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Springen bei den Olympischen Spielen

4. bis 8. August in London

Bundestrainer Otto Becker brachte es nüchtern auf den Punkt: „Das war einfach nicht unsere Woche. Das müssen wir jetzt abhaken und nach vorne schauen.“ Nach dem enttäuschenden Nationenpreis, bei dem die deutsche Equipe als Zehnte den zweiten Umlauf verpasst hatte, ruhten alle Hoffnungen auf dem Einzel-Finale, für das sich zwei deutsche Paare qualifizieren konnten. Marcus Ehning und Plot Blue konnten ihre Chance aber nicht nutzen. Als drittletzter Starter des hochklassigen und extrem spannenden zweiten Umlaufs der Springreiter-Einzelwertung hätte der 38-Jährige fehlerfrei bleiben müssen, um eine Medaille zu gewinnen. Zwei Abwürfe machten alle Hoffnungen zunichte. Meredith Michaels-Beerbaum hatte schon in der ersten Runde mit ihrer noch jungen Hannoveraner Stute Bella Donna acht Fehlerpunkte kassiert und war für die zweite nicht mehr zugelassen. Olympiasieger wurde der Schweizer Steve Guerdat, das Stechen um Silber gewann der Niederländer Gerco Schröder vor dem Iren Cian O’Connor.

Bilder von den Springprüfungen in London

Janne Friederike Meyer  - Foto (c) Stefan Lafrentz
Meredith Michaels-Beerbaum - Foto (c) Stefan Lafrentz
Marcus Ehning - Foto (c) Stefan Lafrentz

Nach dem tadelosen ersten Umlauf hatte sich Marcus Ehning noch sehr gefreut: „Ich bin sehr erleichtert, Plot Blue ist super in Form.“ Die Form war in der Tat bestechend. Scheinbar mühelos nahm der 15-jährige niederländische Hengst zunächst auch im zweiten Umlauf die kapitalen Hindernisse. Nur noch ein paar Sprünge, und er hätte eine Medaille sicher gehabt. Doch ein luftiger Steilsprung, als Gatter gebaut, erwies sich als zu große Klippe. Die oberste Planke fiel, schnell darauf gab es den zweiten Abwurf. Ehning sagte: „Das ist verdammt ärgerlich. Ich bin wahrscheinlich zu vorsichtig an das Gatter geritten, deshalb passierte der Fehler. Danach war die Konzentration gestört, was den zweiten Abwurf nach sich zog.“ Mit acht Fehlerpunkten bzw. dem zwölften Platz beendete Marcus Ehning seine zweiten Olympische Spiele nach 2000 in Sydney.

Bundestrainer Otto Becker spendete Trost: „Marcus hat super angefangen. Aber man muss sagen, ein Einzel-Finale ist immer auch ein bisschen Glücksache.“ Und das Glück war den deutschen Parcoursathleten die ganze Saison über nicht hold. Vier Ausfälle im Vorfeld (Corradina, Gotha, Cornet Obolensky und Monte Bellini) hatten die Equipe stark geschwächt. „Die Nullrunden, die Carsten-Otto Nagel mit Corradina bei den vergangenen Championaten erzielt hatte, hätten wir hier dringend gebraucht“, so Becker.

Für die Schweizer nahmen die Olympischen Spiele einen versöhnlichen Ausgang. Im Nationenpreis hatten sie knapp die Bronzemedaille verpasst, nun steht ein Teammitglied auf dem Olymp. Der 30-jährige Steve Guerdat blieb im Sattel des französischen Wallachs Nino de Buissonnets als einziger Finalist in beiden Umläufen fehlerfrei. Je einen Fehlerpunkt hatten die beiden Teilnehmer am Stechen um Silber auf dem Konto. Der Niederländer Gerco Schröder vermied auf dem belgischen Hengst London jeden Stangenkontakt und verwies den Iren Cian O’Connor mit dem Oldenburger Wallach Blue Loyd auf den Bronzerang (4 Fehlerpunkte). O’Connor hatte 2004 in Athen die Goldmedaille gewonnen, musste diese aber wegen einer positiven Dopingprobe wieder abgeben.

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