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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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26.05.2019 | 13:15 Uhr | Uta Helkenberg

Preis der Besten Vielseitigkeit: Die "Besten" im Busch

Fernandez, Schaaf und Neumann sichern sich die Titel

Warendorf (fn-press). Die Besten im Busch heißen Maya Marie Fernandez bei den Ponyvielseitigkeitsreitern, Anna Lena Schaaf bei den Junioren und Anais Neumann bei den Jungen Reitern.  

Nach dem Motto „Drei, Zwei, Eins – meins“ arbeitete sich bei den Ponyvielseitigkeitsreitern Maya Marie Fernandez mit ihrem Kick an die Spitze des in diesem Jahr sehr kleinen Starterfeldes . Nach der Dressur noch Dritte, rückte sie mit einer Nullrunde durch das von Karl-Heinz Nothofer gebaute Gelände auf den zweiten Platz vor und landete zuletzt trotz eines Abwurfs im Springen auf Platz eins. Schon im Nationenpreis in Marbach hatte die 14-Jährige aus dem hessischen Weiterstadt als beste Deutsche abgeschnitten und bekräftigte diese Leistung nun auch beim „Preis der Besten“. Das Nachsehen hatte – wie auch schon in Marbach ihre hessische Mitstreiterin Nicoletta Massmann aus Bad Homburg. Sie lag mit ihrem Pony Majestro nach Dressur und Gelände in Führung, verpasste aufgrund von 37 Strafpunkten im Springen jedoch den Sprung aufs Treppchen und wurde Vierte.

Dort standen neben der Siegerin Fernandez am Ende auch die 15-jährige Jette Lakeberg aus Hude, die mit Nadeshi als Einzige den Parcours fehlerfrei bewältigte und damit Silber gewann. Auf dem Bronzerang landete Charlotte Schulze Zurmussen mit Pascal S.W. aus Everwinkel.

Insgesamt blieben von zwölf gestarteten Paaren acht in der Wertung. „Es gibt im Moment einfach wenig Ponyreiter an der Spitze. Dafür es gibt es einige Gründe, beispielsweise der doch höhere Trainings- und Zeitaufwand im Vergleich zu den Spezialdisziplinen. Glücklicherweise kommt aber von unten einiges nach. Wir brauchen dennoch neue Konzepte, um diejenigen, die den Sport ernsthaft betreiben wollen, noch besser zu betreuen“, sagte Bundestrainer Fritz Lutter.

Der von der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport gestiftete Stilpreis ging an Sophia Rössel aus Mayen und Camillo WE. Das Paar hatte zwar einen rabenschwarzen Tag in der Dressur erwischt, machte dies aber durch eine schnelle und sichere Runde durch das Warendorfer Gelände wieder wett. In der Gesamtabrechnung wurden sie Sechste. 

Bann gebrochen: Anna Lena Schaaf gewinnt bei den Junioren
Ein Abwurf brachte die Entscheidung bei den Junioren. Nicht Titelverteidiger Calvin Böckmann (Lastrup) mit Altair de la Cense machte das Rennen, sondern die Deutsche Juniorenmeisterin Anna Lena Schaaf aus Voerde. „Eigentlich ist der Preis der Besten mein ‚Hass-Turnier‘. Ich war immer schlecht hier“, sagte Anna Lena Schaaf lachend nach ihrem Sieg. Nach Dressur und Geländeritt noch Zweite, kassierte sie im abschließenden Springen lediglich eine Strafsekunde. „Gewollt war das natürlich nicht. Aber wenn ich sie zu schnell reite, wird sie zu flach und dann kommt der Fehler“, sagte sie. Calvin Böckmann, der gerade noch in Marbach im Juniorennationenpreis die Team- und Einzelwertung gewinnen konnte, wurde Zweiter. 

Von Anfang an auf Bronze programmiert war Greta Busacker (Münster), die mit Scrabble diesen Platz dank einer Nullrunde im Springen auch bestätigte. Mit ihrem Championatspferd Coco Maurice musste sie dagegen nach drei Verweigerungen ausscheiden. Insgesamt waren fünf Reiter mit zwei Pferden am Start, schieden jedoch im Gelände mit jeweils einem davon aus. "Das war bei einigen schon sehr untypisch, bei anderen dagegen sind ähnliche Fehler schon einmal vorgekommen", sagte Bundestrainerin Julia Krajewski, die in großen Teilen mit dem Ergebnis sehr zufrieden war. "Wir haben viele tolle Runden gesehen, aber auch erlebt, dass einige noch etwas damit zu kämpfen haben, dass es jetzt ernst wird in Richtung Europameisterschaften." 

Der Stilpreis ging in dieser Altersklasse an Konstantin Harting (Königswinter) mit Cigaline. 

Anais Neumann krönt Junge-Reiter-Zeit mit Besten-Titel
Es war eigentlich ein Start-Ziel-Sieg für Anais Neumann mit Pumuckl E bei den Jungen Reitern. Nur leider mit kleinen Hindernissen. Denn bevor die Psychologie-Studentin aus Nürmbrecht mit ihrem Dressur-Sieger zum Gelände antrat, war sie mit ihrer Stute Inka van de Vrobiehoeve an der Reihe. An einem Graben endete ihre Reise vorzeitig, die Reiterin musste unfreiwillig aus dem Sattel. „Es hast eigentlich gut angefangen“, sagte sie. Mit einer souveränen Nullrunde mit Pumuckl E machte sie das Pech wieder wett. Am Sonntagmorgen klappte es mit dem Reiten aber besser als mit dem Gehen. Der Sieg war dann Teamwork: „Emma Brüssau hat mein Pferd in der Verfassungsprüfung vorgetrabt, die Voltigierer haben mein Bein getapet und die anderen Reiter haben mir genau erklärt, wie ich im Parcours reiten muss“, berichtete sie. Das klappte so gut, dass eine Nullrunde dabei heraussprang und mit ihr der Titel der Besten als krönender Abschluss einer erfolgreichen Junioren- und Junge-Reiter-Zeit.

Ebenfalls fehlerfrei blieb die Deutsche Meisterin Emma Brüssau im Parcours, musste mit Dark Desire GS allerdings zwei Zeitfehler in Kauf nehmen. Auch im Gelände hatte sich die Schriesheimerin etwas Zeit gelassen. Sie war gerade erst von einem Trainingsaufenthalt in England zurückgekehrt, wo sie in Floors eine Drei-Stern-Prüfung für sich entscheiden konnte. „Die Strecke in England und hier sind nicht vergleichbar, dort kam ‚Desiree‘ viel mehr ins Galoppieren. Auf so einem Waldkurs wird sie manchmal etwas stark“, sagte sie und kündigte an: „Bei der Deutschen Jugendmeisterschaft werden wir wieder angreifen.“ Für ihren Geländeritt wurde sie mit dem von der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport vergebenen Stilpreis ausgezeichnet.

Auf dem Bronzerang landete Brandon Schäfer-Gehrau mit Fräulein Frieda. Der Düsseldorfer, der am DOKR eine Ausbildung zum Pferdewirt absolviert, war einer von zweien, denen eine Nullrunde im Gelände gelang. Zum Abschluss kamen allerdings zwei Abwürfe im Parcours hinzu. Hb

Ergebnisse unter: www.pferd-aktuell.de/preis-der-besten und www.fn-erfolgsdaten.de.

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