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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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04.02.2020 | 17:30 Uhr | Uta Helkenberg

HLP: Sportprüfung für Hengste in Münster beendet

Fürst Dior und Gaitano als "Klassenbeste"

Münster (fn-press). Die erste Sportprüfung 2020 ist zu Ende. In zwei Altersklassen stellte sich die junge Hengste-Generation in Münster dem Urteil der Bewertungskommission, um sich in ihren Grundgangarten, Rittigkeit und Veranlagung beurteilen zu lassen und das Prädikat „leistungsgeprüft“ zu erhalten. 

Das beste Ergebnis bei den vierjährigen Dressurhengsten erzielte der Oldenburger Fürst Dior mit einer gewichteten Endnote von 8,83. Der Fürstenball-Sohn, Reservechampion der Mecklenburger Körung, wurde von der Hengststation Joop van Uytert ausgestellt und von Eva Möller präsentiert. Bei ihm gefiel nicht nur der geregelte, leichtfüßige Trab (8,4), der fließende, schön im Rhythmus nach vorne angelegte Galopp (8,5); sondern vor allem auch der taktsichere, fleißige Schritt mit sehr gutem Raumgriff (9,2). Unter dem Sattel zeigte sich der schwarzbraune Hengst, auch nach Aussage von Fremdreiter Philipp Hess, „sehr kooperativ, nachgiebig im Genick und sensibel an den treibenden Hilfen“ (9,1). Damit vergab die Bewertungskommission eine Note für den Gesamteindruck und die Veranlagung von 8,7. Gezogen wurde Fürst Dior von der Zuchtgemeinschaft Gerd und Hajo Hedemann (Helle) aus einer Mutter von Sir Donnerhall – Rubinstein I.

Das zweitbeste Ergebnis der ersten Prüfung ging ebenfalls auf das Konto eines Oldenburgers: Dodo Weihgand (v. Diamond Hit – Fürst Heinrich). Der Schwarzbraune von der Station Schult in Hünxe, Reservesieger der Oldenburger Körung 2018, wurde von Lisa Wernitzig geritten und kam auf eine gewichtete Endnote von 8,69. Für Schritt und Galopp vergab die Bewertungskommission jeweils eine 8,8, für den Trab die 8,0. Ein glattes „Sehr gut“ gab es für die Rittigkeit des Hengstes, dessen Großmutter keine Geringere als Isabell Werths Olympiapferd Weihegold ist. Auch in Dodo Weihgand sahen die Experten eine gute Perspektive als Dressurpferd: 8,7. Gezogen wurde Dodo Weihgand von Weihegold-Züchter und -Besitzerin Christine Arns-Krogmann aus Lohne, ebenso wie der Fuchshengst Viva Gold (v. Vivaldi – For Romance I) vom Gestüt Westfalenhof in Steinhagen. Er schloss die Prüfung mit 8,19 ab, für seinen Schritt und Galopp gab es jeweils die 9.

Nur Zehntel weniger erhielt der dunkelbraune, in Münster gekörte Romantic Prinz. Der von Olga Pees aus Warendorf gezogene Sohn des Rock Forever I (MV: Stedinger – Wesley) beendete die Sportprüfung mit einer gewichteten Endnote von 8,52 (Trab 7,8, Galopp 8,4, Schritt 8,6). Als „bequem zu sitzen und gut zu reiten“ bezeichneten die Experten den Hengst und belohnten dies mit einer 9 für die Rittigkeit. Für seine Perspektive erhielt der von Stefanie Ahlert vorgestellte Romantic Prinz, der seine Turniersaison als Vize-Champion beim Oldenburger Landesturnier und Fünfter bei den Bundeschampionaten beendete, die 8,6.

Bei den fünfjährigen Hengsten veranlasste wie im Vorjahr der schwarzbraune Goldberg-Sohn Gaitano (MV: Rohdiamant – Sevillano xx) die Bewertungskommission zur Vergabe hoher Noten. Mit einem gewichteten Endergebnis von 8,32 war er der am höchsten bewertete Hengst seiner Altersklasse. Vorgestellt wurde der auf der Station Hoffrogge in Dorsten stationierte Hengst von Beatrice Buchwald. Er zeichnete sich nicht nur durch drei gleichmäßig gute Grundgangarten aus (Trab 8,5 / Galopp 8,3 / Schritt 8,0), sondern überzeugte außerdem durch seine Rittigkeit und den Gesamteindruck – beides wurde mit einer 8,4 belohnt.

Ein gewichtetes Endergebnis von 8,25 erzielte ein noch namenloser KWPN-Hengst, den die Schwedin Jessica Lynn Thomas mit nach Münster gebrachte hatte. Der von Florian Darcourt angemeldete dunkelbraune Sohn des Dream Boy (MV Krack C – Oracle) zeigte den besten, sehr gut bewerteten Trab in dieser Prüfung (9,0). Für den Galopp gab es die 8,0, lediglich im Schritt musste die Bewertungskommission leichte Abstriche machen (7,4). Abgerundet wurde das Bild durch eine 8,5 für die Rittigkeit und ein mit 8,2 bewerteten Gesamteindruck.

Ebenfalls seine Leistung aus dem Vorjahr bestätigte der dunkelbraune Zac Efron MT (v. Zack – Don Larino) aus der Zucht von Hermann Schildt (Ovelgönne) und ausgestellt vom Gestüt Vorwerk in Cappeln. Galopp und Schritt bewerteten die Experten mit jeweils 8,5, die 7,8 gab es für den Schritt und die Rittigkeit. Insgesamt sahen die Richter auch in ihm eine gute Perspektive für den Dressursport (8,2), woraus sich eine gewichtete Endnote von 8,12 errechnete. Vergleichbar stellte sich das Ergebnis für den Finest-Sohn Fontaine (MV: Samarant – Ginsberg) vom Team Nijhof aus Geesteren in den Niederlanden dar: Trab und Galopp 8,5; Schritt und Rittigkeit 7,8, Gesamt 8,2).

Insgesamt konnten alle 18 vierjährigen und 15 fünfjährige Hengste die Sportprüfung mit einem Ergebnis beenden. „Ob sie damit bestanden haben, hängt davon ab, wie sich die einzelnen Zuchtverbände bezüglich einer Mindestnote entscheiden oder entschieden haben. Zur Erinnerung: Die gemeinsame Mindestnote wurde im Dezember in der Zuchtverbandsordnung (ZVO) abgeschafft. Stattdessen legt jeder Zuchtverband ab 2020 in seinem Zuchtprogramm fest, ob er eine solche Mindestnote verlangt oder ob ihm die Teilnahme mit Ergebnis an einer Hengstleistungsprüfung ausreicht. Darüber hinaus legt jeder Zuchtverband für sich fest, ob er besonders gut geprüfte Hengste herausstellen und prämieren will“, sagte Dr. Klaus Miesner, Geschäftsführer des Bereichs Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

Alle Ergebnisse in der Übersicht unter https://www.hengstleistungspruefung.de/pruefungen/laufende-pruefungen.

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