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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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11.08.2017 | 23:00 Uhr | Eva Borg

Jugend-WM Reining: Gold für Junge Reiter bei WM-Premiere

Platz fünf für Junioren-Reining-Team in Givrins

Givrins/SUI (fn-press). Gold für das Junge-Reiter-Team. Bei der ersten Weltmeisterschaft für Nachwuchs-Reiner in Givrins in der Schweiz, die zusammen mit der Europameisterschaft der Senioren stattfindet, haben die deutschen Reiner in der Altersklasse der Jungen Reiter den Titel geholt. Die Junioren hatten etwas Pech und landeten am Ende auf Rang fünf. 

„Ich wusste, dass wir eine starke Mannschaft haben und das hier auch gewinnen können. Ich hatte ein gutes Bauchgefühl, aber am Ende muss alles passen und alle müssen die Nerven behalten“, so Bundestrainer Nico Hörmann (Berlin) über seine Jungen Reiter.

Den Auftakt machte Jakob Behringer (Kirchardt) mit seinem neunjährigen Wallach Rascal Sensation, der als erster Reiter den Wettbewerb eröffnen musste. Denn das deutsche Junge-Reiter-Team hatte die Startnummer Eins und musste vorlegen, die Teams der anderen fünf Nationen zogen nach. Jakob Behringer und Rascal Sensation, die bereits 2016 bei der EM der Jungen Reiter und 2015 bei der Junioren-EM zum Gold-Team gehörten, brachten das deutsche Team mit einem Score von 213 in eine gute Ausgangslage. „Jakob hat schon öfter Championate geritten und viel Erfahrung, er hat uns gut in den Wettbewerb gebracht, das war auch der Plan“, so Hörmann. „Er hatte keine Fehler in seinem Ritt, der Stopp hätte etwas besser sein können, dann hätte er noch mehr Punkte geholt.“

Nächste deutsche Reiterin war Maria Theresia Till (Leipzig) mit Arc Captain. Für die 21-jährige amtierende Deutsche Meisterin war es ihr erstes Championat. Sie zeigte keinerlei Nerven und wurde für ihren Ritt mit einem Score von 216 belohnt. „Maria haben wir bei den Deutschen Meisterschaften entdeckt, sie hat schon bei den Sichtungen gute Ergebnisse gebracht und hier spitze geritten“, so Hörmann. Einen Ritt ohne Fehler zeigten dann auch Johannes Heil (Lindenfels) und seine achtjährige Stute Whizper Lil Gump BB. Sie verließen die Bahn mit einem Score von 215. Deutschland lag auf dem Silberrang. Die Italiener führten.

Als letzte deutsche Starterin war Gina Maria Schumacher (Givrins/SUI) mit Gotta Nifty Gun an der Reihe. „Wir hatten uns vorgenommen, dass wir an den anderen Nationen möglichst nah dran bleiben, um Gina in eine gute Ausgangsposititon zu bringen, denn wir wussten, dass Gina hinten raus schwer zu schlagen sein würde“, erklärte der Bundestrainer die Taktik. Und diese Taktik ging auf: Die 20-jährige amtierende Jugend-Europameisterin zeigte mit ihrem siebenjährigen Quarter Horse Hengst einen Ritt, bei dem alles passte. „Das war formvollendet, viel besser kann man es nicht machen“, schwärmte Hörmann. Die Richter sahen das auch so und gaben für ihren Ritt eine 224, das mit Abstand beste Ergebnis des Wettbewerbs. Das brachte das deutsche Team mit einem Gesamtpunktestand von 655 auf Goldkurs. Die anderen Nationen konnten mit ihrem letzten Reiter das deutsche Ergebnis nicht mehr toppen.

Der letzte Starter des Wettbewerbs war der US-Amerikaner Jack R Medows, der dem Druck nicht gewachsen war und im Spin statt der vorgeschriebenen vier Mal gleich fünf Mal drehte, das bedeutete einen Null-Score und das Streichergebnis für das Team. „Die US-Amerikaner haben uns und die anderen Nationen hier komplett unterschätzt, sie waren zwar mit ihrer ersten Garde hier, aber sind mit dem Druck überhaupt nicht klar gekommen“, so die Einschätzung von Hörmann über die favorisierten Amerikaner. So beendeten die US-Amerikaner die erste Jugend-Weltmeisterschaft auf Rang vier ohne Medaille (637,5). Die Silbermedaille ging an das Team der Italiener (648,5), Bronze an die Belgier (644).

Platz fünf für das deutsche Junioren-Team
Wie schon im vergangenen Jahr bei den Jugend-Europameisterschaften hat es für das deutsche Junioren-Team nicht für eine Medaille gereicht. Die Mannschaft mit Kim-Leonie Kiechle (Nagold) mit Smoke of Guntini, Georgia Wilk (Göppingen) mit Golden Iron Jac, Franziska Engel (Hauenstein) mit KD Whizoffthefuture und Lena-Marie Maas (Kirkel) mit Mr Stun Gun landete am Ende auf Rang fünf.

Der Auftakt verlief für Georgia Wilk mit Golden Iron Jac schon nicht optimal. Sie musste bei einem Manöver mit der zweiten Hand in die Zügel greifen, was einen Null-Score zur Folge hat. „Aber der ganze Ritt war auch nicht gut gelaufen, da wäre auch so keine hohe Punktzahl rausgekommen“, so die Einschätzung von Nico Hörmann. Kim-Leonie Kiechle und Franziska Engel zeigten dann beide gute Ritte, die mit einer 208 und einer 210 belohnt wurden. Das deutsche Team hatte da plötzlich wieder eine Medaille in greifbarer Nähe, wenn die letzte Reiterin einen Score von 217 holen würde. Lena-Marie Maas gab alles. „Sie ist auch losgeritten wie die Feuerwehr“, berichtet der Bundestrainer. Doch dann vergaß sie einen Zirkel zu reiten – ein Null-Score war das Ergebnis. „Bei den Junioren hat man durch alle Nationen hindurch den Druck gemerkt, mit dem viele der jungen und unerfahrenen Reiter noch nicht so umgehen konnten“, so das Fazit von Nico Hörmann.

EM und WM-Einzelfinale am Samstag
Für das Einzelfinale qualifizieren sich die besten 20 Reiter des Team-Wettbewerbs. Mit Jakob Behringer, Johannes Heil, Gina Maria Schumacher, Anna Voß und Maria Theresia Till starten gleich fünf Junge Reiter. „Gold und eine weitere Einzelmedaille könnten hier schon drin sein“, so die Einschätzung von Hörmann. Bei den Junioren dürfen Kim-Leonie Kiechle und Franziska Engel im Finale starten. Außerdem hat sich Einzel-Reiter John Wisser (Enspel) mit Rodin Rooster mit einem Score von 208 für das Finale der Junioren qualifiziert.

Auch bei den Senioren, die in Givrins ihre Europameisterschaften austragen, steht nach dem Teamwettbewerb am Donnerstag, der mit Silber für das deutsche Team endetet, am Samstag das Einzel-Finale auf dem Programm. Neben Dominik Reminder, Elias Ernst, Julia Schumacher und Oliver Stein, die sich über ihre guten Leistungen im Teamwettbewerb direkt qualifiziert haben, hat es auch Markus Süchting mit Spotlight Charly noch geschafft. Nachdem er im Teamwettbewerb ein paar Patzer hatte, musste er in der Trostrunde, dem „Consolation Run“ starten. Diese konnte er mit einem Score von 216,5 gewinnen und sich somit seinen Startplatz fürs Finale sichern. Alexander Ripper und Bay Gunner glückte keine fehlerfreie Runde im Consolation Run, so dass das Einzel-Finale am Samstag ohne den Europameister von 2003 und 2013 stattfindet.

Infos und Ergebnisse unter www.cs-classic.com

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