Deutsche Reiterliche Vereinigung
17.12.2023 | 15:50 Uhr | fn-press

Frankfurt: Doppelsieg für Katharina Hemmer

Zweimal neues persönliches Bestergebnis mit Denoix PCH

Katharina Hemmer und Denoix. Foto (c) Stefan Lafrentz

Katharina Hemmer und der Fuchshengst Denoix wuchsen in der Frankfurter Festhalle über sich selbst hinaus. Foto (c) Stefan Lafrentz

Katharina Hemmer (Erwitte), 29-jährige Bereiterin im Stall von Hubertus Schmidt (Borchen), war die große Überraschung beim Turnier in der Frankfurter Festhalle. Sie gewann mit dem früher von ihrem Chef gerittenen Oldenburger Fuchshengst Denoix PCH den Grand Prix und den Grand Prix Special – jeweils mit persönlichem Bestergebnis.

Katharina Hemmer und der Fuchshengst Denoix PCH wachsen immer besser zusammen. Seit knapp einem Jahr reitet sie den elfjährigen Destano-Sohn. Schon nach sechs Wochen bestritten die beiden ihr erstes Turnier. Die Zusammenarbeit verlief von Beginn an unproblematisch. „Hubertus‘ Pferde nachzureiten, ist die pure Freude“, sagt die Bereiterin. Beider Karriere verlief steil nach oben, im Sommer gehörten Hemmer und Denoix sogar schon zum Perspektivkader des DOKR und waren als Reservisten für die Europameisterschaft in Riesenbeck nominiert. In der Frankfurter Festhalle erreichte das Paar neue Bestmarken. Im Grand Prix präsentierte sich der Hengst zwar noch etwas schüchtern (73,826 Prozent), aber im Grand Prix Special steigerte sich Denoix von Lektion zu Lektion und spielte seine Bewegungsqualität voll aus. 76,659 Prozent waren der verdiente Lohn. Katharina Hemmer sagte nach der Prüfung: „Beim Ausritt zeigte Hubertus mit beiden Daumen nach oben und strahlte. Sein Blick ist immer noch wichtiger als das Ergebnis.“ Der Reitmeister konnte zu Recht stolz sein auf seine Mitarbeiterin und Schülerin. Als er sich aus gesundheitlichen Gründen vom aktiven Turniersport verabschiedet hatte, konnte mit Denoix‘ Besitzerin Nancy Gooding eine Übereinkunft erzielt werden, dass das Pferd bei ihm im Stall bleibt und künftig von Katharina Hemmer vorgestellt werden darf.

Platz zwei im Grand Prix der Fünf-Sterne-Dressurtour erreichte Isabell Werth (Rheinberg) mit der Hannoveranerin Superb (v. Surprice). Diesen Rang konnte sie im Grand Prix Special nicht verteidigen, die Rappstute war voller Tatendrang und Energie, so dass es nicht immer gelang, sie unter Kontrolle zu behalten. Es wurde Platz vier (70,383). Im Special erzielte Benjamin Werndl (Aubenhausen) das zweitbeste Ergebnis. Im Sattel seines 14 Jahre alten Oldenburgers Famoso OLD ritt er zu 75,745 Prozent. Offenbar konnte sich der Farewell III-Sohn nun mit der Hallenatmosphäre arrangieren, im Grand Prix am Vortag hatte er in einer Ecke des Vierecks „Gespenster“ gesehen und zweimal kurz die Zusammenarbeit eingestellt. Drittbestes Paar im Grand Prix Special waren Dr. Svenja Kämper-Meyer und die Hannoveranerin Amanyara (v. Ampere) mit 71,702 Prozent.

Sechs Paare hatten sich für die Grand Prix-Kür entschieden. Diese gewann der Spanier Borja Carrascosa, der im westfälischen Lüdinghausen einen Dressurausbildungsstall betreibt. Mit dem zehn Jahre alten westfälischen Wallach Sir Hubert NRW (v. Sir Heinrich) erreichte er 77,525 Prozent und verwies Laura Strobel (Cappeln) und den zwölfjährigen Vitalis-Sohn Valparaiso auf Rang zwei (75,875). Die drittbeste Kür zeigte die Portugiesin Maria Pais Do Amaral mit dem Oldenburger Wallach Hot Hit OLD Campline (75,55). fn-press / hen

 

Stand: 17.12.2023