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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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31.07.2018 | 16:15 Uhr | Uta Helkenberg

Geländeparcourschef Gerd Haiber verstorben

Bisingen (fn-press). Der bekannte Marbacher Geländeparcourschef Gerd Haiber lebt nicht mehr. Der 58-Jährige starb am gestrigen Montag bei einem Verkehrsunfall.

Parcoursaufbau war sein Leben: Bereits in jungen Jahren hat sich Gerd Haiber der Gestaltung und dem Aufbau von Geländestrecken verschrieben. Selbst im Vielseitigkeitssattel erfolgreich, unter anderem war er 1986 Baden-Württembergischer Meister, pflegte der gebürtige Burladinger seine Leidenschaft zunächst auf lokaler, seit 1996 auch auf internationaler Ebene. Seither zeichnete er für die Strecken auf fünf Nachwuchs-Europameisterschaften verantwortlich und baute mit seinen Teams die Indoor-Kurse in Stuttgart, Stockholm und Salzburg. Zudem waren sein Wissen und seine Erfahrungen als Technischer Delegierter international gefragt. Auch wenn es sein Bestreben war, möglichst „naturnah“ zu bauen, hatte die Sicherheit immer oberste Priorität. So brachte der Wirtschafts- und Textilingenieur und Unternehmer sein ganzes Know-how auch in die Entwicklung von Sicherheitshindernissen ein, zuletzt auch in enger Zusammenarbeit mit der Hochschule Nürtingen. „Er füllte einen ganzen Raum mit seiner Begeisterung, wenn er über die Innovationen im Sport gesprochen hat“, sagt Philine Ganders-Meyer, Vielseitigkeits-Koordinatorin des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR). „Mit ihm verlieren wir einen unserer besten Fachleute und ganz besonderen Menschen.“

Untrennbar verbunden ist und bleibt sein Name mit der internationalen Vielseitigkeit auf dem Gelände des baden-württembergischen Haupt- und Landgestüts Marbach, wo er seine Vision vom Geländestreckenbau verwirklichen und den Kurs über 20 Jahre lang weiterentwickeln konnte. Sein großer Traum geht für ihn nun aber nicht mehr in Erfüllung: einmal in Marbach den Europameisterschaftskurs zu gestalten. „Er war die Seele unserer Veranstaltung. Er war auf dem Weg nach Donaueschingen, um dort an der Geländestrecke zu bauen, also zu einer Tätigkeit, die sein ganzes Leben erfüllte. Wir haben einen wahren Freund verloren“, sagt Turnierleiter Wolfgang Leiß.

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