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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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19.11.2017 | 19:20 Uhr | Julia Basic

Stuttgart: Starkes Ergebnis für deutsche Springreiter

Schweizer Steve Guerdat gewinnt Weltcup-Springen

Stuttgart (fn-press). Vier deutsche Paare im Stechen, drei unter den Top-Vier – ein Ergebnis, das sich absolut sehen lassen kann. Zwar triumphierte mit Steve Guerdat nach einem unglaublichen Stechen erstmals ein Schweizer im Großen Preis von Stuttgart, doch der deutsche Bundestrainer Otto Becker konnte nach dem zweiten Platz von Philipp Weishaupt mit Asathir, dem dritten Platz von Christian Ahlmann mit Epleasir und dem vierten Platz von Simone Blum mit Alice eine positive Bilanz des Weltcup-Turniers in der Schleyer-Halle ziehen.

„Ich glaube, mir ist heute alles gelungen, ich hätte nichts anders machen können. Aber beim Blick auf die Reiter im Stechen wusste ich, dass es noch schneller geht. Klar hätte ich das Auto gerne mitgenommen, aber ich bin auch so zufrieden mit dem Ergebnis“, sagte Philipp Weishaupt (Riesenebck) nach der Siegerehrung. Er war mit der französischen Stute Asathir angetreten, die quasi eine Leihgabe von Kamal Bahamdan ist. Dieser gewann 2012 Olympia-Bronze mit der Mannschaft Saudi-Arabiens und trainiert auf der Anlage von Ludger Beerbaum in Riesenbeck. „Er ist momentan viel geschäftlich unterwegs, deshalb reite ich Asathir so lange“, sagte Weishaupt. Die beiden verzeichneten dieses Jahr zum Beispiel vordere Platzierungen bei den Turnieren in Hagen a.T.W. und in Calgary (CAN). In Stuttgart starteten sie als siebtes von 16 Paaren ins Stechen des Großen Preises und legten mit 48.76 Sekunden die bis dahin mit Abstand schnellste Runde vor.

Als Drittletzte betraten Steve Guerdat, der Olympiasieger von 2012, und seine belgische Stute Hannah den Parcours. Sie schafften das für beinahe unmöglich Gehaltene und unterboten die Zeit noch um einen Wimpernschlag (48.19sec). „Stuttgart ist mein absolutes Lieblings-Weltcup-Turnier und ich komme immer mit meinen besten Pferden hier her. Ich war jetzt so oft Zweiter, dass ich glaubte, ich schaffe es nie hier zu gewinnen und dass mich am Ende wieder einer schlägt“, sagte Guerdat. Seine Sorge blieb unbegründet.

Für Christian Ahlmann (Marl) bedeutete der dritte Platz nicht nur 15 weitere Weltcup-Punkte, sondern auch die Gewissheit, dass sein Fuchs Epleaser van’t Heike nach seiner Verletzungspause wieder fit ist. Die beiden waren zuletzt im Mai bei der Global-Champions-Tour in Hamburg am Start gewesen. „Ich bin froh, dass Epleaser hier zwei so super Runden gedreht hat und dass er wieder so gut in Form ist. Ich habe zwar versucht, mich zu beeilen, aber mein Pferd ist nicht das grundschnellste. Trotzdem hat er heute alles super umgesetzt“, sagte Ahlmann, der nun als zweitbester Deutscher mit 17 Punkten auf Platz 18 des Weltcup-Rankings liegt. Bester ist Philipp Weishaupt mit 21 Punkten auf Rang 10. Die Gesamtwertung führt Steve Guerdat mit 43 Punkten an.

"Wunderstute" DSP Alice lieferte insgesamt sechs Nullrunden in der Schleyer-Halle 

Keinen Gedanken über das Weltcup-Finale in Paris (10. bis 15. April) macht sich Simone Blum (Zolling). Sie hatte nach ihrem Sieg im German-Master-Springen am Freitag bereits angekündigt, ihre „Wunderstute“ Alice in die wohlverdiente Winterpause zu schicken. Genau dies soll nun geschehen, nachdem die zehnjährige Askari-Tochter im Großen Preis noch einmal alles gegeben und in Stuttgart insgesamt sechs Nullrunden (inklusive Stechen) gedreht hatte. Als fünftes Paar im Stechen des Großen Preises unterboten Blum und Alice in 50.14 Sekunden die Zeit des bis dahin führenden Schweden Douglas Lindelöw (51.44) um mehr als eine Sekunde und wurden letztlich verdiente Vierte. Patrick Stühlmeyer (Osnabrück) und sein zehnjähriger OS-Hengst Chacgrano (von Chacco-Blue – Grannus) mussten bereits als drittes Paar in den Stechparcours und wurden in 60.16 Sekunden Zwölfte.

Bundestrainer Otto Becker zog eine positive Bilanz der vier Tage in der Stuttgarter Schleyer-Halle: „Mit den Ergebnissen dieses Wochenendes können wir sehr zufrieden sein, auch wenn es diesmal ganz knapp nicht für den ersten Platz im Weltcup-Springen gereicht hat. Aber Simone und Alice haben mit dem Sieg im German Master am Freitag eines der Hauptspringen gewonnen und das heutige starke Ergebnis mit vier Reitern im Stechen und drei unter den besten Vier stimmt mich erstmal optimistisch für die nächsten Weltcup-Turniere.“ jbc

Alle Ergebnisse aus Stuttgart finden Sie hier: www.longinestiming.com/#!/equestrian/2017/1426/html/en/longinestiming/resultlist_09.html

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