Deutsche Reiterliche Vereinigung
30.11.2022 | 15:25 Uhr | Uta Helkenberg

Trauer um Dr. Hanno Dohn

Abschied vom langjährigen Geschäftsführer des Pferdesportverbandes und des Pferdestammbuchs Rheinland.

Dr. Hanno Dohn. Foto (c) FN-Archiv/Hesse

Trauer um Dr. Hanno Dohn. Foto (c) FN-Archiv/Hesse

Bad Honnef (fn-press). Der Pferdesport trauert um Dr. Hanno Dohn. Der ehemalige Geschäftsführer des Pferdesportverbands Rheinland verstarb am 29. November, Mitte Dezember wäre er 84 Jahre alt geworden. In Breslau geboren und in der ländlichen Reiterei im Kreis Borken groß geworden, prägte der promovierte Landwirt über 30 Jahre lang in verschiedenen Funktionen die Geschicke des Pferdesports im Rheinland und darüber hinaus. „Hanno Dohn war das klassische Beispiel für Menschen, die aufgrund ihres ausgeprägten Wissen rund um das Pferd in allen Bereichen des Pferdesports und der Zucht eingesetzt werden konnten – und in diesem Sinne hat er auch zeit seines Lebens zum Wohl des Pferdes gewirkt“, würdigt der ehemalige Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), Dr. Hanfried Haring, die Verdienste Dohns.

1964 trat Dohn nach Studium, Referendariat und Doktorat zunächst als freier Mitarbeiter in die Dienste des Pferdesportverbandes Rheinland, damals noch Landesverband der Reit- und Fahrvereine Rheinland, und wurde 1971 zum stellvertretenden Geschäftsführer ernannt. Zu dieser Zeit war er auch selbst vor allem im Vielseitigkeitssattel aktiv, bestritt 1971 die Olympiavorbereitungsprüfung in Bielefeld und ging im selben Jahr auch in großen Vielseitigkeitsprüfung in Luhmühlen an den Start.

1973 wurde „der Doktor“, wie er seinen Mitarbeitern und Bekannten gerne bezeichnet wurde, zum Geschäftsführer des Pferdesportverbandes Rheinland berufen. Zeitgleich war Dr. Dohn als Referent für Pferdezucht- und -haltung der Landwirtschaftskammer Rheinland bis 1997 auch Geschäftsführer des Rheinischen Pferdestammbuches. Auch nach seiner Pensionierung als Leitender Landwirtschaftsdirektor der LWK Rheinland im Jahr 2001 blieb Dr. Dohn weiterhin als Geschäftsführer des Pferdesportverbandes im Amte, insbesondere um den Umzug der Landesreit- und Fahrschule (2001) sowie der Verbandsgeschäftsstelle (2003) sicherzustellen – sein großes Abschiedswerk. Für seine Verdienste wurde er 2004 im Rahmen der FN -Tagungen in Dortmund mit dem Deutschen Reiterkreuz in Gold ausgezeichnet.

Darüber hinaus engagierte sich Dr. Dohn auch im Vorstand der Deutschen Richtervereinigung (DRV), im Vorstand der Internationalen Springrichtervereinigung sowie im Vorstand der Internationalen Vielseitigkeitsrichtervereinigung. Höhepunkt seiner Karriere als internationaler offizieller Spring- und Vielseitigkeitsrichter war das Amt des Chefrichters Springen bei den Olympischen Reiterspielen in Hongkong.

1997 wurde Dr. Dohn in den Vorstand der Persönlichen Mitglieder (PM) der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) gewählt und war von 2000 bis Mai 2013 stellvertretender Vorsitzender der PM. „Ich habe Dr. Dohn in all seinen Funktionen erlebt. Er war auf allen Ebenen unglaublich engagiert und hat sich bei allen Themen intensiv eingebracht. Es war für uns ein Glück, dass er sich auch nach seiner Pensionierung im Vorstand der Persönlichen Mitglieder engagiert hat. Ohne ihn und seine Ideen hätten die PM keinen derartigen Aufschwung genommen“, sagt der ehemalige Leiter des Bereichs PM, Christoph Hess.

Stand: 30.11.2022