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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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16.06.2019 | 18:35 Uhr | Uta Helkenberg

DM Luhmühlen: Krajewski verteidigt Titel

Silber für Ingrid Klimke und Bronze für Dirk Schrade

Luhmühlen (fn-press). Die alte und neue Deutsche Meisterin Vielseitigkeit heißt Julia Krajewski. Wie im Vorjahr verwies die Warendorferin ihre Championatskollegin Ingrid Klimke (Münster) auf den Vize-Rang. Mit Platz drei sicherte sich Dirk Schrade aus Heidmühlen seine erste DM-Medaille. Ausgetragen wurde die DM als internationale Vier-Sterne-Kurzprüfung CCI4*-S im Rahmen der Longines Luhmühlen Horse Trials.

Es war ein Finish, das an Spannung kaum zu überbieten war. Von der Dressur an lieferten sich die beiden Top-Vielseitigkeitsreiterinnen ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel. Nur ein Zehntel Abstand trennte Krajewski von Klimke vor dem Geländeritt, den sie ebenfalls ohne Zeit- und Hindernisfehler bewältigten. Das Springen erfolgte traditionell in umgekehrter Reihenfolge der Ergebnisse. Danach war Ingrid Klimke die erste der beiden, die mit ihrem erst achtjährigen Nachwuchspferd Asha P an den Start musste: Nullrunde! Das setzte die führende Julia Krajewski gewaltig unter Druck. Doch auch sie behielt die Nerven und kam mit ihrem Samourai du Thot ebenfalls ohne Fehler ins Ziel. „Ich könnte mir kein besseres Pferd vorstellen, um mit 0,1 Vorsprung ins Springen zu gehen. Da weiß ich, was ich an ihm habe, denn er will einfach keinen Fehler machen“, sagte Julia Krajewski, gab aber zu. „Der Druck war schon hoch. Ich habe Asha springen sehen und bei jedem Sprung gedacht, okay, die macht heute keinen Fehler.“ Ingrid Klimke ergänzte: „Es macht wirklich Spaß, sich mit Julia ein Kopf-an-Kopf-Rennen zu liefern. Als Julia und ich geritten sind, war es mucksmäuschenstill! Schon nach den ersten Sprüngen habe ich mich sehr über Asha gefreut, weil sie so locker gesprungen ist. Ich bin sehr stolz, dass ich so dicht hinter Julia auf dem Podium stehe.“

„Mein Springen heute war sicher nicht das schönste. Drei oder vier Mal sind wir an die Stangen gekommen, aber zum Glück ist alles liegengeblieben“, sagte Dirk Schrade. „Ich wollte hier abliefern und das ist uns gelungen. Unteam de la Cense hat super mitgearbeitet. Die drei Sekunden, die uns im Gelände zur Nullrunde fehlten, habe ich selbst verbummelt“, so der gebürtige Schwabe. Dank seiner Nullrunde mit Unteam de la Cense konnte der Mannschaftsolympiasieger und -weltmeister zwei Plätze gutmachen und sich seine erste DM-Medaille sichern. Erfreut über Schrades Rückkehr an die Spitze äußerte sich Bundestrainer Hans Melzer. „Ich freue mich, dass er sich nach der Verabschiedung von Hop and Skip wieder ein Pferd für den Spitzensport aufbauen konnte“, sagte er.

Das Nachsehen hatten Schrades Landsleute Michael Jung und Felix Etzel. Jung, der mit gleich drei Pferden in Luhmühlen am Start war, verpasste mit seinem Nachwuchspferd Highlighter mit zwei Abwürfen einen Podiumsplatz und wurde Sechster. Und auch der 25-jährige Sportsoldat Felix Etzel, der als Mitglied der Perspektivgruppe Vielseitigkeit in Warendorf lebt, konnte seine gute Ausgangsposition – Platz vier nach Dressur und Gelände – nicht halten. Er kassierte ebenfalls acht Strafpunkte im Springen und landete am Ende auf Platz elf.

„Für den Ausschuss Vielseitigkeit haben Luhmühlen und die DM einen besonderen Stellenwert, weil wir hier alle deutschen Reiter einmal im direkten Vergleich erleben können“, sagte Bundestrainer Hans Melzer. Traditionell wird im Anschluss an das Turnier die Longlist für das anstehende Championat aufgestellt. In diesem Jahr ist die Liste besonders lang, denn zu den Europameisterschaften vom 28. August bis 1. September in Luhmühlen darf Deutschland als Gastgeber die doppelte Anzahl an Reitern stellen.

Nils Trebbe gewinnt Sonderwertung im U25-Förderpreis
Nicht nur der Deutsche Meister wurde im Rahmen des CCI4*-S ermittelt, auch die U25-Nachwuchsreiter konnten im Rahmen des U25-Förderpreises wichtige Serienpunkte sammeln. Den Sieg in der Sonderwertung trug der 25-jährige Nils Trebbe mit Montina davon. Dank eines fehlerfreien, nur Sekunden zu langsamen Geländeritts und eines fehlerfreien Springes belegte er am Platz 17 in der Gesamtwertung und Platz elf in der DM-Wertung.

Bereits vor zwei Jahren konnte Trebbe mit Montina einmal die Sonderwertung in Wiesbaden gewinnen, der zweite Streich folgte nun bei seiner Luhmühlen-Premiere. Sein Erfolg basiert nicht zuletzt auf seinem neuen Lebensumfeld. Der ehemals erfolgreiche Junge Reiter ist seit geraumer Zeit als Bereiter im Stall Auffarth angestellt. „Die Möglichkeit, bei Sandra zu trainieren ist toll. Es ist fantastisch, wie sich hier alle unterstützen und wenn wir gemeinsam als Team losfahren“, schwärmte er. Täglich reitet er sechs bis acht Pferde, darunter auch viele Springpferde. „Das ist sehr abwechslungsreich, vor allem weil ich auch viel zu Turnieren fahren kann“, sagte er. Seine Ziele: Irgendwann als Quereinsteiger die Prüfung zum Pferdewirt ablegen und sich im Spitzensport fest etablieren.

Die Plätze zwei und drei der Sonderwertung belegten Hanna Knüppel (Kisdorf) mit Carismo und Johannes Hayessen (Eyendorf) mit By My Side.

Ergebnisse unter www.luhmuehlen.de

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