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Deutsche Reiterliche Vereinigung - Bundesverband für Pferdesport und Pferdezucht, Foto: FN-Archiv

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23.08.2019 | 19:15 Uhr | Uta Helkenberg

EM Rotterdam: Kaum noch Medaillenhoffnung für das Para-Team

Fehlerteufel schlägt in der Teamwertung der Para-Dressurreiter zu

Rotterdam/NED (fn-press). Die Europameisterschaften der Para-Dressurreiter stehen für die deutsche Mannschaft bislang unter keinem so glücklichen Stern. In der Einzelwertung schauten sie noch denkbar knapp einer Medaille hinterher und auch in der Teamwertung sieht es nach den ersten drei von vier deutschen Reitern nicht nach einem Platz auf dem Podium aus. „Da müsste schon ein Wunder geschehen“, sagte Equipechefin Britta Bando. „Aber wir geben ja nicht auf. Schließlich haben wir auch noch die Kür am Sonntag, für die sich ja alle unsere Reiter qualifziert haben.“

Wie schon in der Einzelwertung starten die Reiter auch in der Teamwertung nach den fünf Behinderten-Grades getrennt, gewertet werden am Ende die drei besten Ergebnisse je Mannschaft. Die erste Überraschung erwartete das deutsche Team bereits in Grade I. Zwar präsentierte Elke Philipp (Treuchtlingen), in den letzten Jahren zuverlässige Punktelieferantin für die deutsche Mannschaft, den mit einem hervorragenden Schritt ausgestatteten Oldenburger Hengst Fürst Sinclair in gewohnter Form, verlor jedoch zweimal den Faden und schlug den falschen Weg ein. Statt der erwarteten 74 oder sogar mehr Prozent beendete sie die Prüfung mit nur 69,179 Prozent auf Platz neun. „So etwas ist mir noch nie passiert. Ich bin die Aufgabe vorher noch genau durchgegangen. Ich war auch nicht nervös oder so. Das war wie ein Blackout“, sagte Philipp.

Auch Steffen Zeibig blieb mit seiner Vorstellung unter der 70-Prozent-Marke. Wie schon in der Einzelwertung hatte seine Hannoveraner Stute Feel Good Probleme mit der Atmosphäre rund um das Viereck zu kämpfen und verspannte sich vor allem in der Schritttour. Mit 68,559 Prozent landete er auf Platz sechs. „Draußen lief noch alles perfekt, aber im Viereck kommt die Stute einfach nicht zur Ruhe. Beim Einreiten ging es noch, doch dann kam ein Kind die Tribüne heruntergerannt, da war sie kurz vorm Explodieren“, sagte der Arnsdorfer sichtlich enttäuscht. Seine Hoffnungen ruhen nun auf der die Kür am Sonntag: „Da bin ich gleich morgens um 8 Uhr dran, da ist es dann ja vielleicht noch ruhig.“

EM-Neuling Heidemarie Dresing aus Rheda-Wiedenbrück landete wie schon in der Einzelwertung in Grade II auf Platz vier. Allerdings kam auch sie an diesem Tag nicht über 68,727 Prozent hinaus. Nach einem gelungenen Zügel-aus-der-Hand-kauen-lassen ihrer Stute La Boum griff Dresing beim Wiederaufnehmen der Zügel neben die Schlaufe, die ihr hilft, den Oberkörper aufrecht zu halten, woraufhin die Stute anzackelte statt weiter Schritt zu gehen. "Die Schlaufen, die ich sonst üblicherweise verwendet habe, wurden mir hier nicht erlaubt, das war natürlich bitter. Wir werden die jetzt eintragen lassen", sagte die an Multiple Sklerose erkrankte Architektin. "Ich war natürlich schon ein bisschen enttäuscht. Da habe ich diese tolle junge Pferd und das funktioniert auch mit mir, ich muss eben nur aufpassen, dass es auch so bleibt." Und mit Blick nach vorne ergänzte sie: "Solche Sachen passieren halt, man kann nur daraus lernen." 

„In der Teamwertung haben wir wohl keine Chance mehr. Aber wir wissen immerhin, woran es liegt. Alle unsere Reiter hatten eindeutig Fehler – und Fehler kann man abstellen“, sagte Bundestrainer Bernhard Fliegl. „Unsere Hoffnungen ruhen nun auf der Kür am Sonntag.“

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