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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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08.06.2019 | 19:00 Uhr | Uta Helkenberg

Wiesbaden: Jung und Sommer in der Vielseitigkeit vorne

Jerôme Robiné gewinnt Sonderwertung des U25-Förderpreises

Wiesbaden (fn-press). Michael Jung und Star Connection sind die Sieger der zweiten Station der Event Riders Masters 2019 im Rahmen des Longines PfingstTurniers Wiesbaden. Zum fünften Mal stand der der zweimalige Olympiasieger aus Horb in der Vielseitigkeit im Biebricher Schlosspark auf dem obersten Treppchen. In der offenen CCI4*-S-Vielseitigkeitsprüfung – Veronika Dyckerhoff Gedächtnis-Preis –setzte sich Josefa Sommer aus Immenhausen mit Hamilton an die Spitze und auch der Sieg in der Sonderwertung des U25-Förderpreises blieb mit dem Darmstädter Jerôme Robiné und Guccimo R in Hessen.

Es war ein erfolgreiches Wiedersehen mit Michael Jungs Star Connection. Bereits 2017 gingen Jung und der ehemalige Weltmeister der jungen Vielseitigkeitspferde im Schlosspark an den Start und wurden damals Dritte in der „offenen“ Wertung. Nachdem zuletzt sein Schüler Pietro Grandis aus Italien den braunen Hannoveraner in Marbach und Radolfzell gestartet hatte, nahm der Reitmeister nun selbst wieder Platz in dessen Sattel. Mit nur 22,2 Minuspunkten nach der Dressur und einem fehlerlosen Springen konnte sich das Paar im Gelände sogar etwas Zeit lassen. Drei Sekunden waren es am Ende, die Jung und Star Connection über der erlaubten Zeit ins Ziel kamen und sich damit unangefochten den Sieg sicherten (Endstand 23,4). „Das war heute einfach genial. Es sah so aus, als ob die beiden vor 14 Tagen ihre letzte gemeinsame Prüfung geritten hätten“, sagte Bundestrainer Hans Melzer begeistert.

Schnell und in der erlaubten Zeit beendeten der Australier Christopher Burton und Lawtown Chloe die Geländestrecke im Schlosspark. Noch bis Mai vergangenen Jahres saß Anna Siemer im Sattel der Holsteiner Stute. „Eigentlich hat sie die ganze Arbeit gemacht, ich musste nur draufsitzen und steuern“, bedankte sich Burton direkt nach dem Geländeritt. 28,3 Minuspunkte bedeuteten Platz zwei für ihn.

Eine Achterbahnfahrt erlebte Vorjahressiegerin Ingrid Klimke. Nach einer Rekorddressur von nur 16,4 Minuspunkten mit SAP Hale Bob OLD fiel die Europameisterin und WM-Dritte im Springen zunächst auf Platz sechs zurück. Einen Abwurf hatte sie „gut“, doch dieser Vorsprung war gleich am ersten Sprung verbraucht. Danach fielen noch zwei Mal die Stangen. Im Gelände war das Paar dann gewohnt souverän unterwegs und kam ohne Fehler ins Ziel: 28,4 Minuspunkte, Platz drei. Kleiner Trost: Noch am Vormittag vor dem Geländeritt konnte die Reitmeisterin mit einem persönlichen Bestergebnis die Qualifikation für die Grand Prix Kür mit Franziskus für sich entscheiden.

Burton, Klimke und die Britin Sarah Cohen, Siegerin des Jahres 2017, waren allerdings die Einzigen, die den rund 3.000 Meter langen Kurs durch den Schlosspark ohne Zeit- und Hindernisfehler absolvierten. Besonderes Pech hatte Andreas Ostholt (Warendorf), der mit der Geländerunde seine langjährige Sportpartnerin Pennsylvania verabschiedete. Noch vor Kurzem wurde die 19-jährige Hannoveraner Stute Zweite in der Vier-Sterne-Prüfung in Sopot und gebärdete sich in der Startbox wie eine ganze Junge. Eine Verweigerung an Hindernis sieben machte die berechtige Hoffnung auf einen Podiumsplatz zum Abschluss einer erfolgreichen Karriere allerdings zunichte.

Die nach Dressur und Springen in Führung liegende Julia Krajewski (Warendorf) verzichtete auf einen Start aufs Gelände, da sie mit ihrem Pferd Samourai du Thot am kommenden Wochenende den Start in der Deutschen Meisterschaft in Luhmühlen plant.

Josefa Sommer gewinnt Veronika Dyckerhoff Gedächtnis-Preis
Aufgrund der begrenzen Startplätze der Event Riders Masters-Serie ritt ein Teil der Vielseitigkeitsreiter in Wiesbaden um den Veronika Dyckerhoff Gedächtnis-Preis. Als Siegerin dieser Abteilung ging Josefa Sommer mit Hamilton hervor. Die EM-Zwölfte von 2017 drehte die schnellste Geländerunde ihres Starterfeldes und beendete die Prüfung mit 36,1 Minuspunkten. „Es sind viele Wendungen in der Strecke gewesen und die Sprünge sind nicht gerade niedrig, zumal man nicht so ins Galoppieren kommt wie auf weiteren Kursen, aber das macht Wiesbaden aus.", sagte die 36-Jährige. Schon als sie durchs Ziel ritt, riss die den Arm hoch und jubelte. Dabei ahnet sie noch nicht, dass sie gewonnen hatte. Denn Dirk Schrade, der letzte Startern nach ihr und der Einzige, der ihr den Sieg noch hätte streitig machen können, hatte nach zwei Verweigerungen aufgegeben.

Zweiter wurde mit zehn Punkten Abstand Jerôme Robiné mit dem Oldenburger Guccimo R. Der 21-jährige Sportsoldat, der seit letztem Sommer der Warendorfer Perspektivgruppe Vielseitigkeit angehört, gewann damit gleichzeitig die Sonderwertung des U25-Förderpreises Vielseitigkeit. Auf dem dritten Platz landete mit 51,0 Minuspunkten Peter Thomsen (Lindewitt) mit der Holsteiner Schimmelstute Charisma Th.

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