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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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16.06.2019 | 14:00 Uhr | Uta Helkenberg

Vielseitigkeit Luhmühlen: Tim Price gewinnt CCI5*-L

Andreas Ostholt auf Platz elf

Luhmühlen (fn-press). Sieger der Fünf-Sterne-Prüfung (CCI5*-L) bei den Longines Luhmühlen Horse Trials ist Tim Price. Die neuseeländische Nummer eins der Weltrangliste setzte sich mit Ascona M. gegen die Briten Tom McEwen und Alexander Bragg durch. Andreas Ostholt (Warendorf) wurde mit Corvette Elfter.

Es war kein Start-Ziel-Sieg für den Neuseeländer, denn in der Dressur musste er sich noch knapp dem Japaner Kazuma Tomoto geschlagen geben. Dieser schied jedoch auf der rund 6.400 Meter langen Geländestrecke des Longines CCI5*-L aus. Im Springen sorgten dann die Fehler von Price' Verfolgern für den notwendigen Vorsprung. So konnte sich Price trotz Zeitfehlern den Sieg sichern. Neun Sekunden zu langsam - im letzten Jahr wären dies laut Reglement noch neun Strafpunkte gewesen - jetzt schlugen sie nur noch mit 3,6 Minuspunkten (9 x 0,4) zu Buche. So stand der Neuseeländer mit einem Endstand von 31,4 Minuspunkten zum zweiten Mal nach 2014 und nur ein Jahr nach seiner Frau Jonelle Price in Luhmühlen auf dem obersten Treppchen. Sein Pferd, die Holsteiner Stute Ascona M (v. Cassaro) aus der Zucht von Karl-Jochen Maas aus Südermarsch, hat er 2017 von seiner Frau übernommen. „Leider hat sie im Moment selbst kein Pferd für Luhmühlen, aber sie verfolgt meine Ritte von zuhause im Livestream - das hoffe ich zumindest“, sagte Price mit einem Schmunzeln. Fehlerfrei, nur drei Sekunden zu langsam beendete der Brite Tom McEwen den Parcours mit Figaro van het Broekxhof, genannt mit Mr. Big („Ich kann den eigentlichen Namen nicht aussprechen“).

McEwen rückte damit auf Platz zwei vor, zu Lasten seines Landsmanns Alexander Bragg mit Zagreb. Nach Dressur und Gelände noch Zweiter kostete Bragg ein Abwurf sogar den möglichen Sieg. „Die Zeit war sehr knapp bemessen. Mit meinem Ritt wollte ich Tim Price unter Druck setzen, dabei ist der Fehler passiert. Das ist etwas enttäuschend. Denn natürlich wollte ich - wie wir alle - gerne gewinnen, aber ich bin sehr stolz darauf, auf dem Podium zu sein“, sagte er.

Von den 33 Teilnehmern am CCI5*-L beendete ein Drittel die Prüfung in Wertung. Darunter auch der Warendorfer Hauptfeldwebel Andreas Ostholt. Der ehemalige Deutsche Meister ließ im Parcours alle Stangen liegen, kassierte aber Zeitfehler, die ihm am Ende einen Platz in den Top Ten kosteten. Mit einem Endstand von 43,6 Minuspunkten landete er mit der westfälischen Stute Corvette (v. Chacco-Blue) auf Platz elf. „Mein Fokus lag eindeutig auf einer fehlerfreien Runde. Wenn ich unter den ersten Fünf gewesen wäre, hätte ich wahrscheinlich mehr riskiert. Aber es ging mir hier auch im Gelände darum, eine korrekte, geplante Runde zu zeigen“, sagte er.

Der zweite deutsche Starter, der frühere Luhmühlen-Sieger Andreas Dibowski, war mit FRH Butts Avedon bereits im Gelände ausgeschieden.

Ergebnisse unter www.luhmuehlen.de

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