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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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15.07.2018 | 18:36 Uhr | Daniel Kaiser

CHIO Aachen: Deutscher Doppelsieg im Nationenpreis

Deutschland I und II setzen sich zum Abschluss der Voltigierwettbewerbe in Albert-Vahle-Halle an die Spitze der Länderwertung / Erster Pas-de-Deux-Sieg nach sieben Jahren

Aachen (fn-press). Zum Abschluss der Voltigierwettbewerbe im Rahmen des CHIO Aachen konnte die deutsche Mannschaft von Bundestrainerin Ulla Ramge (Warendorf) und Disziplintrainer Kai Vorberg (Sassenberg) noch einmal überzeugen. Im Nationenpreis setzte sich Deutschland I – bestehend aus dem Team Fredenbeck, Kristina Boe (Hamburg) und Jannik Heiland (Wulfsen) – gegen Deutschland II (Team NORKA des VV Köln-Dünnwald, Thomas Brüsewitz und Sarah Kay) durch.

Die Mannschaften aus Italien (23,506) und Österreich (24,482) hatten im Vorfeld auf die Auftritte der deutschen Athleten gut vorgelegt. Doch an die schwarz-rot-goldenen Voltigierer kamen die Pferdeakrobaten der anderen Nationen nicht heran. Wie schon im Vorjahr freuten sich die Schützlinge von Ulla Ramge nach einem spannenden Wettkampf über einen Doppelsieg.

Thomas Brüsewitz legte mit seiner Truman-Show-Kür auf dem Rücken von Danny Boy OLD – longiert von Patric Looser – eine Wertung von 8,422 Punkten vor. Sarah Kay kam mit Sir Valentin und Longenführerin Dr. Dina Menke auf 8,386 Zähler. Das Team NORKA des Voltigiervereins Köln-Dünnwald, das Deutschland in diesem Jahr bei den Weltreiterspielen in Tryon vertreten wird, glänzte mit einer nahezu fehlerfreien Darbietung auf dem Rücken von Picardo (Longe: Patric Looser) und trug 8,671 Punkte zum Gesamtergebnis bei. Damit kam Deutschland II auf 25,479 Punkte.

Im Anschluss legte zunächst Kristina Boe, die sich gestern ihren zweiten CHIO-Sieg gesichert hatte, mit starken 8,756 Punkten vor. Auf dem Rücken von Don de la Mar, longiert von Winnie Schlüter, ließ die 30-jährige Unfallchirurgin vom Reit- und Fahrverein Kirchwärder einmal mehr dynamische Höchstschwierigkeiten spielerisch leicht aussehen. Für das Noten-Highlight des Tages sorgte Jannik Heiland mit Dark Beluga und Longenführerin Barbara Rosiny. Der 25-Jährige aus Wulfsen kam mit seiner Interpretation des Pianisten zu herausragenden 9,011 Punkten. Den Schlusspunkt des Tages setzte das Team Fredenbeck. Die Mannschaft vom Landesverband Hannover kam bei ihrer Aachen-Premiere auch im Nationenpreis ohne Fehler durch das Programm. Für die Choreografie zum Thema „Faust“ kassierten die Voltigierer mit ihrer Trainerin und Longenführerin Gesa Bührig und ihrem Pferd Wizaro 8,509 Punkte. Das machte in der Totalen 26,276 Punkte für Deutschland I – und bedeutete somit den Sieg.

Bundestrainerin Ramge zeigte sich überaus zufrieden mit den Leistungen ihrer Schützlinge. „Ich freue mich riesig über unseren erneuten Doppelsieg. Das ist absolut nicht selbstverständlich, auch hier in Aachen nicht. Da muss alles passen und es geht um jeden Galoppsprung. Es ist jedes Mal wieder spannend. Ich denke, wir sind hervorragend aufgestellt für die Weltreiterspiele.“

Grund zum Jubel gab es aus deutscher Sicht schon zum Auftakt des Wettkampftages in der Soers. Am Vormittag hatten die Doppel-Paare im zweiten und somit finalen Wertungsdurchgang in der Albert-Vahle-Halle ein wahres Feuerwerk an Voltigierkunst präsentiert. Und erstmals seit sieben Jahren stand in Aachen wieder einmal ein deutsches Duo auf dem obersten Podest. Seit 2012 war der Sieg in dieser Kategorie an Großbritannien, die USA, Italien und dreimal nach Österreich gegangen. Nun freuten sich Theresa-Sophie Bresch und Torben Jacobs über Gold in der Soers. Die Athleten vom VV Köln-Dünnwald hatten anno 2011 im Übrigen auch für den letzten schwarz-rot-goldenen CHIO-Triumph gesorgt. Nach einem bislang durchwachsenen Sommersaison-Verlauf absolvierten die amtierenden Weltcup-Sieger beide Durchgänge auf ihrem Pferd Danny Boy OLD – longiert von Alexandra Knauf – ohne Fehler. Nach der gestrigen Wertung von 8,63 Punkten konnten sich die Deutschen mit ihrer Kür zu spanischen Klängen noch einmal deutlich steigern und verbuchten heute als einziges Pas-de-Deux mit 9,066 eine Wertung über der magischen Grenze von neun Punkten (gesamt 8,848).

Torben Jacobs zeigte sich sehr zufrieden. „So richtig glauben können wir es nicht. Das ist viel mehr als wir uns erhofft hatten. Wir hatten uns als Ziel gesetzt, einfach nur unsere Trainingsleitung bestmöglichst abzurufen, harmonisch und sauber zu sein und vor allem Ausruck und Stimmung in die Halle zu bringen. Ich glaube, das haben wir geschafft. Dass es dann auch noch für den Sieg gereicht hat, ist genial.“ Auch Bresch war glücklich: „Ich glaube, heute hat es noch besser gewirkt. Dabei war es für uns auf dem Pferd etwas schwieriger. Wir mussten noch mehr arbeiten und haben alles gegeben und sind noch mehr über uns hinausgewachsen. Als ich unten war, wusste ich, dass es eine gute Kür war und dass wir nicht mehr hätten rausholen können.“

Damit verwiesen die Rheinländer die Vorjahres-Sieger Lorenzo Lupacchini und Silvia Stopazzini auf Platz zwei. Die amtierenden Europameister beendeten den CHIO mit 8,72 Punkten. Über Platz drei freuten sich Timo Gerdes und Jolina Ossenberg-Engels. Die Westfalen voltigierten mit Caram OE und ihrer Longenführerin Claudia Döller-Ossenberg-Engels zu insgesamt 8,478 Punkten. Platz vier sicherten sich die Neusser Janika Derks und Johannes Kay. Die Mitfavoriten auf den Sieg verbuchten im ersten Durchgang auf Dark Beluga (Longe: Barbara Rosiny) einige Patzer und beendeten das Turnier mit der Wertung 8,22.

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