Deutsche Reiterliche Vereinigung
10.12.2023 | 17:40 Uhr | fn-press

Genf: Vogels erster Sieg beim Rolex Grand Slam

Christian Kukuk und Checker werden Dritte im Großen Preis

Richard Vogel und United Touch S nach Stuttgart nun auch im Großen Preis in Genf siegreich. Archivfoto (c) Stefan Lafrentz

Fünf deutsche Springsport-Asse gingen im Großen Preis, dem mit rund 1,17 Million Euro dotierten „Rolex Grand Prix“, in der Messehalle von Genf an den Start. Zwei von ihnen erreichten das Stechen, Richard Vogel (Marburg) und Christian Kukuk (Riesenbeck). Vogel wählte mit dem Hengst United Touch im Stechen eine enge, riskante Wendung, die ihm letztlich den Sieg brachte. Christian Kukuk und der Wallach Checker wurden Dritte.

Das Fünf-Sterne-CSI vom Genf ist alljährlich das Treffen der Elite des internationalen Springsports. Sportlich mit Top-Bedingungen erstklassig und Teil der Serie „Rolex Grand Slam“, schüttet die Veranstaltung über zwei Millionen Euro Preisgeld aus. Der große Gewinner kommt in diesem Jahr aus Deutschland. Richard Vogel, Teil des Springsport-Teams Dabobertshausen bei Marburg, ist nicht nur bekannt für seine pfeilschnellen Runden, sondern auch für seine hohe Risikobereitschaft. Auch in der Riesenarena von Genf gab er davon eine Kostprobe. Als erster Starter im Stechen nahm er die Chance wahr, den Steilsprung, drittes Hindernis, mit einer flachen Kurve zu nehmen und den Sprung extrem schräg anzureiten. Die Zeitersparnis betrug etwa eine bis eineinhalb Sekunden. Die Uhr blieb bei 37,14 Sekunden stehen. Eine solche waghalsige „Flugbahn“ gelang keinem seiner Mitstreiter. Der glückliche Sieger konnte es nur in wenige Worte kleiden: „So eine Prüfung zu gewinnen, ist einfach unglaublich“, sagte der 26-Jährige. Der Kraftakt wurde mit der Siegprämie von 390.000 Euro (brutto) versüßt.

Christian Kukuk durfte sich fast bis zum Ende des Stechens auf Platz zwei sicher fühlen. Der Riesenbecker, Bereiter im Stall von Ludger Beerbaum, reitet derzeit von Erfolg zu Erfolg. Nach seinen Siegen bei der Global Champions Tour/League und ihrem Finale in Prag zwei Wochen zuvor freute er sich letztlich über Platz drei im Rolex Grand Prix (0/41,74), denn ein wenig überraschend hatte sich zwischen ihn und den Sieger Richard Vogel der Ire Mark McAuley geschoben (0/39,77).

Die übrigen deutschen Mitstreiter hatten den Einzug ins Stechen verpasst. Pechvogel war Hans-Dieter Dreher, der mit seinem Holsteiner Elysium einen klasse Ritt im Umlauf gezeigt hatte, aber ein Zeitfehler verhinderte seine Teilnahme am Stechen.

Der Rolex Grand Prix von Genf ist Teil der Serie Rolex Grand Slam, die über die Turniere s`Hertogenbosch in den Niederlanden, CHIO Aachen, Calgary/Spruce Meadows in Kanada und eben Genf in der Schweiz führt. Wer zwei oder mehrere Große Preise in Folge oder mit Unterbrechung gewinnt, wird mit einem Bonus belohnt. Und so sagte Richard Vogel nach seinem Sieg sehr bestimmt: „Ich muss jetzt einen guten Plan machen, um mich optimal auf die Dutsch Masters in s`Hertogenbosch vorzubereiten.“ fn-press / hen

Stand: 10.12.2023