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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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14.10.2018 | 18:15 Uhr | Uta Helkenberg

Boekelo: Deutsches Team gewinnt Nationenpreis

Krajewski gewinnt Einzelwertung / Deutschland wird Dritter in der Nationpreisserie

Boekelo/NED (fn-press). Die deutsche Mannschaft hat beim renommierten Vielseitigkeitsturnier in Boekelo den Nationenpreis vor Großbritannien und Schweden gewonnen und konnte sich damit auch den dritten Platz in der Nationenpreis-Gesamtwertung sichern. Siegerin in der Einzelwertung des CCIO3* ist Julia Krajewski (Warendorf) mit Samourai du Thot.

Erst Waregem, nun auch Boekelo: Julia Krajewski und ihr Olympiapferd Samourai du Thot beendeten die Prüfung in Boekelo mit ihrem Dressurergebnis und trugen mit ihrem Endstand von nur 22,5 Minuspunkten maßgeblich zum deutschen Nationenpreissieg bei. Gleichzeitig zogen sie damit in der Einzelwertung an Tim Lips vorbei, der nach Dressur und Gelände noch hauchdünn in Führung gelegen hatte. Der Niederländer wurde mit 27,2 Minuspunkten Dritter. Wegen eines Abwurfes im Springen musste er auch noch der Britin Laura Collett mit London (24,7) den Vortritt lassen.

Fürs deutsche Team ritten neben Krajewski auch Dirk Schrade (Heidmühlen) mit Unteam de la Cense und sein Stallkollege Ben Leuwer mit BGS Urlanmore Prince. Beide blieben im Gelände fehlerfrei. Im Springen kassierte Schrade, der im Gelände auf den Punkt ins Ziel gekommen war, dann einen Abwurf und wurde mit 32,5 Minuspunkten Siebter. Bei Leuwer fielen gleich zwei Mal die Stangen. Dadurch lieferte er mit 40,3 Minuspunkten das Streichergebnis für die Mannschaft. Stattdessen zählte das Ergebnis des vierten Teamreiters Christoph Wahler (Warendorf), der mit Carjatan S im Gelände ein paar Sekunden verloren hatte, dank einer Nullrunde im Parcours jedoch fünf Plätze gutmachen konnte und auf ein Ergebnis von 38,9 Minuspunkten kam (Platz 15).

Der Nationenpreissieg in Boekelo trug Deutschland 100 Punkte und einen Endstand von 420 Punkten in der FEI-Nationenpreisserie ein. Das reichte aus, um sich noch knapp einen Platz auf dem Treppchen zu sichern – den Bronzerang. Das Nachsehen hatten die Schweden, die in Boekelo selbst zwar Dritte wurden, am Ende aber nur auf 415 Punkte kamen und sich mit dem vierten Platz in der Gesamtwertung begnügen mussten.

Auch an der Spitze gab es nach der letzten der acht Stationen einen Wechsel. Statt der Franzosen, die bis dahin mit ihren Siegen in Vairano/ITA, Strzegom/POL, Haras le Pin/FRA und Millstreet/IRL sowie einem zweiten Platz in Waregem/BEL die Führung innehatten, landeten zu guter Letzt die Briten auf Platz eins. Sie sammelten dank ihres zweiten Platzes in Boekelo insgesamt 570 Punkte, Frankreich kam auf einen Endstand von 540 Punkte und wurde Zweiter.

Es ist der dritte Sieg für ein britisches Team seit 2012, Deutschland konnte die Serie bislang vier Mal gewinnen. „Gerade die Briten, aber auch die Franzosen sind hier mit einer Topbesetzung angereist, man merkte, dass sie gewinnen wollten. Das war in den vorangegangenen Jahren auch schon einmal anders“, sagte Bundestrainer Hans Melzer. „Für uns passten die Termine dieses Jahr nicht so gut ins Konzept, unser Schwerpunkt lag auf der Vorbereitung auf Tryon.“

Insgesamt zeigte sich Melzer über den Sieg in Boekelo hocherfreut. „Ein gelungener Saisonabschluss ist nach den Weltmeisterschaften auch etwas Balsam für die Seele“, sagte er. „Unsere Reiter sind hier gut und schnell geritten und haben sich gegen eine starke Konkurrenz durchgesetzt“, sagte er. Das gilt auch für Einzelreiter Niklas Bschorer (Dinkelsbühl), der mit Tom Tom Go mit 29,8 Minuspunkten den vierten Platz belegte.

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