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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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14.02.2019 | 15:10 Uhr | fn-press

Das Pferd als Therapeut

Film „Stiller Kamerad“ im Kino zu sehen

Warendorf (fn-press). Dass Pferde in schwierigen Lebenssituationen oft der beste Therapeut sind, wissen Pferdesportler ganz genau. Aktuell beschäftigt sich der Kinofilm „Stiller Kamerad“ mit diesem Thema. Der Dokumentarfilmer Leonhard Hollmann hat ein Jahr lang eine Soldatin und zwei Soldaten der Bundeswehr begleitet, die unter einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) leiden und mit Hilfe einer von Pferden gestützten Traumatherapie zurück ins Leben finden wollen.

Menschen, die unter PTBS leiden, haben oft Alpträume und werden im Alltag immer wieder an die Ereignisse erinnert, die ihr Trauma ausgelöst haben. Bei Bundeswehrsoldaten sind dies meist schreckliche Erlebnisse während ihrer Auslandseinsätze. Jedes Jahr kehren Soldaten aus Krisengebieten heim. Dabei sind nicht alle Wunden, die sie mitbringen, offen sichtbar. Häufig zeigen sie sich erst viele Jahre nach dem Einsatz als eine Störung des seelischen Gleichgewichtes.

Dort, wo die herkömmlichen Therapieformen an ihre Grenzen kommen, setzt die Therapeutin und Heilpraktikerin Claudia Swierczek mit ihren Pferden an. In jahrelanger Arbeit hat sie eine Therapiemethode entwickelt, die ganz besondere Fähigkeiten von Pferden nutzt, um auch den Patienten zu helfen, die als austherapiert gelten, denen also keine gängige Behandlung helfen konnte. Pferde spiegeln dem Menschen unmittelbar ihre Ängste und Unsicherheiten. Mit den Pferden gehen die drei traumatisierten Soldaten durch Höhen und Tiefen, bis zu ihren schrecklichen Ängsten, wo sie sich ganz auf die Kameradschaft des Tieres verlassen müssen.

Regisseur Leonhard Hollmann, der seinen Film mit Unterstützung der Filmuniversität und einer Crowdfunding-Aktion finanzierte, hat alleine, ohne Team gedreht, um keine Unruhe zu verbreiten. Er begleitet die Therapiestunden als stiller Beobachter und ermöglicht dadurch einen Zugang zu dem besonderen Therapieansatz von Claudia Swierczek. So begegnet er den unterschiedlichen Charakteren mit ihren individuellen Erlebnissen ganz persönlich, und sie geben erstaunlich offen Einblick in die Ursachen und Folgen ihres Traumas. Dabei sind nicht nur die Menschen Protagonisten des Films – die Pferde wachsen den Zuschauern ebenso ans Herz, wenn die sensiblen Tiere all ihre Emotionen geben, um Seelen wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Der Film wurde bereits mit dem Studio Hamburg Nachwuchspreis 2018 ausgezeichnet. Wann er in welchen Kinos zu sehen ist, erfahren Sie hier: www.stillerkamerad.de

Veranstaltungshinweis: Am 7. März wird der Film in einer Sondervorstellung im Filmtheater SCALA in Warendorf gezeigt. Beginn ist um 19.30 Uhr. Im Anschluss veranstaltet die Tageszeitung "Die Glocke" eine Podiumsdiskussion zum Thema pferdegestützte Therapie für einsatzgeschädigte Bundeswehrsoldaten. Mit dabei sind verschiedene Experten, darunter Ina El-Kobbia, Geschäftsführerin des Deutschen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten, das genau wie die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN), das Deutsche Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) und die Sportschule der Bundeswehr seinen Sitz in Warendorf hat.

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