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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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24.08.2017 | 19:02 Uhr | Melanie Köster/Eva Borg

EM Göteborg Springen: Zwei Nullrunden im ersten Umlauf

Deutsche Springreiter vorläufig auf Platz sechs im Nationenpreis

Göteborg/SWE (fn-press). Nach der ersten Runde des Nationenpreises bei den Europameisterschaften in Göteborg liegt das deutsche Team mit Marcus Ehning mit Pret a tout, Philipp Weishaupt mit LB Convall, Laura Klaphake mit Catch me if you can und Maurice Tebbel mit Chacco’s Son auf Rang sechs. Es führen die Gastgeber aus Schweden. In der Einzelwertung liegt Marcus Ehning nach Zeitspringen und erstem Umlauf weiterhin auf Rang zwei.

Als erster deutscher Reiter musste Marcus Ehning (Borken) mit seinem Fuchswallach Pret a tout in den Parcours. Ihm gelang ein Auftakt nach Maß: Er kam mit null Fehlern ins Ziel. Damit bleibt es für ihn bei lediglich 0,59 Strafpunkten aus dem Zeitspringen. „Heute hatte ich nochmal ein besseres Gefühl. Pret a tout war jederzeit bei mir. Der Parcours ist sehr fair gebaut, aber sehr technisch, man muss jede Linie exakt reiten“, sagte er nach seinem Ritt. Als zweite deutsche Teamreiterin lieferte auch Laura Klaphake (Steinfeld) mit Catch me if you can eine fehlerfreie Runde ab. Nach den beiden Fehlern im Zeitspringen, war sie nach dem ersten Umlauf im Nationenpreis umso glücklicher: „Das war unglaublich. Ich habe mir die Fehler von gestern sehr zu Herzen genommen. Das Pferd ist wahnsinnig gut gesprungen. Die Runde von Marcus war nochmal eine zusätzliche Motivation. Das sah bei ihm ja aus wie ein E-Springen, so wollte ich das dann auch machen.“

Auch Bundestrainer Otto Becker war mit dem Auftakt seiner ersten beiden Reiter sehr zufrieden: „Das hat super angefangen mit Marcus und Laura. Der Plan war, dass Marcus als erster Reiter eine gute Runde zeigt und Ruhe reinbringt. Das ist ja auch aufgegangen.“

Danach kamen Maurice Tebbel und Chaccos' Son mit insgesamt drei Abwürfen ins Ziel und lieferten damit das Streichergebnis. „So enttäuscht war ich selten. Nach dem Fehler gestern am Wasser, bin ich mit mehr Druck dahin geritten, als Folge daraus kam ich zu dicht zum Oxer danach. Das war ein Folgefehler vom Wasser. Chaccos' Son ist sehr ehrgeizig und danach war dann einfach die Ruhe raus“, so die Erklärung von Maurice Tebbel nach seinem Ritt.

Dem letzten deutschen Reiter Philipp Weishaupt und seinem Hengst LB Convall unterlief ein Flüchtigkeitsfehler an der zweifachen Kombination. Kurz vor dem Start hatte der Hengst noch ein Eisen verloren, aber dank des deutschen Hufschmieds Dieter Kröhnert schafften es Weishaupt und LB Convall noch rechtzeitig in den Parcours. Weishaupt hatte nach seinem Ritt keine Erklärung für den Fehler: „Das ist unglaublich ärgerlich, gerade heute, wo wir dringend eine Nullrunde gebraucht hätten.“

Bundestrainer Otto Becker zog dennoch ein positives Fazit: "Insgesamt war das ein guter Tag, es macht sehr viel Spaß mit dieser Truppe und ist ein Erlebnis hier am Start zu sein. Der Tag heute geht in Ordnung, ich hoffe, dass wir uns morgen noch weiter nach vorne reiten."

Nach dem ersten Umlauf starten die besten zehn der insgesamt 17 Teams am Freitagabend im zweiten Umlauf des Nationenpreises. Es führen die Gastgeber aus Schweden (8,21 Punkte) vor der Schweiz (11,15), Irland (12,11), Belgien (12,11), Italien (15,25) und Deutschland (15,52). In der Einzelwertung führt nach wie vor der Schwede Peder Fredericson, dicht gefolgt von Marcus Ehning (0,59 Strafpunkte) und der für Portugal startenden Brasilianerin Luciana Diniz (0,67). Das Einzelfinale findet am Sonntag statt. Da starten die 25 punktbesten Reiter nach Zeitspringen und Nationenpreis im Kampf um die Einzel-Medaillen.

Böckmann

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