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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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12.09.2017 | 16:30 Uhr | Uta Helkenberg

FN-Bundesstutenschau: Haflinger und Edelbluthaflinger auf dem Laufsteg

Arabella, Aurora, Overa und Harmonie sind die Bundessiegerinnen

Münster-Handorf (fn-press). Alle vier Jahre gibt es im Lande ein „Blondinen-Schaulaufen“ der besten deutschen Haflinger und Edelbluthaflinger. In diesem Jahr bot das Westfälische Pferdezentrum in Münster-Handorf den „Catwalk“, auf dem sich 23 Edelbluthaflinger- und 64 Haflingerstuten dem strengen Urteil der Jury stellten.

Bundessiegerstute in der Alterklasse „Altstute“ der sechs- bis 14-jährigen Haflinger wurde die achtjährige Stute Arabella v. Amaro-G – Waldess-B. Züchterin und Ausstellerin war Maria Schwarz aus Miesbach. Die Reservesiegerin heißt Aileen v. Augartner – Alban. Die siebenjährige Haflingerstute stammt aus der Zucht und ist im Besitz von Egbert Bispinghoff (Werne). In der Alterklasse „Jungstute“ der drei- bis fünfjährigen Haflingerstuten gewann die fünfjährige Aurora v. Atlantik – Nobelius den Titel Bundessiegerstute. Aussteller und Züchter ist das Haflingergestüt Stange aus Edertal-Berghein in Hessen. Bundesreservesiegerstute wurde die dreijährige Bergfee v. Blickfang – Standschütz. Sie wurde vom Haflingerhof Karlsbad in Baden-Württembergischen gezogen und ausgestellt.

Bei den Edelbluthaflingern siegte in der Altersklasse „Altstute“ die neunjährige Overa K v. Niron – Silvano, ausgestellt und gezogen von Johann Kappelsberger im bayerischen Dietramszell. Vor zwei Jahren in München war sie noch Bundesreservesiegerstute. Diesen Titel erzielte nun die in Edewecht in Weser-Ems gezogene Filomena vor dem Moore von Sternfürst – Nebos II (Züchterin und Ausstellerin: Ina Kuhlmann). Die Altersklasse „Jungstute“ führte Harmonie, eine dreijährige Stute v. Armani Ass – Sandro, aus der Zucht und im Besitz von Markus Port aus dem bayerischen Honsolgen an. Den zweiten Platz belegte hier Himalaya. Die vierjährige Stute v. Nebos II– Alibaba wurde von Paul Grath aus Stiefenhofen/Bayern gezogen und auch in Münster ausgestellt. Ebenfalls prämiert wurde Schelma v. Alando – Amsterdam (Züchter: Peter Blick, Mosbruch, Aussteller: Eva und Christian Hofer, Zweibrücken) als Bundessiegerin der „dressurbetonten Stuten“.

Als Bundessiegerfamilie wurde bei den Haflingern die zehnjährige Stute Askhona (v. Askhan) mit ihren Töchtern Askhana (v. World-Cup) und Atlanta (v. Nordcup) aus der Zucht des Haflingergestüts Reimer aus Zarnewanz in Mecklenburg-Vorpommern herausgestellt. Die Reservefamilie stellte die Zuchtgemeinschaft Heym aus Wuppertal mit den drei Halbschwestern Augenweide (v. Allerdings), Ausnahme (v. Ahnenstolz) und A la Princess (v. Amadeus) aus der Mutter Mercedes von Mordskerl.

Insgesamt konnten 29 Stuten die FN-Bundesprämie mit nach Hause nehmen, da sie bei der FN-Bundesschau eine Endnote von 8,0 von den Richter erhalten und bereits eine Leistungsprüfung abgelegt haben.

Bewertet werden bei der Stutenschau jeweils die äußere Erscheinung und der Bewegungsablauf der Stuten auf den Schauringen. Eingeteilt wurden die Pferde zuvor je Rasse in verschiedene Alterklassen: dreijährige Stuten, vier- und fünfjährige Stuten, sechs- bis neunjährige Stuten sowie zehn- bis vierzehnjährige Stuten. Die besten zwei Stuten jeder Klasse wurden herausgestellt und prämiert und anschließend in der Gruppe „Jungstuten“, der drei- bis fünfjährigen und der Gruppe „Altstuten“, der sechs- bis achtjährigen, in Konkurrenz gestellt, um die jeweiligen Sieger- und Reservesiegerstuten zu ermitteln. „Es war eine tolle Veranstaltung hier in Münster, die sich für eine FN-Bundesschau dieser Art gut bewährt hat. Von allen Seiten gab es Lob für den Standort und vielen wünschen sich eine Wiederholung – das nächste Mal vielleicht auch für die Hengste“, sagte die stellvertretende Geschäftsführerin des Bereichs Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), Dr. Teresa Dohms-Warnecke.

Zusätzlich konnten die Pferde auch in Sportwettbewerben präsentiert werden. Alle Stuten, mussten sich allerdings auch dem jeweiligen rassespezifischen Schauwettbewerb gestellt haben. Allerdings kam nur eine Dressurpferdeprüfung zustande, die Springpferde- und Eignungsprüfung für Fahrpferde fiel mangels Nennung leider aus. „Das war sehr schade, denn die Qualität der Stuten war sehr gut, was auch die große Zahl an FN-Bundesprämien beweist“, so Dr. Teresa Dohms-Warnecke. „Zudem waren die meisten Stuten sehr sportlich und man sie hätte gerne in den Sportwettbewerben Springen und/oder Fahren gesehen.“

Das komplette Ergebnis der FN-Bundesstutenschau inklusive aller mit einer FN-Bundesprämie ausgezeichneten Stuten gibt es unter www.pferd-aktuell.de/haflinger

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