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08.03.2020 | 14:45 Uhr

Henrike Ostermann gewinnt HGW-Bundesnachwuchschampionat

Silber und Bronze für Hannover und Westfalen

Braunschweig (fn-press). Mit einer rekordverdächtigen Gesamtnote von 19,7 siegte Henrike Ostermann aus Löningen (Weser-Ems) im HGW-Bundesnachwuchschampionat der Springreiter 2020, gefördert durch die Horst-Gebers-Stiftung und in Memoriam Debby Winkler. Das Braunschweiger Finale der besten vier Reiter mit Pferdewechsel war komplett mit jungen Damen besetzt. Silber und Bronze gingen an Laura Bytomski aus Gehrden und Luzie Jüttner aus Emsdetten.

„Für so eine tolle Runde kann man noch mehr Applaus geben“, forderte Chefrichter Joachim Geilfus das Publikum in Braunschweig nach Henrike Ostermanns Ritt auf dem zehnjährigen Hannoveraner Hengst Clintess im ersten Umlauf des M*-Stilspringens auf. „Es geht nicht besser, das war einfach super harmonisch. Wir sind nur ein bisschen feige, hier die glatte Zehn zu geben“, so der Richterkommentar. Mit einer 9,8 ging die Nachwuchsreiterin aus dem Landesverband Weser-Ems im Standardparcours in Führung. Ihr folgte die westfälische Reiterin Pia Alfert (Ahaus) mit Call me Charly Brown (9,5). Einen Finalplatz ergatterten außerdem Laura Bytomski (Gehrden) mit Sky (9,4) aus dem PSV Hannover und  Luzie Jüttner (Emsdetten) aus Westfalen mit Del-Negro (9,1).

Im zweiten Umlauf, dem Finale der besten Vier, wurden die Pferde gewechselt: Die Führende tauschte mit der Vierten, und die zweitplatzierte Reiterin wechselte mit der Drittplatzierten die Pferde. Henrike Ostermann gelang es, auf dem Fremdpferd Del-Negro v. Diarado von Luzie Jüttner, ihre Note noch zu toppen: 9,9 sprang für die Siegerin am Ende heraus und hinterließ Richter und Turniersprecher fast sprachlos nach dem nahezu perfekten Ritt. Peter Teeuwen, Nachwuchstrainer der Junioren und Jungen Reiter, betreute die kurze Vorbereitung mit jeweils vier Probesprüngen. „Henrike ist hier wie an der Schnur gezogen gesprungen. Man merkt ihre reiterliche Routine. Im Betrieb ihrer Eltern reitet sie viele junge Pferde und kann sich so optimal auf andere Pferde einstellen. Die letzte Saison war schon sehr gut unterwegs mit einem S**-Sieg in Rastede und einem tollem DJM-Auftritt in Zeiskam. Sie ist sicherlich eine Kandidatin für die internationale Junioren-Tour“, so der Bundestrainer.

Zweite wurde mit einer Gesamtnote von 19,0 Laura Bytomski auf ihrem Hannoveraner Satisfaction-Sohn Sky (10). „Du bist absolut auf dem richtigen Weg, das war eine sehr gute Runde“, lautete der Richterkommentar für Lauras Ritt im ersten Umlauf (9,4). Auch die Vize-Championesse konnte diese Note mit dem Pferd von Pia Alfert, Call me Charly Brown, im Finale noch steigern (9,6). „Eine perfekte Runde mit viel Rhythmus, gut nach vorne geritten. Du hast das Pferd aus dem Sitz heraus geschlossen gehalten.“ „Laura kennt ihr Pferd in- und auswendig und hat hier einfach top abgeliefert“, so Teeuwen. „Sky besitzt ein großes Kämpferherz. Er ist jetzt über zwei Jahre bei mir und war lange verletzt. Aber nun ist er in Bestform“, freute sich die Abiturientin aus Gehrden bei Hannover.

Auf den Bronzeplatz rückte Luzie Jüttner mit Del-Negro vor (16,6). „Du hast in jeder Sekunde aus einem guten Grundsitz heraus richtig eingewirkt“, lautete ihr Richterkommentar der ersten Wertung. Vierte wurde Pia Alfert mit Call me Charly Brown (16,0), die im ersten Umlauf für ihren „Ritt vom Allerfeinsten“ mit einer 9,1 belohnt wurden.

Das HGW-Bundesnachwuchschampionat, das an einen der erfolgreichsten Springreiter aller Zeiten, Hans Günter Winkler, erinnert, wird seit 1988 ausgetragen, und seit 2009 in Braunschweig. Der Weg zum Braunschweig Classico ging für Nominierten bis 19 Jahre über unterschiedliche Sichtungen, für die sie von ihren Landesverbänden benannt wurden. Dort wählten die Richter mit Peter Teeuwen 65 Reiter aus, die für Auswahllehrgänge nach Warendorf kommen durften. Die 25 Besten sicherten sich dann das Finalticket für Braunschweig: „Wir hatten dieses Jahr ein unheimlich hohes Niveau. Aus beiden Lehrgängen hätte ich eigentlich auch 40 Reiter mitnehmen können, da die Leistungsdichte so groß war“, zog der Bundestrainer sein Fazit. FN/ Tina Pantel

Ergebnisse Braunschweig Classico