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27.04.2013 | 18:03 Uhr | Susanne Hennig

Weltcup-Finale Göteborg: Helen Langehanenberg piaffiert zum Titel

Bundestrainerin Monica Theodorescu: „Wir können eben doch noch siegen“

Göteborg (fn-press). Was für ein Weltcup-Finale! 30 Minuten musste Helen Langehanenberg und mit ihr das deutsche Team zittern. Würden ihre 88,196 Prozent mit Damon Hill in der Kür für den Sieg im Weltcup-Finale reichen – oder kann die niederländische Titelverteidigerin Adelinde Cornelissen das Ergebnis noch toppen? Riesenjubel brandete auf, als die große Konkurrentin 86,5 Prozent und damit Platz zwei erreichte. Nach 2007 gewann erstmals wieder ein deutsches Paar das Weltcup-Finale der Dressurreiter. Bundestrainerin Monica Theodorescu strahlte: „Wir können eben doch noch siegen“.

 

Die Kulisse ist ebenso einmalig wie beeindruckend. Im großen Oval der Göteborger Veranstaltungsarena „Scandinavium“ ragen 40 Sitzreihen steil nach oben. 12.000 Zuschauer jubeln, klatschen, kreischen. In einen solchen Hexenkessel mit kühlem Kopf einzureiten, ist an sich schon eine Spitzenleistung. Aber Nervenstärke zeichnet Helen Langehanenberg aus. Auf dem 13-jährigen westfälischen Hengst Damon Hill wuchs sie regelrecht über sich selbst hinaus. Mit unvergleichlicher Leichtigkeit und Eleganz absolvierte der Dunkelfuchs das Kürpensum, leistete sich keinen einzigen Fehler. Co-Bundestrainer Jonny Hilberath sagte: „Im Vergleich zum Grand Prix am Donnerstag war die Kür noch mal eine enorme Leistungssteigerung. Die Piaffen waren auf den Punkt gesetzt, die Übergänge fielen viel präziser aus.“ 88,286 Prozent lautete das Urteil der Jury. Als Helen Langehanenberg das Ergebnis hörte, war sie zunächst perplex. So hohe Noten hatte sie noch nie in einer internationalen Kür bekommen. „Ich habe erst allmählich realisiert, dass das vielleicht sogar der Sieg sein könnte. Die Zeit, bis Adelindes Ergebnis feststand, war super spannend. Jetzt bin ich regelrecht aus dem Häuschen“, strahlte die 31-Jährige, die für ihren Sieg mit 56.000 Euro Preisgeld belohnt wird.

Riesenfreude und Erleichterung versprühte auch Isabell Werth. „Ich habe mein Klassenziel erreicht.“ Mit ihrem Hannoveraner Don Johnson belegte sie den fünften Platz (80,429 Prozent). „Er war spitze, das war unser bestes Kürergebnis. Ich kann mit Don Johnson noch nicht das letzte Risiko eingehen, aber ich komme jetzt immer mehr ans Losreiten, das heißt seine Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit wird immer besser auf den Punkt abrufbar.“

Die zweitplatzierte Adelinde Cornelissen, die das Weltcup-Finale 2011 und 2012 gewonnen hatte, nahm die Niederlage sportlich hin. Ihr bewegungsstarker, 16-jähriger Wallach Parzival leistete sich zwar keine Fehler, aber die Leichtigkeit des Damon Hill gefiel den sieben Richtern offenkundig besser: 86,214 Prozent und damit knapp zwei Prozent weniger als die Siegerin. Zwei Jurymitglieder hatten die Niederländerin sogar nur auf den vierten Platz gesehen. Cornelissens Landsmann Edward Gal ritt den zwölfjährigen Glock’s Undercover auf Rang drei (84,446). Der Rappwallach, der mit Vater Ferro und Muttervater Donnerhall allerfeinstes Dressurblut vereint, besticht mit so taktreinen Piaffen, als würde das Pferd von einem Metronom gesteuert.

Auch dieses Weltcup-Finale ließ den Zuchtheroen Donnerhall hochleben: Der Oldenburger Stempelhengst stellte mit Damon Hill nicht nur den Sieger, sondern prägt auch etlicher andere Pedigrees, wie Don Johnson, Donnperignon (Anna Kasprazak) und Don Aurelio, den die Schwedin Tinne Vilhelmson-Silfven auf Platz vier ritt (82,661).

Am morgigen Sonntag gehen noch einmal die Springreiter im Scandinavium an den Start: An der finalen Prüfung werden nur noch zwei Deutsche teilnehmen: Hans-Dieter Dreher und Marcus Ehning. Meredith Michaels-Beerbaum will ihre Stute Bella Donna schonen. Das Paar rangiert an 17. Stelle – zu weit hinten, um noch Chancen auf eine gute Platzierung zu haben.

Ergebnisse: www.goteborghorseshow.com

 

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