Deutsche Reiterliche Vereinigung
17.12.2023 | 18:15 Uhr | Uta Helkenberg

Graf-Rantzau-Trophäe für Frankfurter Festhallenturnier

50. Auflage des Traditionsturnier als würdiger Anlass für die Auszeichnung

Graf-Rantzau-Trophäe 2023 für das Frankfurter Festhallenturnier. Foto (c) Stefan Lafrentz(c

Das Internationale Festhallenturnier in Frankfurt und mit diesem die Veranstalterfamilie Linsenhoff/Rath ist mit der Graf-Rantzau-Trophäe 2023 ausgezeichnet worden. Foto (c) Stefan Lafrentz

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat in diesem Jahr damit begonnen, bundesweit bedeutende Turnierveranstalter für ihr überdurchschnittliches Engagement und ihre überregionale Vorbildwirkung auszuzeichnen. Jüngster Preisträger der Graf-Rantzau-Trophäe des Jahres 2023 ist das Internationale Festhallenturnier in Frankfurt, das kurz vor Weihnachten seine 50. Auflage feierte. Für ihren großen Beitrag für den Sport, die Pflege von Tradition und die Offenheit für Innovationen überreichte FN-Präsident Hans-Joachim Erbel die Auszeichnung vor dem Großen Preis am Sonntag an die Veranstalterfamilie - Ann-Kathrin Linsenhoff, Marie Linsenhoff und Matthias Alexander Rath.

Dressur- und Springreiten auf Top-Niveau – das verspricht alljährlich kurz vor Weihnachten das Festhallen-Reitturnier in Frankfurt. Zur fünfzigsten Auflage sattelte der Veranstalter sogar noch einmal auf, so dass die Zuschauer neben Top- Dressursport auch Vier-Sterne-Prüfungen im Springen erleben durften. Hochkarätig besetzt war das Turnier allerdings von Anfang an. So trug sich schon 1956 der frisch gebackene Mannschaftsolympiasieger Fritz Thiedemann mit seinem legendären Meteor als Erster in die Siegerliste des Großen Preises in Frankfurt ein. 1967 kam der dann Grand Prix de Dressage zum Turnierprogramm hinzu. Nach einer 17-jährigen Turnierpause (1971 bis 1988) erlebte das Festhallenturnier seine Renaissance und entwickelte sich seither stetig zum heutigen Top-Event weiter. Dafür sorgte auch die Aufnahme des Nürnberger Burg-Pokals ins Programm, dessen Finale seit der Premiere 1992 in Frankfurt ausgetragen wird. 2012 stießen Deutschlands beste Grand Prix-Nachwuchspferde in der Festhalle dazu, die hier das Finale des Louisdor-Preises ermitteln. Für eine Bereicherung des Programms sorgte aber auch die Einführung eines Show-Wettkampfs, der seit 2004 das Jahres-Highlight für viele hessische Nachwuchsreiter und -ausbilder, Eltern, Freunde und Pferdesport-Fans bildet. Seit 2016 ist das lebensgroße Lila Pferd Botschafter des IFRF und der Charity-Aktion ‚Hand in Hand für die Region‘.

Zu den Besonderheiten des Festhallenturniers gehört dabei, dass die Organisation seit Generationen in Familienhand liegt. Zwar war der Unternehmer und zweimalige Mannschafts-Olympiasieger in der Dressur, Josef Neckermann, Gründer des Turniers. Doch von Beginn an eng in die Organisation des Turniers eingebunden war auch der 1956 gegründete Frankfurter Turnierstalls Schwarz-Gelb e.V. (TSG). Dem TSG-Gründungsvorstand gehörten Adolf Schindling, dessen Tochter Liselott Linsenhoff und deren Mann Fritz Linsenhoff an, somit der Großvater und die Eltern von Ann Kathrin Linsenhoff, die lange für das Turnier verantwortlich zeichnete. Inzwischen hat mit Ann Kathrin Linsenhoffs Stiefsohn Matthias Alexander Rath die vierte Generation die Turnierleitung „geerbt“. Seit 2019 hat Rath mit der Veranstaltungsagentur des Schafhofs, Schafhof Connects, die Leitung des Turniers in der Hand. Und nicht nur das: Er setzt auch die sportlichen Erfolge der Familie in Frankfurt fort. So konnte Liselott Linsenhoff drei Mal den Grand Prix in Frankfurt gewinnen, zweimal gelang dies ihrer Tochter Ann Kathrin. Diese gewann zudem 2002 das Finale des Nürnberger Burgpokals mit Wahajama-Unicef. 2014 und 2020 dominierte dann Matthias Rath mit Es Fangars Samba King beziehungsweise Destacado FRH.

Die in diesem Jahr erstmals vergebene Trophäe für Turnierveranstalter trägt den Namen des 2022 verstorbenen FN-Ehrenpräsidenten Breido Graf zu Rantzau. Mit dem Internationalen Frankfurter Festhallenturnier erhöht sich die Zahl der Veranstalter, die bislang damit ausgezeichnet wurden auf sechs. Zu den Ausgezeichneten gehören außerdem:

  • Pferdesportgemeinschaft Lähden, Weser-Ems
  • Reitgemeinschaft Schimmelhof in Bremen
  • RFV Illtal und das Gestüt Welvert, Saarland
  • RV Bad Liebenstein/Sorga, Thüringen
  • Balve Optimum, Westfalen. 

fn-press/Hb/Frankfurter Festhallenturnier

Stand: 17.12.2023