Informationen zum Coronavirus für den Pferdesport
AGCO GmbH - Hauptsponsor der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. (FN) - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht
Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

Anmelden

Melden Sie sich an, um im FN-Shop Tickets für Veranstaltungen sowie Broschüren, Formulare und Verträge zu bestellen und sich in der Ausbilderbörse einzutragen.

15.03.2020 | 16:30 Uhr | Uta Helkenberg

HLP: Holsteiner Crack macht seinem Namen alle Ehre

Letzter Starter wird Klassenbester

Verden (fn-press). In Verden hat die vierte Sportprüfung der Saison stattgefunden, ausgerichtet für springbetonte Hengste. Das Beste kam dabei zum Schluss: Der fünfjährige Holsteiner Crack beendete seine Prüfung mit einem deutlich sehr guten Ergebnis als Klassenbester. Alle Ergebnisse gibt es unter unter www.hengstleistungspruefung.de (Aktuelle Ergebnisse).

„Es hat Spaß gemacht, ihm zuzuschauen“, kommentierte Richter Hubert Uphus von der Bewertungskommission nach der Vorstellung des Schimmelhengstes Crack(v. Cornet Obolensky – Candillo) unter Fremdreiter Richard „Pico“ Hannöver. Leichtfüßig und immer gleichmäßig am Sprung galoppierte Crack durch die Aufgaben und erhielt dafür nicht nur eine 8,8 für sein Vermögen, sondern auch ein „Sehr gut“ für den Galopp und eine 9,2 für die Springmanier. Getoppt wurde das nur noch durch die Noten für die Rittigkeit: Hier gab es die Höchstnote „10“. Daraus errechnete sich eine gewichtete Endnote von 9,25 – das mit Abstand beste Ergebnis dieser Sportprüfung. Crack stammt aus spanischer Zucht und wurde vom und für den Holsteiner Verband ausgestellt. Präsentiert wurde er in Verden von Maximilian Gräfe.

Gleich vier der insgesamt 14 Hengste konnten die Prüfung mit gewichteten Endergebnissen um die 8,6 beenden, beginnend mit Benthen’s Balou (v. Balou du Roeut – Silvio I ) mit einer 8,69. Dessen Springvermögen bewertete die Kommission mit einer glatten 9. Der aus der Zucht von Gregor Sieverding (Bakum) stammende Rappe wurde von der Schmidt GbR aus Neu Benthen angemeldet. Die Tageshöchstnote für das Vermögen, eine 9,3, erzielte Comme Fly With Me (v. Comme il Faut – Carrico), ebenfalls ein Oldenburger Springpferd. Der braune Hengst aus der Zucht der Gebrüder Möller GbR aus Garlitz wurde von Manfred von Allwörden für den Grönwohldhof angemeldet. Seine Endnote: 8,66. Die 8,61 errechnete sich für Abraxas. Der Sohn des Araldik wurde von Manfred Schäfer (Vechelde) aus einer Mutter von Now or Never M gezogen und befindet sich im Besitz des Gestüts Fohlenhof in Hassloch. Vorgestellt wurde der Hannoveraner in Verden von Vielseitigkeitsreiter Ben Leuwer. Die 8,60 schlug für einen weiteren Cornet Obolensky-Nachkommen zu Buche, Cornet de Semilly (MV: Diamant du Semilly). Der Schwarzbraune aus der Zucht von Michael Schwarz aus Zierenberg ist im Gestüt Sprehe aufgestellt und überzeugte nicht nur durch sein Vermögen (9,0), sondern erhielt auch die beste Rittigkeitsnote des Quartetts (8,7).

Vierjährige Hengste
Recht ausgewogen stellte sich in Verden das Lot der vierjährigen Hengste dar. Insgesamt stellten sich 18 Teilnehmer der Prüfung. Am dichtesten an ein sehr gutes Endergebnis heran kam dabei der Hannoveraner Schimmel Cornet’s Edition, der sich bis zum letzten Prüfungstag losgelassen, mit genügend Kraft, schnell reagierend und gut zu reiten präsentierte. Dafür gab es die glatte „9, nicht nur für Manier und Rittigkeit, sondern auch für die Perspektive. Den Galopp bewertete die Kommission mit einer 8,4, das Vermögen mit 8,8 – damit ergab sich ein gewichtetes springbetontes Endergebnis von 8,83. Cornet’s Edition stammt ab vom Cornet Obolensky und wurde von Friedrich Niemeyer aus Petershagen aus einer Mutter von Clapton gezogen. Aussteller war Holger Baum vom Fohlenhof in Hofheim-Wallau. Bereits im vergangenen Jahr tat sich der 2018 in Verden gekörte Cornet’s Edition bei seiner 14-tägigen Veranlagungsprüfung als Klassenbester hervor.

Wenig dahinter ordnete sich mit 8,72 der Hengst Monte Kahlo ein und knüpfte damit ebenfalls an sein gutes Abschneiden in der 14-tägigen Veranlagungsprüfung an. Der Dunkelfuchs, ein Oldenburger Springpferd von Monte Bellini – Le Cou Cou aus der Zucht von Günther Wendeln aus Garrel, gefiel durch seine Art am Sprung und die Übersicht und Selbstverständlichkeit, mit der er die Aufgabe bewältigte. Für die Rittigkeit gab es daher die 9,0, für die Manier eine 8,8 und Vermögen eine 8,6. Die Perspektive als Springpferd bewerteten die Experten mit einer 8,7. Ausgestellt wurde Monte Kahlo von Renate Weber aus Hamburg, in seinem Sattel saß Paula de Boer.

Mit Condoctro war noch ein weiterer Cornet Obolensky-Sohn unter den besten Absolventen dieser Sportprüfung zu finden. Der aus niederländischer Zucht (MV: C-Indoctro) stammende Schimmel, der vom Gestüt Sprehe für das Westfälische Pferdestammbuch angemeldet worden war, schloss die Prüfung mit einer 8,56 ab. Gerade einmal Hundertstel weniger erzielte der Holsteiner Schimmel Shot Gun (v. Stakkato Gold - Carthago) aus der Zucht und im Besitz von Reimer Detlef Hennings aus Bendorf. Er wurde in Verden von Alessa Hennings vorgestellt. Hb