentliche Grundlagen für den Reitsport.

Ihr kennt das bestimmt, wenn einem nach 20- bis 25-minütiger Arbeit mit dem Pferd quasi „die Luft ausgeht“, man sich körperlich ziemlich erschöpft fühlt. Das hat zur Folge, dass Spannung, Konzentration und Koordination flöten gehen – der sportliche Sitz fällt sozusagen „auseinander“, eine korrekte Hilfengebung ist so nicht mehr möglich.

Und so kann man seine Kondition verbessern: Ausdauersportarten wie Laufen, Bergsteigen, Mountainbiking/Radfahren, Inline-Skaten, Schwimmen, Nordic Walking und vieles andere mehr oder der regelmäßige Besuch einer Power-Gymnastikeinheit im Fitnesscenter sind gute Alternativen, um seine eigene Grundlagenausdauer zu verbessern. Übrigens überträgt sich so ein körperliches Training auch sehr positiv auf die mentale Einstellung zum Sport. Man ist einfach besser drauf und kann sich viel mehr konzentrieren. Probiert es einfach mal aus.

Tipps für den Trainingsplan
Wenn ihr euch zum Beispiel für das Laufen entschieden habt, um eurer Grundkondition ein wenig auf die Sprünge zu helfen, dann solltet ihr euch dafür einen kleinen Trainingsplan aufstellen. Wichtig ist, nicht gleich von „null auf 100“ zu starten. Fangt an mit kurzen Laufeinheiten von zehn bis 15 Minuten (mit kleinen Pausen). Zwischendurch sollte man auch immer mal wieder langsam gehen und so kleine aktive Erholungspausen einlegen. Ideal ist es, lieber öfter (alle zwei bis drei Tage) und kürzer zu trainieren, um sich dann langsam zu steigern in Strecke und Tempo, als nur einmal in der Woche, den Körper mit einer langen Laufstrecke zu überfordern. Hat man erst mal eine gute Grundkondition, ist es nicht schlimm, auch mal ein paar Tage zu pausieren.

Nicht vergessen werden darf das Dehnen und Kräftigen der Muskulatur, die für die Sportart Reiten beansprucht wird. Ergänzender Muskelkaufbau und Gymnastik zum Training der besonderen Bewegungsabläufe ist in allen Sportarten ein fester Teil des Trainingsplans. So sieht man die Skirennläufer während ihres Trainings nicht nur auf der weißen Piste, sondern auch im Kraftraum oder beim Joggen. Für den Reiter gibt`s spezielle Reitgymnastik oder Muskeltraining. Mit diesen Übungen kann man die beanspruchte Muskulatur optimal für die Reitbewegung vorbereiten und aufbauen. Auf den Abbildungen dieses Newsletter-Beitrags stellen wir euch verschiedene Aufwärmübungen vor, die ihr ganz leicht in euer eigenes Trainings- und Aufwärmprogramm aufnehmen könnt.

Im nächsten Newsletter geht es weiter mit der Koordination und Beweglichkeit.

Weitere Übungen und Anregungen findet man in verschiedenen Büchern (erschienen im FNverlag).
Rücksicht auf den Reiterrücken: Schonen – Stützen – Stärken, S. v. Dietze und I. v. Cosel-Neumann
Mind, Body, Spirit: Das etwas andere Trainingsprogramm für Pferd und Reiter, Betsy Steiner und Jennifer O. Bryant
Mit dem Pferdesport aktiv bleiben, Dr. Petra Hölzel

sowie in den Veröffentlichungen (DVD, Bücher) von Sportwissenschaftler Eckart Meyners

Dies ist ein Thema des Newsletters „pferdenah“. Weitere bereits erschienene Themen finden Sie hier. Der Newsletter erscheint etwa alle sechs Wochen. Hier geht´s zum kostenlosen Newsletter-Abo.

Höveler

Höveler

Westernpuxx statt Heu

Westernpuxx eignen sich in Zeiten von Heumangel, ideal als Heuersatz oder -zusatz und können auch als alleiniges Krippenfutter eingesetzt werden. Zudem unterstützen sie gezielt den Muskelaufbau durch essentielle Aminosäuren.

Weitere Informationen