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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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16.07.2017 | 20:32 Uhr | fn-press

CHIO Aachen: Deutscher Doppelsieg im Nationenpreis

Deutschland I und II setzen sich zum Abschluss der Voltigierwettbewerbe in Albert-Vahle-Halle an die Spitze der Länderwertung

Aachen (fn-press). Zum Abschluss der Voltigierwettbewerbe im Rahmen des CHIO Aachen konnte die deutsche Mannschaft von Bundestrainerin Ulla Ramg (Warendorf) und Disziplintrainer Kai Vorberg (Sassenberg) noch einmal überzeugen. Im Nationenpreis setzte sich Deutschland II – bestehend aus dem RSV Neuss-Grimlinghausen, Janika Derks (Dormagen) und Kristina Boe (Hamburg) – gegen Deutschland I (Team NORKA des VV Köln-Dünnwald, Sarah Kay, Erik Oese) und Italien durch.

Die Mannschaft aus Italien um die dreimalige Weltcup-Siegerin Anna Cavallaro hatte mit insgesamt 25,531 Punkten sehr gut vorgelegt. Im Anschluss folgte das Team Deutschland II, das aus Janika Derks, Kristina Boe und dem RSV Neuss-Grimlinghausen bestand. Schon Janika Derks legte die Messlatte für die Konkurrenz extrem hoch. Für ihre Katzen-Kür auf Auxerre, longiert von Elisabeth Simon, kassierte die 27-jährige Physiotherapeutin 8,79 Punkte. Dies sollte in diesem Nationenpreis bis zum Ende die höchste Note der Einzelvoltigierer bleiben. Unfallchirurgin Kristina Boe legte anschließend mit ihrer Star-Wars-Choreografie mit 8,783 Zählern nach. Es folgte eine nahezu fehlerfreie Mannschafts-Vorstellung des RSV Neuss-Grimlinghausen mit Delia FRH und Elisabeth Simon an der Longe zum Kürthema „Alice im Wunderland“. Dafür zückte das vierköpfige Richtergremium mit 9,035 zum ersten (und einzigen) Mal an diesem Wochenende eine Wertnote jenseits der magischen Schallmauer von neun Punkten. Damit kam Deutschland II in der Gesamtwertung auf 26,608 Punkte und setzte die interne Konkurrenz, die anschließend im Zirkel der Albert-Vahle-Halle einlief, gehörig unter Druck.
Sarah Kay aus Münster, die nach ihren Leistungen im Normalumlauf in Aachen erstmals seit 2012 wieder für ein Championat nominiert wurde, legte mit ihrer Kür zum Thema Smaug (Drache aus dem Kinofilm „Der Hobbit“) auf dem Rücken von Sir Valentin (Longe: Dina Menke) eine Wertung von 8,69 Punkten vor. Erik Oese, der nach den Weltreiterspielen 2014 erstmals wieder im deutschen Championatsaufgebot für die EM Anfang August im österreichischen Ebreichsdorf steht, kam auf 8,677 Zähler. Das Team NORKA schloss auf dem Ersatzpferd Picardo – longiert von Patric Looser – das diesjährige CVIO mit 8,845 Punkten ab. Das waren summa summarum 26,212 Punkte und somit Platz zwei für Deutschland I.
„Das ist ein echtes Wunder für uns. Wir wussten, dass unsere Kür cool ist und Spaß macht aber mit diesem Ergebnis haben wir nicht gerechnet“, sagte das Neusser Teammitglied Pauline Riedl. Kristina Boe hatte schon im Vorfeld den Sieg anvisiert: „In diesem Jahr waren die Mannschaften sehr ausgeglichen. Darum haben wir schon bei der Mannschaftszusammenstellung beschlossen, dass wir kämpfen werden.“
Ein wenig Enttäuschung hingegen gab es bei den Kölner Athleten. „Ja, etwas enttäuscht sind wir schon“, gab Justin van Gerven zu, einer der vier Männer im Team NORKA. „Aber am Ende haben wir trotzdem eine super Leistung abgeliefert und es waren Kleinigkeiten, die uns trennten.“
Bundestrainerin Ramge konnte zufrieden sein mit ihren Schützlingen: „Alle haben gezeigt, dass sie super Nerven haben. Auf keinem Turnier der Welt herrscht eine solche Atmosphäre wie hier beim CHIO Aachen. Wer hier gut ist, ist überall gut.“

Richtig gut waren zum Auftakt des abschließenden CHIO-Voltigiertages auch die Doppelvoltigierer mit ihren finalen Küren. Alle vier hochkarätigen Paarungen konnten im zweiten Umlauf in der Albet-Vahle-Halle mit ausgezeichneten Leistungen überzeugen. Am Ende gingen die Plätze zwei und drei nach Deutschland. Dabei wechselten sich Torben Jacobs und Theresa-Sophie Bresch aus Köln mit Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes aus Neuenrade ab. Jacobs und Bresch landeten mit Holiday on Ice (Longe: Alexandra Knauf) auf Rang zwei in Runde eins und Platz drei in der zweiten Kür. Ossenberg-Engels und Gerdes machten es auf Caram (Longe: Claudia Döller-Ossenberg-Engels) andersherum und überzeugten mit einer starken Wertung von 8,613. Am Ende hatten Jacobs und Bresch mit ihrer „Bonnie und Clyde“-Kür knapp die Nase vorn. Sie sammelten in der Gesamtwertung 8,473 Punkte, Ossenberg-Engels und Gerdes kamen auf 8,448 Zähler. „Torben und Theresa waren auf ihrem Reservepferd am Start“, berichtete Ramge, „Timo und Jolina haben ein ganz neues Pferd und steigern sich derzeit von Prüfung zu Prüfung. Wir haben mit unseren beiden Championats-Paarungen also allen Grund, zufrieden zu sein.“
Auf Platz vier landete das österreichische Duo Theresa Thiel und Stefan Csandl, die CHIO-Sieger der Jahre 2013, 2014 und 2016. Der Sieg ging mit der Traumnote von 8,933 (gesamt 8,757) an die amtierenden Weltcup-Sieger Silvia Stopazzini und Lorenzo Lupacchini aus Italien. FN/Daniel Kaiser

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