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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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03.04.2019 | 16:15 Uhr | Uta Helkenberg

Rosemarie Springer verstorben

"Grande Dame" des Dressursports wurde 98 Jahre alt

Großenaspe (fn-press). Der Pferdesport trauert um Rosemarie Springer, eine der erfolgreichsten deutschen Dressurreiterinnen der 1950er und 1960er Jahre. Die „Grande Dame“ des Reitsports verstarb am 2. April im Alter von 98 Jahren.

Pferde waren von Beginn an Teil ihres Lebens. Geboren und aufgewachsen auf Gut Mariensee bei Danzig, nahm sie ihr Vater Werner Lorenz bereits als Zweijährige vor sich mit in den Sattel, um mit ihr über die Felder zu reiten. Bis Anfang der 50er Jahre war Rosemarie Springer in der Turnierszene allerdings weitgehend unbekannt. Erst der Kontakt zum späteren Dressurbundestrainer Willi Schultheis führte zum Durchbruch. Auf Drängen ihres zweiten Ehemannes, des Verlegers Axel Springer, mit dem sie 1953 bis 1961 verheiratet war, kam der renommierte Ausbilder nach Hamburg. Unter seiner Anleitung stellten sich bald die ersten Erfolge ein. 1959 gewann Rosemarie Springer mit Thyra xx beim CHIO Aachen und sicherte sich die Silbermedaille in der Deutschen Meisterschaft. Ein Jahr später gewann sie ihren ersten von insgesamt fünf Deutschen Meistertiteln und vertrat gemeinsam mit Dr. Josef Neckermann die deutschen Farben bei den Olympischen Spielen in Rom. Zu ihren erfolgreichsten Pferden gehörten neben Olympiapferd Doublette auch die Vollblüter Brillant xx, mit dem sie 1966 Derby-Siegerin wurde, und Memor xx sowie der schwedische Schimmel Lenard.

Nach ihrer aktiven Zeit befasste sich Rosemarie Springer auf ihrem Gut Halloh bei Bad Bramstedt, nördlich von Hamburg, mit der Zucht von Trakehnern und entdeckte und förderte zahlreiche Talente, wie zum Beispiel den Disziplintrainer Jonny Hilberath, für dessen Ausbildung sie in den 70er Jahren ihre Reitlehrerprüfung absolvierte. Aber auch viele Vielseitigkeitsreiter wie Horst Karsten, Harry Klugmann, Karl Schultz, Claus Erhorn oder Bettina Hoy kamen in den Genuss bei ihr zu reiten.

Neben ihrer Passion als Reiterin und Reitausbilderin war Rosemarie Springer auch begeisterte Leichtathletin. Noch bis vor wenigen Jahren war die Trägerin des Goldenen Skiabzeichens regelmäßig zum Skilaufen am Arlberg.

Anlässlich ihres 75ten Geburtstags am 5. Juli 1995 wurde sie von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) mit dem Deutschen Reiterkreuz in Gold für ihre Verdienste ausgezeichnet. 

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