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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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Anforderungen an eine Pferdebox

© Jürgen StroscherWie soll eine Pferdebox beschaffen sein? Welche Mindest-Grundfläche ist vorgeschrieben? Und worauf sollte man in punkto Sicherheit achten? Pferde können entweder in geschlossenen Boxen, im Laufstall oder in Gruppenauslaufhaltung untergebracht werden. In geschlossenen Boxen sind die Vierbeiner sicher untergebracht und können jederzeit herausgeholt, gepflegt, geputzt und geritten werden. Sie brauchen aber unbedingt zusätzlich genügend Bewegung zum Ausgleich. Denn in der Natur bewegen sich Pferde bei der Nahrungssuche viele Stunden am Tag.

Im Gegensatz zur Boxenhaltung mit stundenweisem Auslauf/ Weidegang bietet die Gruppenauslaufhaltung den Pferden nicht nur Gelegenheit, sondern auch Anreiz für Bewegung. Solche Offenställe haben in der Regel einen getrennten Fress- und Liegebereich kombiniert mit einem wetterfesten Auslauf mit angeschlossener Weidefläche. In einem sogenannten Aktivstall wird zusätzlich die Futteraufnahme elektronisch gesteuert. In der Gruppenauslaufhaltung können auch Rangordnungskämpfe zwischen den Pferden auftreten, wenn es einen ständigen Wechsel in der Herdenstruktur gibt. Ranghohe Pferde versuchen möglicherweise, den rangniedrigen Pferden den Zugang zum Wasser, Futter und Liegebereich zu verwehren. Hier müssen individuelle Lösungen gefunden werden, damit jedes Pferd genug fressen kann und ungestört trockene Ruheplätze aufsuchen kann.

In der Pferdebox werden Pferde dagegen einzeln gehalten. Besonders empfehlenswert sind Außenboxen mit Sichtkontakt zu anderen Pferden und einem kleinen Auslauf davor. Aber wie groß soll eine Box mindestens sein? Als unterstes Mindestmaß für die Grundfläche einer Pferdebox gilt die Formel: doppelte Widerristhöhe im Quadrat. Ein 1,70 Meter großes Pferd sollte also in einer Box stehen, die eine Mindest-Grundfläche von zwölf Quadratmeter aufweist. Wichtig ist auch, dass die Außenwände und Trennwände zu den Nachbarboxen glatt sind und keine Verletzungsgefahr bieten. Pferdeboxen sollten den Pferden untereinander Seh-, Hör- und Riechkontakt bieten. In den vielen Ställen sind die Trennwände zwischen den Boxen nur bis zur Brusthöhe geschlossen. Darüber besteht die Wand oft aus Längsgitter, die einen so geringen Abstand haben sollten, dass sich kein Pferdehuf dazwischen verklemmen kann (höchstens fünf Zentimeter). Gitterabstände von Längs- und Quergittern dürfen nicht so groß sein, dass ein Pferd seinen Kopf durchstecken kann. Bei Ponys oder Fohlen müssen die Maße entsprechend verkleinert werden.

Die Türen sollten möglichst breit sein (1,20 Meter) und für Großpferde 2,50 Meter hoch, für Ponys zwei Meter hoch. Der Boxenboden muss eben, widerstandsfähig, wasserundurchlässig und rutschfest sein. Die Stallgasse sollte eine Breite von 2,50 Metern aufweisen, bei Boxenreihen auf beiden Seiten besser drei Meter. Wichtig sind auch hier ein rutschfester Untergrund und genügend sichere Anbindemöglichkeiten.

Sicherheit geht vor
Scharfe Ecken und Kanten, hervorstehende Nägel oder Haken, Löcher in Brettern oder Wänden oder ungesicherte bewegliche Teile bieten eine hohe Verletzungsgefahr für Pferde in der Box.

So sieht ein pferdegerechter Stall aus:

  • Die Temperatur sollte ähnlich der Außentemperatur sein, nur Extreme werden abgemildert
  • Es sollte ständige Zufuhr von Frischluft geben, der Geruch sollte nie unangenehm oder stechend sein.
  • Die Schadstoffkonzentration wird durch häufiges Erneuern der Einstreu vermindert.
  • Es soll so hell wie möglich im Stall sein und die Fensterfläche mindestens einen Quadratmeter pro Pferd betragen.
  • Die Stallgasse sollte mindestens 2,50 Meter breit und rutschfest sein.
  • Für die Lagerung von Futter und Zubehör sind extra Räume vorhanden.
  • Für die Pferdepflege, Tierarzt und Schmied gibt es sichere Plätze.

Im nächsten Newsletter pferdenah erfahrt ihr mehr über das Futter und Wasser in der Box, die Wahl der Einstreu sowie den täglichen Stalldienst (Box- und Paddockpflege).

Dies ist ein Thema des Newsletters „pferdenah“. Weitere bereits erschienene Themen finden Sie hier. Der Newsletter erscheint etwa alle sechs Wochen. Hier geht´s zum kostenlosen Newsletter-Abo.

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