Deutsche Reiterliche Vereinigung
19.11.2021 | 16:00 Uhr | Uta Helkenberg

HLP Neustadt/Dosse: Cellado schneidet am besten ab

38 springbetonte Hengste traten zur 50-tägigen Hengstleistungsprüfung an

Haupt- und Landgestüt Neustadt/Dosse. Foto (c) Björn Schröder

Neustadt/Dosse (fn-press). In Neustadt/Dosse ist die erste von vier 50-tägigen Hengstleistungsprüfungen zu Ende gegangen. 38 springbetonte Junghengste absolvierten den Test, das beste Ergebnis erzielte der Holsteiner Cellado.

„Der Hengst war schon bei der Anlieferung gut zu händeln und überragend in der Zwischenprüfung. Es hat Spaß gemacht, ihm in der Arbeit zuzuschauen“, sagte Hubert Uphus, Mitglied der Bewertungskommission in seinem Kommentar zu Cellado (v. Cellestial – Corrado I). Auch wenn er am letzten Tag „etwas müde" wirkte, überzeugte der Schimmelhengst aus der Zucht und im Besitz von Heiko Schmidt (Neu-Benthen) durch seine Leistungsbereitschaft (9,5). Auch für die Rittigkeit vergaben die Fremdreiter die 9,5, jeweils mit Sehr gut (9,0) bewertete die Kommission den leichtfüßigen Galopp, Art und Vermögen am Sprung sowie die Perspektive des Hengstes als Springpferd. Lediglich den Trab wünschten sie sich etwas mehr durch den Körper, so dass am Ende eine gewichtete Endnote von 8,95 für Cellado heraussprang.

Mit etwas Abstand beendete ein Hengste-Trio die 50-tägige Hengstleistungsprüfung mit nahezu gleichem Endergebnis. Die 8,61 gab es für einen noch namenlosen Sohn des Askari aus der Zucht und im Besitz von Jens Wichmann aus Gardelegen. Der Hannoveraner Fuchshengst (MV: Calido I) schnitt hinsichtlich Charakter, Springvermögen und Rittigkeit sehr gut ab, für den Galopp, die Manier und von den Fremdreitern gab es jeweils eine 8,5. Eine gewichtete Endnote von 8,59 gab es für den in den Niederlanden gezogenen Martini VDL (v. Zapatero VDL – Harley VDL), der von Volkmar Schadock aus Heideblick angemeldet worden war. Auch für ihn gab es gleich dreimal eine 9,0 – für Vermögen, Manier und Gesamteindruck. Nur Hunderstel geringer fiel die Endnote für einen doppelveranlagten braunen Holsteiner Casall-Enkel aus. Candid (v. Conditus – Canto) aus der Zucht von Günter Schüder (Bahrenfleth) beendete die Prüfung mit 8,54. Der im baden-württembergischen Birkhof in Donzdorf stationierte Fuchshengst zeichnet sich neben einem guten Springvermögen (8,5) auch durch seine gute Grundgarten aus: Für den Trab vergab die Kommission eine 8,0, für den Galopp eine 9,0 und für den Schritt sogar eine 9,5.

Alle Ergebnisse unter www.hengstleistungspruefung.de (aktuelle Ergebnisse). 

Stand: 19.11.2021