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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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22.09.2019 | 13:30 Uhr | fn-press

DAM Riesenbeck: Franziska Hofmann ist Amateur-Meisterin Dressur

Silber für Stephanie Witzemann, Bronze für Aline Hilbrig

Riesenbeck (fn-press). Die neue Deutsche Amateur-Meisterin in der Dressur heißt Franziska Hofmann. Bei der dritten Auflage der DAM, die in diesem Jahr auf der Reitanlage Riesenbeck International ausgetragen wurde, setzte sich die 30-jährige Lehrerin aus dem bayerischen Pfarrkirchen mit Sterntaler gegen Stephanie Witzemann (Winterlingen) mit Levinio MP und Aline Hilbrig (Moritzburg) mit Mondlicht durch.

„Ich bin total überwältigt und kann es eigentlich noch gar nicht realisieren. Das ist ein mega Gefühl und, dass das so toll wird, das hätte ich mir glaube ich im Leben nicht träumen können. Das ist ein grandioser Tag, ein grandioses Wochenende einfach Wahnsinn“, strahlte Franziska Hofmann. Die Gymnasiallehrerin („Das lässt sich recht gut mit dem Reitsport vereinbaren, weil man dann abends meistens schon ganz gut Zeit hat zum Reiten“) konnte bereits die Finalqualifikation für sich entscheiden. Auch in der Kür sahen die Richter Hofmann und ihren 14-jährigen Oldenburger Rappwallach (v. San Remo) vorne und setzten das Paar mit 76,708 Prozent auf Platz eins. „Die Musik war dramatisch und ich glaube, wir hatten auch so ein bisschen ein Alleinstellungsmerkmal, weil wir von der Musikrichtung her relativ alleine waren“, sagte Hofmann und schwärmte. „Sterntaler ist ein ganz braver und zuverlässiger, macht immer alles mit und kämpft immer. Ich habe ihn seit zehn Jahren und er ist mein Ein und Alles. “

Insgesamt 40 Paare, die sich über verschiedene Wege – Ranglisten, Landesmeisterschaften oder FAB-Erfolge – für den Start bei den DAM qualifizieren konnten, kämpften in Riesenbeck um den Titel in der Dressur. Das erste Dutzend sicherte sich über eine Finalqualifikation auf St. Georges-Niveau den Einzug ins Kürfinale, drei weitere nahmen den Umweg über das Kleine Finale.

Auf dem Silberrang landete Stephanie Witzemann aus Winterlingen – wie schon bei den baden-württembergischen Amateur-Landesmeisterschaften. 73,708 Prozent gab es für ihre Vorstellung mit dem zehnjährigen Oldenburger Fuchswallach Levinio MP (v. Laureano). „Ich wusste gar nicht, wo ich stehe. In der Finalqualifikation hatte ich leider Fehler in den Dreierwechseln, ansonsten aber ein super Gefühl. In der Kür war ich dann ein bisschen hektisch, weil es nicht ganz gepasst hat mit der Musik, musste mal schneller machen und mal langsamer“, fasste die 38-jährige Diplom-Ökonomin und Gastronomin („Udo Snack ist bei uns in der Gegend ein echter Kultimbiss“) ihre Ritte zusammen. Ihr Pferd hat sie direkt vom Züchter, erwarb ihn als Dreijährigen. „Er hat uns super gefallen, war aber noch etwas unscheinbar, ein richtiges ‚Heddele‘. Inzwischen hat er sich ganz toll entwickelt‘“, schwärmte Witzemann. Nicht aus einer Reiterfamilie stammend, kam sie erst mit 13 Jahren zum Reiten. Seither spielen die Pferde eine ständige Rolle in ihrem Leben, nicht zuletzt durch ihre Ehe mit Springreiter Andi Witzemann.

Nach Christian Gärtner aus Horka, der eine Woche zuvor Deutscher Amateur-Meister der Vielseitigkeitsreiter geworden war, bescherte Aline Hilbrig aus Moritzburg dem Landesverband Sachsen eine weitere Medaille. „Ich bin eigentlich noch sprachlos. Ich bin super zufrieden mit meinem Ritt. Mondlicht war unheimlich locker, hat draußen schon super mitgemacht. Die Musik hat super gepasst und ich kann es eigentlich noch gar nicht glauben“, sagte die 33-jährige Juristin. „Mein Mann, der auch mit hier ist, der reitet auch. Wir haben ein Kind und teilen uns das dann abends immer so ein, dass einer in den Stall fährt und einer das Kind nimmt oder wenn viel Zeit ist, dann fahren wir als Familie“, schildert Hilbrig das Leben als erfolgreiche Amateur-Reiterin. Für ihre Kür zu Klängen aktueller Pop-Songs von Katy Perry, Lady Gaga und Pink gab es 73,042 Prozent.

Neben den Dressurreitern ermitteln auch die Springreiter ihren Meister in Riesenbeck. In den ersten beiden Jahren war die Reitsportanlage Dagobertshausen in Hessen Ausrichter der DAM gewesen, stand in diesem Jahr aber nicht mehr zur Verfügung. Mit Riesenbeck International war kurzfristig eine Alternative mit besten sportlichen Bedingungen gefunden worden. „Die Bereitschaft, die Deutsche Amateur-Meisterschaft auszurichten, ganz grundsätzlich, war ganz schnell da. Das waren keine Minuten. Aber es hängt ja schon ein bisschen mehr daran. Die Frage war, passt das in den Terminkalender, bekommen wir das so kurzfristig noch hin. Wir haben ja in zwei Wochen noch die Riesenbeck Indoors“ sagte Hausherr Ludger Beerbaum.

Das Engagement für die Amateure ist für den vierfachen Olympiasieger keine einmalige Angelegenheit. Regelmäßig gibt es bei den Late-Entry-Turnieren in Riesenbeck auch eine Amateur-Tour – abends, nach Feierabend. Beerbaums Überzeugung: „Ich denke, wir sind wirklich gut beraten, uns um die Amateure zu kümmern, um den Breitensport und um den Spitzensport. Den Spitzensport gäbe es ja gar nicht ohne das andere. Das müssen wir auch pflegen, sonst steht der Spitzensport ohne Basis da.“

„Wunderbar, die Anlage ist traumhaft, die Halle ist gigantisch. Man ist erstmal total überwältigt, wenn man da reinkommt und es ist eigentlich wirklich schon eine Ehre, da überhaupt reiten zu dürfen. Das ist wirklich keine Selbstverständlichkeit“, sagte die frisch gebackene Amateur-Meisterin Franziska Hofmann, die für ihren DAM-Start die wahrscheinlich längste Anreise in Kauf genommen hat. Hb/Melanie Köster

Die Entscheidung im Springen fällt ab 14.30 Uhr.

Ergebnisse und Berichte unter www.pferd-aktuell.de/dam.

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