Distanzreiten bei den Weltreiterspielen

Zu heiß, zu nass, zu matschig - Distanzritt wurde abgebrochen

Der Distanzritt der Weltreiterspiele in Tryon wurde aufgrund der schwierigen Wetter- und Bodenverhältnisse vorzeitig abgebrochen. Die Entscheidung fiel laut dem Veranstalter auf Grundlage des internationalen Reglements sowie des “Code of Conduct for the Welfare of the Horse” des Weltreiterverbandes FEI, der besagt, dass Wettkämpfe nicht unter extremen Wetterkonditionen ausgetragen werden dürfen, die das Wohlergehen der Pferde gefährden könnten. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) begrüßt diese Entscheidung, die im Sinne der Pferde getroffen wurde.

Bereits der Start in diesen Distanzritt war turbulent verlaufen: Um 6.30 Uhr Ortszeit gingen die Distanzreiter und ihre Pferde auf die 160 Kilometer lange Strecke. Wenige Stunden später dann der Abbruch des Rennens nach dem ersten Loop, weil einige Starter auf eine falsche Strecke geleitet worden waren. Dann der Neustart, nur noch über eine Distanz von 120 Kilometern. Auch die drei deutschen Paare Rebecca Arnold (Nürtingen) mit Serpa, Bernhard Dornsiepen (Balve) mit Bekele el Djem und Ursula Klingbeil (Buch) mit Aid Du Florival machten sich gegen 11.15 Uhr wieder auf den Weg.

Nach dem Neustart begann es bald stark zu regnen, was den Boden in einen rutschigen Untergrund verwandelte. Temperaturen von rund 30 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit machten die Bedingungen immer schwieriger. Gemeinsam kam das deutsche Team nach dem ersten Loop zum Vet-Gate. Dort aber ging es nur für Dornsiepen und Klingbeil weiter. Der Wallach Serpa von Rebecca Arnold qualifizierte sich aus metabolischen Gründen nicht für den zweiten Loop weiter.

Dornsiepen und Klingbeil absolvierten auch den zweiten und dritten Loop – dann die Nachricht, dass der Ritt komplett abgebrochen wird. Dornsiepen sagte: „Wir hatten bis zum Abbruch einen tollen Ritt, es war total angenehm zu reiten. Die Stimmung an der Strecke war der Wahnsinn, landschaftlich herrlich, es gab unglaublich viele freundliche Helfer und super Unterstützung von den Zuschauern. Allein um denen etwas zurückzugeben, bin ich nach dem ersten Abbruch weitergeritten. Ich war den Tränen nahe, als der endgültige Abbruch kam. Wir hätten gerne um eine Medaille mitgekämpft, auch wenn wir wussten, dass dafür alles passen muss und wir alle unsere Leistung abrufen müssen.“

Das deutsche Distanzreiter-Team im Überblick...

Stand: 24.09.2018