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11.03.2018 | 18:45 Uhr | fn-press

s-Hertogenbosch: Marcus Ehning Zweiter im Großen Preis

Belgier Niels Bruynseels gewinnt die neue Etappe der Serie Rolex Grand Slam

s-Hertogenbosch (fn-press). In buchstäblich letzter Sekunde ging der Sieg im niederländischen s-Hertogenbosch verloren: Marcus Ehning (Borken) hatte mit dem westfälischen Hengst Cornado NRW das Stechen des Großen Preises in fehlerfreier Bestzeit gemeistert. Doch als letzter Starter ritt der Belgier Niels Bruynseels einen Hauch schneller über die Ziellinie.

Die hoch dotierte Serie „Rolex Grand Slam“, die bislang über die drei Spitzenturniere CHIO Aachen, Spruce Meadows (Calgary/Kanada) und Genf führte, hat seit diesem Jahr eine vierte Station: Auch in den Brabanthallen, dem Messezentrum von s-Hertogenbosch, können die Reiter um stattliche Preisgelder und Prämien kämpfen. Im mit 800.000 Euro dotierten Großen Preis gingen fünf deutsche Paare an den Start, zwei von ihnen schafften nach fehlerfreiem Umlauf den Einzug ins Stechen. Philipp Weishaupt (Riesenbeck), der mit dem elfjährigen Holsteiner L.B. Convall v. Colman schon den Großen Preis von Spruce Meadows gewonnen hatte, riskierte viel. Hohes Tempo und enge Wendungen – Weißhaupt wusste, dass ihm im Falle eines weiteren Sieges eine hohe Rolex-Prämie winken würde. 35,99 Sekunden zeigte die Uhr. Weishaupt war zwar der schnellste Ritt gelungen, aber die Risikobereitschaft wurde bestraft, an zwei Hindernissen fiel eine Stange, so dass das Paar letztlich auf Platz zwölf rangierte.

Bei Marcus Ehning lief es besser. Der Borkener hatte den 15-jährigen nordrhein-westfälischen Landbeschäler Cornado v. Cornet Obolensky im Großen Preis eingesetzt. Der Schimmel sprang beeindurckend gut, spielte mit den Abmessungen und erwies sich obendrein als schnellster (37,8 Sekunden). Marcus Ehning konnte sich schon fast als Sieger fühlen, aber der allerletzte Starter im 13-köpfigen Stechen machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Der 34-jährige Belgier Niels Bruynseels beendete mit der belgischen Stute Ganzia de Muze das Stechen sieben hundertstel Sekunden schneller. Diese knappe Zeitdifferenz war über 100.000 Euro teuer, denn als Sieger erhielt Bruynseels 264.000 Euro Preisgeld, während Platz zwei mit 160.000 Euro dotiert ist. Dritter wurde der Niederländer Harrie Smolders mit dem Hengst Emerald (37,89).

Zwar agierten die übrigen deutschen Reiter Daniel Deußer (Mechelen/Belgien), Christian Ahlmann (Marl) und Christian Kukuk (Riesenbeck) im Großen Preis nicht erfolgreich, aber ansonsten sprangen deutsche Paare in fast allen Prüfungen zu Siegen bzw. Platzierungen. Philipp Weishaupt gewann mit dem Holsteiner Belo Horizonte ein Springen, für Daniel Deußer und den Westfalen Cornet d’Amour wurde ebenso die deutsche Nationalhymne gespielt. Christian Ahlmann platzierte sich in drei Springen an dritter bis sechster Stelle.   hen

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