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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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19.01.2015 | 14:00 Uhr | fn-press

FEI Weltcup Voltigieren: Doppelsieg für Deutschland

Thomas Brüsewitz, Torben Jacobs und Pia Engelberty siegen bei Partner Pferd in Leipzig

Leipzig (fn-press). Welch ein Ergebnis für die deutschen Voltigierer: Auf der vierten und letzten Qualifikationsetappe des FEI-Weltcups sicherten sich die Schützlinge um Bundestrainerin Ulla Ramge und Disziplintrainer Kai Vorberg gleich zwei Siege. Thomas Brüsewitz triumphierte hauchdünn bei den Herren, Pia Engelberty und Torben Jacobs souverän im Pas-de-Deux.


Es war unglaublich knapp: Zunächst wurde WEG-Bronzemedaillengewinner Erik Oese als Sieger der „Partner Pferd“ gekürt. Wenig später musste Hallensprecher Arnaud Petit korrigieren: Thomas Brüsewitz aus Garbsen hatte die letzte der vier Qualifikationsstationen der Winterserie für sich entschieden. In der Leipziger Messehalle eins rangierte der 20-Jährige nach zwei Kürumläufen mit gerade einmal 0,008 Zählern an der Spitze des Feldes. Mit Airbus – longiert von Irina Lenkeit – begeisterte er die ausverkaufte Leipziger Arena mit einer unglaublich dynamischen und technisch anspruchsvollen Darbietung, in der er sogar schon große Teile seines neuen Kürprogramms präsentierte und in der Addition beider Umläufe auf 8,686 Zähler kam. „Ich hätte nicht gedacht, dass es hier so gut läuft und bin sehr glücklich. Leipzig ist für mich die beste Weltcup-Station“, gab Brüsewitz im Anschluss zur Freude von Engarde-Chefveranstalter Volker Wulff zu Protokoll. Dabei war es nicht der erste Weltcup-Triumph für den Vierten der Weltreiterspiele. Bereits 2011 in Kiel hatte der zweifache Junioren-Europameister eine Weltcup-Station für sich entschieden. Mit den nun errungenen 15 Weltcup-Punkten zog er im Gesamtranking mit dem drittplatzierten Tschechen Lukas Klouda gleich und wird gemeinsam mit seinem Bruder Viktor Brüsewitz (Platz fünf in Leipzig/8,105) sowie Julian Wilfling (Untermeitingen), der mit zweiten Plätzen in München und Salzburg auftrumpfte, die Reise zum Finale beim „Fest der Pferde“ nach Graz (19. - 22. Februar) antreten.


Rang zwei in Leipzig ging an Wildcard-Teilnehmer Erik Oese. Der Gymnasiallehrer aus Moritzburg voltigierte nach nur einem Training auf Down Under – dem Pferd seines sächsischen Kollegen Daniel Kaiser – zu 8,678 Punkten. An der Longe stand wie gewohnt sein Trainer Andreas Bäßler. „Wir waren ohne Erwartungen nach Leipzig gereist und sind mit dem Ergebnis super zufrieden“, sagte der Lokalmatador aus dem Freistaat, der sein Technikprogramm des vergangenen Jahres zu einer Arie von Queen-Ikone Freddie Mercury in einer speziell auf den Weltcup zugeschnittenen Version verarbeitet hatte. Für die Sachsen wurde der Herrenwettbewerb zu einem großen Erfolg. Denn der Delitzscher Daniel Kaiser landete mit 8,4 Punkten – ebenfalls mit Down Under und Andreas Bäßler – auf Rang drei und sorgte somit für den deutschen Dreifach-Erfolg.


Bei den Damen überzeugte in erster Linie die Schweizer Meisterin Simone Jäiser. Mit 9,003 Punkten nach beiden Umläufen verwies sie die amtierende Weltcup-Siegerin Anna Cavallaro aus Italien auf Platz zwei (8,835). Rang drei blieb in Deutschland: Christine Kuhirt aus Haan beendete das Turnier mit Fuzzy, longiert von Stefan Lotzmann, mit 8,31 Punkten, was nun eventuell sogar für eine Teilnahme am Weltcup-Finale reichen könnte (ist aktuell abhängig von der FEI-Entscheidung zu ihrem Start in München, bei dem sie nach der ersten Runde verletzungsbedingt ausgeschieden ist). In Graz wird auf jeden Fall die Hamburgerin Kristina Boe die deutschen Farben vertreten, die auf ihrem Ersatzpferd Rockard an der Longe von Winnie Schlüter auf Rang fünf landete. Auch Corinna Knauf aus Köln, die in Paris Platz zwei holte, muss auf eine Teilnahme in Österreich verzichten. Die amtierende Deutsche Meisterin kuriert derzeit eine Handgelenksverletzung aus. Regina Burgmayr aus Ingelsberg kann ebenfalls nicht in Graz auflaufen. Die Bayerin hatte per Wildcard auf den Stationen in München und Salzburg insgesamt 20 Weltcup-Zähler erturnt – allerdings nur inoffiziell, da ihre Punkte nicht offiziell gewertet werden.


Einen großen Erfolg feierte die deutsche Equipe einmal mehr im Pas-de-Deux-Wettbewerb. Nach zwei österreichischen Siegen und einem britischen Triumph sorgten die Kölner Bundeskader-Athleten Pia Engelberty und Torben Jacobs für den ersten schwarz-rot-goldenen Sieg in der laufenden Serie. Auf ihrem Erfolgspferd Danny Boy, longiert von Patric Looser, deklassierten sie das Feld mit 8,856 Punkten und durchbrachen in Umlauf eins sogar die 9er-Marke (9,056). Mit fast einem ganzen Punkt Abstand folgten die Österreicher Stefan Csandl und Theresa Thiel (7,992) sowie die Niederländerinnen Carola und Esther Sneekes (7,928). Auch Engelberty und Jacobs können in Graz nicht um die Krone der Winter-Hallenweltmeisterschaft kämpfen. Engelberty, die derzeit in Innsbruck studiert, muss an besagtem Wochenende wichtige Examen-Prüfungen absolvieren. „Das ist sehr sehr schade, aber nicht zu ändern“, bedauerte die Vize-Weltmeisterin. „Wir hatten uns den ursprünglichen Termin für das Finale freigehalten. Leider fiel die Entscheidung, dass das Finale in Graz ausgetragen wird, erst sehr spät. Wir sind keine Profis und haben daher leider nicht so viel Freiraum in der Terminplanung wie die Kollegen anderer Disziplinen“, sagte Jacobs.

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