Deutsche Reiterliche Vereinigung
20.05.2024 | 18:25 Uhr | fn-press

Wiesbaden: Doppelsieg für Denoix und Hemmer

Dorothee Schneider und Dayman Zweite im Grand Prix Special

Katharina Hemmer und Denoix. Foto: (c) Stefan Lafrentz

Katharina Hemmer und der früher von ihrem Chef Hubertus Schmidt gerittene Oldenburger Hengst Denoix waren das beste Paar im Grand Prix und im Grand Prix Special. Foto: (c) Stefan Lafrentz

Dominierten Isabell Werth (Rheinberg) und ihr westfälischer Wallach Emilio die Kür nebst Grand Prix beim Wiesbadener Pfingstturnier, waren Katharina Hemmer (Erwitte) und der Oldenburger Denoix PCH das beste Paar in der Special-Tour des CDI4*. Wie zuvor im Grand Prix (76,261 Prozent) ließ das Paar auch im Grand Prix Special die Konkurrenz deutlich hinter sich (75,894).

Seit über einem Jahr stellt Katharina Hemmer den zwölf Jahre alten Oldenburger Destano-Sohn Denoix PCH im Turniersport vor. Für die jetzt 29-jährige Bereiterin begann eine rasante Entwicklung, in der sie von Turnier zu Turnier den Fuchs besser kennenlernen konnte. Auf dem Wiesbadener Viereck gelang im Grand Prix mit 76,261 Prozent ein „personal best“, im Special blieb sie knapp unter ihrem Topergebnis von 76,659, mit dem sie in der Frankfurter Festhalle gewonnen hatte. In Wiesbaden vergaben die Richter 75,894 Prozent. Hemmer reagierte glücklich, schöpfte aus diesen guten Ergebnissen viel Selbstvertrauen. „Ich hatte zwei Turniere im Frühjahr, eines in Aachen, das andere war mein erster Nationenpreis in Compiegne, aber bei beiden konnte ich nicht an meine Trainingsform anknüpfen.“

Über die beiden guten Ritte in Wiesbaden freute sich ein Mann ganz besonders: Hubertus Schmidt, einst selbst hocherfolgreich mit Denoix. Der Reitmeister aus dem ostwestfälischen Borchen hatte nach seinem Rückzug aus dem Turniersport mit Denoix‘ Pferdebesitzerin Nancy Gooding vereinbart, dass das Pferd in seinem Stall bleiben und von seiner Angestellten weiter geritten werden kann. Das Zusammenspiel der beiden klappt hervorragend, die Piaffen wurden überwiegend mit der Wertnote acht belohnt, vereinzelt tauchte auch eine Neun im Protokoll auf. „Der Stolperer am Ende war unnötig, aber ich bin super happy, dass wir insgesamt eine so schöne Prüfung zeigen konnten“, sagte sie.

Dorothee Schneiders Westfale Dayman hatte sich am Pfingstmontag wieder mit dem Viereck versöhnt. Im Grand Prix am Vortag standen nach ergiebigen Regenfällen große Pfützen auf dem Platz, um die der Sohn des Daily Deal gerne einen großen Bogen gemacht hätte. Bei Sonnenschein und abgetrocknetem Grund zeigte das Paar eine nahezu makellose Prüfung: glatte 74 Prozent und Platz zwei. Das drittbeste Special-Ergebnis erzielte die Portugiesin Rita Ralao Duarte mit ihrem Lusitano-Hengst Irao. Die beiden hatten eine Woche zuvor beim Hamburger Dressur-Derby den Grand Prix und den Special gewonnen. Im Biebricher Schlosspark reichten im Grand Prix 71,543 Prozent für Platz zwei, im Special 73,213 Prozent für Rang drei. fn-press / hen

Stand: 20.05.2024